Weihnachten ohne Amazon!

 

(Verden/Aller, 23. November 2017) Jetzt in der Adventszeit macht der Online-Riese Amazon einen großen Teil seines Jahres-Umsatzes. Schlecht bezahlte Mitarbeiter*innen in den großen Logistikzentren laufen in dieser Zeit täglich bis zu 30 Kilometer, um Waren für die Pakete zusammen zu tragen. Das Weihnachtsgeschäft spielt Amazon so viel Geld in die Kasse, dass der seinen Lebensmittel-Lieferdienst auch mit hohen Verlusten aufbauen kann. Noch wichtiger als kurzfristige Gewinne sind dem Konzern jedoch die wertvollen Daten der Kundschaft: Kaum etwas verrät so viel über Menschen, wie ihre Lebensmittel-Einkäufe.

Für uns von Aktion Agrar gehören weder Amazons Daten-Sammelwut noch seine Steuertricks, seine Dumpinglöhne oder die heftige Lebensmittelverschwendung im neuen Konzernbaby Amazon fresh in die Weihnachtszeit. Wir rufen dazu auf, den Konzern diese Weihnachten links liegen zu lassen! Unsere Idee: Im ganzen Land sollen Weihnachtsgeschenke mit kleinen Aufklebern auftauchen. Sie signalisieren: Diese Geschenke sind nicht mit Ausbeutung in den Logistikzentren erkauft und füllen keine Konzern-Festplatten mit privaten Wünschen und Vorlieben von Schenkenden und Beschenkten.

Wer offiziell an der Weihnachtsaktion teilnimmt, stärkt die Botschaft, dass es Grenzen der Konzernmacht geben muss und dass der Online-Riese sein Experiment Amazon fresh mit Lebensmitteln einstellen soll. Es braucht unseren Widerstand, denn Amazons Strategie kann wertvolle Alternativen der (Direkt)Vermarktung gefährden und enormen Druck bis auf die einzelnen Bauernhöfe entwickeln. Also auf in den Einkaufsstreik!