{"id":108,"date":"2019-04-25T17:12:28","date_gmt":"2019-04-25T15:12:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/?page_id=108"},"modified":"2020-09-06T14:11:26","modified_gmt":"2020-09-06T12:11:26","slug":"ein-jahr-bayer-monsanto-schwere-vorwuerfe","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/ein-jahr-bayer-monsanto-schwere-vorwuerfe\/","title":{"rendered":"Ein Jahr Bayer-Monsanto: schwere Vorw\u00fcrfe gegen die Gesch\u00e4ftspraktiken in der Agrarsparte des Bayer-Konzerns"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Bayer vertreibt in Brasilien heute 50 Prozent mehr Wirkstoffe, die in der EU verboten sind, als noch 2016. Ein Mitglied einer brasilianischen Kampagne gegen Agrargifte und f\u00fcr das Leben kommentiert: &#8222;Die Strategie von Agrarkonzernen wie Bayer ist immer dasselbe: Zuerst machen sie mit ihren Produkte Profite in den reichen L\u00e4ndern. Wenn diese die Produkte verbieten, ziehen sie in \u00e4rmere L\u00e4nder, wo die Konzernlobby mehr Einfluss auf die Aufsichtsbeh\u00f6rden aus\u00fcben kann.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2019\/04\/NU-BayerMonsantoEinJahr.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p><strong>(Aachen\/Berlin\/Bonn, 25. April 2019)<\/strong> \u2013 Die deutsche Bayer AG versucht mit allen Mitteln, den Verkauf hochgef\u00e4hrlicher Pestizide und gentechnisch ver\u00e4nderten Saatguts weltweit zu steigern und nimmt daf\u00fcr gezielt auf staatliche Beh\u00f6rden Einfluss. Das zeigt die neue Brosch\u00fcre <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"\u201eAdvancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz\u201c (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.misereor.de\/fileadmin\/publikationen\/publikation-advancing-together-ein-jahr-bayer-monsanto-eine-kritische-bilanz.pdf\" target=\"_blank\">\u201eAdvancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz\u201c<\/a>. Den Nachhaltigkeitsversprechen des Bayer-Konzerns stehen Fallbeispiele aus Argentinien, Brasilien, Indien und dem s\u00fcdlichen und \u00f6stlichen Afrika gegen\u00fcber. Diese zeigen, dass der neue Megakonzern Umwelt und Menschenrechte gef\u00e4hrdet und der Umsetzung der UN-Entwicklungsziele (SDGs) entgegenwirkt. Die entwicklungspolitischen Organisationen INKOTA und MISEREOR stellen die Brosch\u00fcre heute in Bonn vor. Dort findet morgen auch die Bayer-Hauptversammlung statt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/fileadmin\/publikationen\/publikation-advancing-together-ein-jahr-bayer-monsanto-eine-kritische-bilanz.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2019\/04\/advancing-together-ein-jahr-bayer-monsanto-eine-kritische-bilanz-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-105\" width=\"320\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Frappierend ist die Situation insbesondere in L\u00e4ndern des\nglobalen S\u00fcdens, so die AutorInnen. Die Sch\u00e4dlichkeit von Glyphosat und anderen\nPestiziden f\u00fcr Menschen und Umwelt w\u00fcrde nur minimal gepr\u00fcft. Entsprechend\nschwach seien die H\u00fcrden f\u00fcr die Zulassung von Pestiziden und die Regulierung von\nderen Anwendung. Alan Tygel von der brasilianischen Kampagne gegen Agrargifte\nund f\u00fcr das Leben kommentiert: \u201eDie Strategie von Agrarkonzernen wie Bayer ist\nimmer dasselbe: Zuerst machen sie mit ihren Produkte Profite in den reichen\nL\u00e4ndern. Wenn diese die Produkte verbieten, ziehen sie in \u00e4rmere L\u00e4nder, wo die\nKonzernlobby mehr Einfluss auf die Aufsichtsbeh\u00f6rden aus\u00fcben kann.\u201c Diese\nTaktik funktioniere: Bayer vertreibt in Brasilien heute 50 Prozent mehr\nWirkstoffe, die in der EU verboten sind, als noch 2016, so die AutorInnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das umstrittene Projekt WEMA (Water-efficient Maize for\nAfrica), urspr\u00fcnglich von Monsanto, wolle Bayer fortf\u00fchren. Im Rahmen der\nInitiative wird der angeblich d\u00fcrreresistente Monsanto-Genmais der Sorte\nMON87460 auf Testfeldern in Kenia, Mosambik, S\u00fcdafrika, Tansania und Uganda\nangebaut. Dazu sagt Lena Michelsen von INKOTA: \u201eMit der Weiterf\u00fchrung von WEMA\nignoriert Bayer nicht nur Regierungsbeschl\u00fcsse aus S\u00fcdafrika und Tansania,\nsondern auch die Kritik aus der Zivilgesellschaft an der weiteren Verbreitung\nvon gentechnisch ver\u00e4ndertem Mais.\u201c Monsantos Genmais weise in puncto\nD\u00fcrreresistenz kaum oder keine Vorteile gegen\u00fcber herk\u00f6mmlichem Mais auf, zudem\nh\u00e4ufen sich die Indizien von resistenten St\u00e4ngelbohrer-Motten in S\u00fcdafrika.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.misereor.de\/informieren\/hunger\/vielfalt\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: MISEREOR.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2019\/04\/Sarah-Schneider.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Sarah Schneider ist Referentin f\u00fcr Landwirtschaft und Ern\u00e4hrung bei <a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">MISEREOR<\/a>.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/misereor_logo.png\" alt=\"\" width=\"150\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p>Sarah Schneider vom Werk f\u00fcr Entwicklungszusammenarbeit\nMISEREOR erg\u00e4nzt: \u201eBayer ist bewusst, dass seine Pestizide in vielen F\u00e4llen\nohne die n\u00f6tigen Vorsichtsma\u00dfnahmen eingesetzt werden. Die sichere Anwendung\nist ein Mythos, insbesondere im globalen S\u00fcden. Das Risiko f\u00fcr die Gesundheit\nvon Millionen Bauern, B\u00e4uerinnen sowie Plantagenarbeitern und -arbeiterinnen\nh\u00e4lt Bayer jedoch nicht von der Vermarktung hochgiftiger Pestizide ab.\u201c Im\nGegenteil vermarkte das Unternehmen seine Pestizide zum Teil mit doppelten\nStandards. \u201eUm seine Profite zu steigern, nimmt Bayer\nMenschenrechtsverletzungen offensichtlich in Kauf und missachtet internationale\nVerhaltensregeln.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTrotz seiner Nachhaltigkeitsversprechen und Imagekampagnen h\u00e4lt Bayer an seinem Gesch\u00e4ftsmodell fest\u201c, sagt Lena Michelsen von INKOTA. \u201eBayer ist fest entschlossen, auch die von Monsanto \u00fcbernommenen Produkte \u2013 wie das umstrittene Glyphosat \u2013 zu verteidigen. Auch wenn der Firmenname Monsanto verschwinden soll, werden die bereits fr\u00fcher kritisierten Gesch\u00e4ftspraktiken des US-Konzerns unter dem Label von Bayer \u2011 dem nun gr\u00f6\u00dften Agrarkonzern der Welt mit Sitz in Deutschland \u2011 weitergef\u00fchrt.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.misereor.de\/fileadmin\/publikationen\/publikation-advancing-together-ein-jahr-bayer-monsanto-eine-kritische-bilanz.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\" \" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2019\/04\/advancing-together-ein-jahr-bayer-monsanto-eine-kritische-bilanz-T.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">&#8222;Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz&#8220; steht <a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/fileadmin\/publikationen\/publikation-advancing-together-ein-jahr-bayer-monsanto-eine-kritische-bilanz.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF<\/a> bereit.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bayer vertreibt in Brasilien heute 50 Prozent mehr Wirkstoffe, die in der EU verboten sind, als noch 2016. Ein Mitglied einer brasilianischen Kampagne gegen Agrargifte und f\u00fcr das Leben kommentiert: &#8222;Die Strategie von Agrarkonzernen wie Bayer ist immer dasselbe: Zuerst machen sie mit ihren Produkte Profite in den reichen L\u00e4ndern. Wenn diese die Produkte verbieten, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/ein-jahr-bayer-monsanto-schwere-vorwuerfe\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eEin Jahr Bayer-Monsanto: schwere Vorw\u00fcrfe gegen die Gesch\u00e4ftspraktiken in der Agrarsparte des Bayer-Konzerns\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":69,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-108","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/108","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=108"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/108\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":364,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/108\/revisions\/364"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=108"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}