Menschen

 

 

2017 „Internationales Jahr des Nachhaltigen Tourismus“
Deutsche Reisende geben pro Jahr mehr als 13 Milliarden Euro in Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Dort vermindert der steigende Tourismus kaum die Armutsquote. Langfristig verstärkt sich bei zunehmendem Tourismus sogar die Einkommensungleichheit in den besuchten Ländern.

 

Perry Schmidt-Leukel: „‚Inquisition‘ ist keine ironische Erfindung von Scorsese“
Der neue Film „Silence“ von US-Regisseur Martin Scorsese über die Verfolgung von Christen durch japanische Buddhisten zeigt die historische Wirklichkeit „entgegen verbreiteter Vorstellungen vom immer friedlichen Buddhismus“, stellt Perry Schmidt-Leukel fest. Tausende Christen litten „unter ausgeklügelten Foltermethoden“, durch die die Inquisitionsbehörde den „öffentlichen Glaubensabfall“ erzwang. In kritischen Fragen der Missionierung bleibt Scorseses Film nach Einschätzung Schmidt-Leukels hinter seiner provokanteren Buchvorlage zurück.

 

Globalisierungskritische Jecken nehmen ros(t)ige Zukunft aufs Korn
Jecke Globalisierungskritiker der Kölner „Pappnasen Rotschwarz“ sind unter dem Motto „Wenn uns Pänz ihr Zokunf sinn – dat haut se aus de Söck!“ („Wenn unsere Kinder ihre Zukunft sehen – das haut sie aus den Socken!“) durch die Stadt gezogen. Mit Großpuppen, bunten Kostümen, der jecken Zeitschrift „Ponyhof – Für’n Arsch!“ und umgetexteten kölschen Liedern wiesen sie auf die wenig rosige Zukunft der kommenden Generation hin.

 
 

t04Ewige Suche
Freundlich, nett, kontaktfreudig, lieb, sogar sehr lustig, offen und unkompliziert. Wundere dich nicht, wenn du dich in deiner Bewerbung für ein WG-Zimmer selbst nur am eigenen Foto erkennst, vor allem wenn du in Freiburg auf der Suche bist.

 
 

t04So wird ein Schuh daraus
Ein genauer Blick auf die Beispiele, die Freud für seine These vom „Gegensinn der Urworte“ gibt, zeigt, dass diese These für die meisten Fälle nicht zutrifft. Sie wird aber plausibel, wenn man vom Gegensinn des Schrecklichen und des Faszinierenden im Wort für „Heilig“ in manchen Sprachen ausgeht.

 
 

t04Nachahmer des Oktoberfests in den USA: neue Studie über Festkultur und deutschamerikanische Ethnizität
Bayerische Migranten griffen in den USA seit den 1870er Jahren zahlreiche Rituale aus der heimischen Festkultur auf. So ließen sich auch Machtverhältnisse gegenüber Angloamerikanern und anderen Ethnien abstecken und Gemeinschaft unter den Deutschamerikanern erzeugen. Neben bayerischen Erkennungszeichen boten die Festzüge auch nationale deutsche Symbole wie die Germania oder Hermann den Cherusker.

Sowjetischer Jazz nach Stalins Tod: geächtet, geduldet, geliebt
Michel Abeßer vom Historischen Seminar der Universität Freiburg hat untersucht, wie sich die sowjetische Gesellschaft und Kulturpolitik während der Entstalinisierung nach 1953 und des Kalten Krieges veränderten. Die Nachwuchsgeneration des Parteiapparates beanspruchte den Jazz für sich, andere hatten sich bereits der aufkommenden Rockmusik verschrieben. Der antitotalitäre Mythos des Jazz scheint fraglich.

Ein Résumé
Nach drei Monaten kennt man sich auf Gran Canaria aus, ist eingelebt. Wir haben die Gewohnheiten der Deutschen auf der Insel kennengelernt. So ein bisschen soll alles so wie zuhause in Deutschland sein. Diese Halbjahresresidenten haben auch in Deutschland untereinander Kontakt, obgleich sie landesweit verstreut wohnen. DAS GRAN-CANARIA-TAGEBUCH VON HEIDEROSE GÄRTNER-SCHULTZ

Die hohe Kunst des Schreibens – Heilsames Schreiben
Menschen erkannten früh die heilsame Wirkung gestalteter Sprache. Anfangs waren es magische Sprüche, Totenanrufungen, Beschwörung von Dämonen, Krankheitsbann und Heilsegen, durch die das Unbenennbare benannt oder verfügbar gemacht werden sollte. VON HEIDEROSE GÄRTNER-SCHULTZ

Radio sonnengrau erhält eine Auszeichnung von der Bundeskanzlerin
Angehörige und Freunde depressiver Menschen wissen größtenteils nicht, wie sie mit der Erkrankung richtig umgehen sollen. Depressiv Erkrankte müssen also, neben ihrer Krankheit, gegen viele weitere Windmühlen kämpfen.

 
 
 

Museales Überleben im Reservat oder schöpferische Zerstörung?
Die kleinen Völker Äthiopiens zwischen Tradition und Aufbruch in die Moderne

 

Das Märchen vom süßen freien Tod
In einem Menschenbild, das sich primär auf die Würdigung von Ratio und Leistung konzentriert, ist der Weg kurz zu der Einschätzung, dass Krankheit würdelos macht und dieses Leben nicht mehr lebenswert ist. Leben im Angesicht des Todes kann sehr wertvoll sein; wenn wir dem Sterben Wertschätzung entgegen bringen, was sich in einer zugewandten Beziehung zeigt. VON RAINER LANG

Blicke hinter den Horizont
Interwiew zu Erlebnissen in Todesnähe. VON HEIDEROSE GÄRTNER-SCHULTZ

Überraschende Wendungen
Oft erzählte Geschichten können eine überraschende Wendung nehmen, wenn der Zuhörer in einen Dialog einsteigt und die Aufmerksamkeit auf Ressourcen und Kompetenzen fokussiert. Dieser Effekt lässt sich mit konkreten Beispielen aus der Telefonseelsorge beleuchten. VON HEINER SEIDLITZ

Weder Schwarz noch Weiß: Grau. Die gezielte Wahrnehmung von Grautönen erlaubt, sich von festgefahrenen Sichtweisen zu lösen. VON HEIDEROSE GÄRTNER-SCHULTZ

Wer bin ich?
Die paradoxe Erfahrung der Identität. VON WALTER SCHMIDT

Das »Wort«, das heilt: die Apophthegmata der Wüstenmönche
Die Wüstenmönche des Mittelalters trieben Seelsorge mit kurzen Sentenzen (Apophthegmata), die sie Ratsuchenden mit auf den Weg gaben. Ihre Apophthegmata erwuchsen aus der Begegnung zweier Menschen, deren Seelen ins Gespräch gekommen sind. VON HEIDEROSE GÄRTNER-SCHULTZ

Kompaktberatung: Ein Wort das heilt…
Die Aphophegmata der Wüstenväter, Sätze und Sprüche, die sie einem Menschen mitgaben und die ihm halfen, im Leben klar zu kommen, können als Wegweiser für eine neue zeitgemäße Beratungsform angesehen werden: die Kompaktberatung. Die Zuwendung der Mönche in einer in der Regel einmaligen Begegnung veränderte das Leben der Ratsuchenden. VON HEIDEROSE GÄRTNER-SCHULTZ