Konflikte

 

 

US-Streitkräfte bestätigen Einsatz von Uranmunition in Syrien
Das Zentralkommando der US-Streitkräfte CENTCOM hat zugegeben, dass US-Kampfflieger Uranmunition in Syrien eingesetzt haben. Ein Sprecher von CENTCOM erklärte, vorherige Verlautbarungen seien durch einen Fehler in der Berichterstattung zustande gekommen. Die Internationale Koalition zur Ächtung von Atomwaffen hat die von CENTCOM eingeräumten Einsatzdaten analysiert und festgestellt, dass bei beiden Angriffen keine gepanzerten Ziele zugegen waren.

Was ist los in Äthiopien?
Aus Äthiopien kommen immer neue Nachrichten von Unruhen und Schießereien. Junge Leute fliehen in den Sudan. Tigre und Amharen fliehen vor dem Zorn der Oromo in ihre Heimatprovinzen. Volkszorn und Vandalismus breiten sich aus. Was ist los?

Bombenangriff auf Krankenhaus von Ärzte ohne Grenzen
Von der Weltöffentlichkeit kaum wahrgenommen findet unter saudi-arabischer Führung ein Krieg im Jemen statt. Seit dem Scheitern der Friedensgespräche in der letzten Woche ist die Zivilbevölkerung erneut ins Visier geraten. Bei einem Bombenangriff auf ein von Ärzte ohne Grenzen unterstütztes Krankenhaus in der Stadt Abs im Gouvernement Haji sind zehn Kinder ums Leben gekommen und 28 wurden verletzt.

 

Thema: Südsudan

Gewalt befeuert die humanitäre Krise im Südsudan
Das Unvermögen der im Südsudan stationierten Blauhelmtruppe, die Zivilbevölkerung effektiv zu schützen, macht Hilfsorganisationen die Arbeit unmöglich. Sie können sich nicht mehr ungehindert bewegen und ihre Hilfe dorthin bringen können, wo sie benötigt wird. Die Projektstandorte können nicht mehr mit Nachschub beliefert werden, der notwendig ist, um Hilfsmaßnahmen und die Versorgung mit Hilfsgütern durchzuführen.

Südsudan: Ein neuer Krieg muss unbedingt verhindert werden
Tiefes Misstrauen prägt die Beziehungen zwischen Angehörigen der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen. Der geringste Anlass konnte zu einem neuen Gewaltausbruch führen – genau, wie es am Abend des 8. Juli 2016 geschah. Wenn die neue Tragödie nicht verhindert wird, wird innerhalb von Tagen all das vernichtet, was über die Jahre aufgebaut wurde. VON MARINA PETER

Südsudan: Tod und Zerstörung – Don Bosco Hilfe stößt an Grenzen
Im Südsudan suchen immer mehr Menschen Zuflucht bei den ortsansässigen Salesianern Don Boscos. Mehr als 4.000 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, suchen dort Schutz vor Artilleriebeschuss und willkürlicher Gewalt. Für Pater David Tullimelli SDB in Juba ist eine Evakuierung keine Option: Die Salesianer werden bleiben, da sie hier am meisten gebraucht werden.

Südsudan: Zehntausende Menschen auf der Flucht
Zehntausende Menschen im Südsudan haben wegen der Kampfhandlungen in der Hauptstadt Juba und der nördlichen Stadt Wau ihre Häuser verlassen und suchen derzeit in Kirchen, Ordenshäusern, Priesterseminaren, Schulen und öffentlichen Gebäuden Schutz, weil sie um ihr Leben fürchten. Die Versorgungslage ist in dem ohnehin von Dürre geplagten ostafrikanischen Land äußerst angespannt.

 


 

amnesty international: EU-Staaten ignorieren Lieferstopps für Waffen nach Ägypten
Die Europäische Union hatte einen grundsätzlichen Lieferstopp für Waffen und Munition nach Ägypten beschlossen, nachdem ägyptische Sicherheitskräfte im August 2013 Hunderte Demonstranten getötet hatten. Zwölf EU-Staaten ignorieren diesen Lieferstopp allerdings weiterhin.

Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW): scharfe Kritik am Kriegseinsatz der türkischen Streitkräfte
Die türkische Regierungspolitik gehe einher mit schwersten Menschenrechtsverletzungen und werde durch Milliarden-Überweisungen der EU auch noch unterstützt. Eine Rückkehr zum 2013 begonnenen türkisch-kurdischen Friedensprozess sei das Gebot der Stunde, andernfalls drohe die Türkei in Krieg und Chaos zu versinken. Um den abgebrochenen Friedensprozess wiederzubeleben, bräuchte es eine Vermittlung von außen, unterstützt insbesondere von der EU und den USA, die erheblichen Einfluss auf das NATO-Land Türkei haben.

 

Der Konflikt in der Ukraine

Der Untersuchungsbericht zum Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine
Das „Joint Investigation Team“ hat Daten zusammengestellt und geordnet, sodass der Weg des Gefährts vor und nach dem Abschuss zweifelsfrei belegt sind. Verblüffend, wie „öffentlich“ ein solcher Transport einer ungewöhnlichen Waffe ist, und dass insbesondere der Abschuss der einen Rakete eines Flugabwehrsystems vielfach gehört und auch gefilmt wurde, mit Datum festgehalten. DIE KOLUMNE VON HANS-JOCHEN LUHMANN

Waffenlieferungen an die Ukraine
Waffenlieferungen an die Ukraine bringen neuen Schwung in die militärische Auseinandersetzung. Angesichts der UN-Beschlusslage ist diese Option illegitim. Und, nicht zu vergessen: Sie impliziert weitere Opfer in der Ukraine. DIE KOLUMNE VON HANS-JOCHEN LUHMANN

 

Ein Weg zu dauerhaftem Frieden in der Ukraine
Mit welchen Forderungen und eigenen Aktionen kann die Friedensbewegung in Deutschland die Menschen in der Ukraine aktiv unterstützen und zugleich zu Frieden und Demokratie in der Region beitragen? VON BJÖRN KUNTER

Experten warnen vor Desinformation
Im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages haben Medienwissenschaftler festgestellt, dass das Misstrauen gegenüber den Medien während der Ukraine-Krise stark gestiegen sei. Relevante Teile des Publikums hätten sich innerlich von den Leitmedien entfernt. Deren Berichterstattung sei deutlich durch transatlantische Rücksichtnahmen eingefärbt gewesen.

Medien schüren Zerrüttung im Ost-West-Konflikt um die Ukraine
Die Berichterstattung in den deutschen Medien zum Ost-West-Konflikt um die Ukraine dient nur noch der Bestätigung bestehender (kontroverser) Grundhaltungen um nicht zu sagen Vorurteile. Viele in Deutschland haben es konsequenterweise aufgegeben, die jüngsten Wendungen im Ukraine-Konflikt noch verstehen zu wollen. VON HANS-JOCHEN LUHMANN

Der Ukraine-Konflikt – Kooperation statt Konfrontation
Die Ukraine könnte eine wichtige Rolle als Brücke zwischen West und Ost und zur Befriedung vieler Länder in der Region spielen. Eine friedliche Lösung des gegenwärtigen Konflikts wäre möglich, wenn die alten Verhaltensweisen der Konfrontation zugunsten einer Politik der Kooperation und der zivilen Konfliktbearbeitung in Europa aufgegeben werden. VON ANDREAS BURO UND KARL GROBE MIT ZUARBEIT VON CLEMENS RONNEFELDT.

Krieg um den Osten der Ukraine?
Im Konflikt um die Ostukraine gibt es mehrere Handlungsoptionen. Wer Frieden will, muss allen Beteiligten Zugeständnisse abringen. Mit ihrer einseitigen Parteinahme sind sowohl der Westen als auch Russland auf einem gefährlichen Weg. VON HANS-JOCHEN LUHMANN

„Das Haupterbe des Euromaidan ist eine gut entwickelte Zivilgesellschaft.“ Die Menschenrechtsaktivistin Olkesandra Bienert und die Politikwissenschaftlerin Inna Melnykovska äußern sich auf einer Bonner Akademie-Tagung über die aktuelle Lage in der Ukraine.

Die Verantwortung der EU-Kommission im ukrainisch-russischen Gaskonflikt
Abhängig von der Härte des Winters könnten die russischen Gaslieferungen nach Europa aus technischen Gründen nicht mehr voll möglich sein. Die Verantwortung für den weitgehenden Ausfall russischer Lieferungen in die ukrainischen Speicher während der Sommerperiode liegt bei der EU. VON HANS-JOCHEN LUHMANN

 

Die Golfstaaten, Naher Osten

Die Golfstaaten: Erdöl, Islam und Modernisierung
Um den persischen Golf liegen die weltweit größten Reserven an Erdöl und Erdgas. Während die Quellen in anderen Regionen in den nächsten Jahrzehnten versiegen werden, werden sie hier vermutlich noch rund 100 Jahre sprudeln. Angesichts religiöser und gesellschaftlicher Spannungen in den einzelnen Ländern wird die Golfregion deshalb auch die Industriestaaten auf unabsehbare Zeit beschäftigen. VON JÖRGEN KLUßMANN

Islamischer Staat, Irak und Syrien
Der Durchmarsch des Islamischen Staat im Irak hat die internationale Gemeinschaft mehr aufgeschreckt als terroristische Anschläge und immer wieder berichtete Übergriffe auf ethnische und religiöse Minderheiten durch radikale Sunniten es zuvor getan hatten. Denjenigen, die Waffenlieferungen in die Region nicht unterstützen wollen, wird vorgeworfen, Völkermord hinzunehmen. Ein Blick auf die Interessenlage vor Ort und vorhandene gesellschaftliche Akteure zeigt, dass es auch Alternativen dazu geben kann. VON GEORG ADELMANN, STEPHAN BRÜES, UTE FINCKH-KRÄMER UND CHRISTINE SCHWEITZER.

Frieden im Nahen Osten?
Im Nahen Osten geht es seit Jahrzehnten darum, sich auf den langen Weg zu einem gemeinsamen Leben von Juden und Arabern zu begeben. Dazu gehört für die Palästinenser, dass sie anerkennen, dass der Staat Israel einmal da ist und man mit ihm leben muss. Dazu gehört für Israel der Blick zurück und die Anerkennung der eigenen Fehler und des selbst verübten Unrechts. VON HELMUT FALKENSTÖRFER

Genügen Feststellungen? Anmerkungen zum Text von Helmut Falkenstörfer. VON KLAUS ENGELHARDT