{"id":19,"date":"2018-05-20T01:08:03","date_gmt":"2018-05-19T23:08:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/?page_id=19"},"modified":"2020-09-06T14:48:18","modified_gmt":"2020-09-06T12:48:18","slug":"bauern-und-baeuerinnen-weltweit-durch-foerderung-der-agrarindustrie-diskriminiert","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/bauern-und-baeuerinnen-weltweit-durch-foerderung-der-agrarindustrie-diskriminiert\/","title":{"rendered":"Bauern und B\u00e4uerinnen weltweit durch F\u00f6rderung der Agrarindustrie diskriminiert"},"content":{"rendered":"<p><em>Viele der zwei Milliarden Kleinbauern und Kleinb\u00e4uerinnen weltweit sowie andere Menschen, die in l\u00e4ndlichen Regionen arbeiten, sind in zunehmendem Ma\u00dfe Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. In Deutschland und Europa werden Bauern und B\u00e4uerinnen durch eine Landpolitik diskriminiert, die nicht zuletzt in Form von Subventionen einseitig die Agrarindustrie f\u00f6rdert. Daran erinnert ein zivilgesellschaftliches B\u00fcndnis aus Bauernorganisationen, entwicklungspolitischen und Menschenrechtsorganisationen.<\/em><\/p>\n<hr>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: J\u00f6rg Winter, Karlsruhe.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/JW-Bauern-Agrarindustrie.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\"><\/p>\n<hr>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong>(Aachen, Bad Honnef-Rh\u00f6ndorf, Berlin, Hamm, K\u00f6ln, 9. April 2018)<\/strong> Die deutsche Bundesregierung hat die gro\u00dfe Chance, die Rechte von Bauern und B\u00e4uerinnen weltweit zu st\u00e4rken. Das betont ein zivilgesellschaftliches B\u00fcndnis aus Bauernorganisationen, entwicklungspolitischen und Menschenrechtsorganisationen anl\u00e4sslich der voraussichtlich letzten Verhandlungsrunde des UN-Menschenrechtsrats zur Erkl\u00e4rung der Rechte von Kleinbauern und Kleinb\u00e4uerinnen vom 9. bis 13. April 2018 in Genf. Damit die Menschenrechte l\u00e4ndlicher Bev\u00f6lkerungsgruppen weltweit umfassender gesch\u00fctzt werden k\u00f6nnen, m\u00fcsse die Bundesregierung der Erkl\u00e4rung dringend zustimmen, fordern die beteiligten Organisationen.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-22 size-full\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/NetzwerkT.jpg\" alt=\"\" width=\"583\" height=\"255\"><\/p>\n<p>Viele der zwei Milliarden Kleinbauern und Kleinb\u00e4uerinnen weltweit sowie andere Menschen, die in l\u00e4ndlichen Regionen arbeiten, sind nach Angaben des B\u00fcndnisses in zunehmendem Ma\u00dfe Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Die Erkl\u00e4rung der Vereinten Nationen sei ein wichtiges Instrument, um dem einen Riegel vorzuschieben. \u201eDeutschland und die EU betonen gerne, dass sie nachhaltig zur Bek\u00e4mpfung von Armut und Hunger beitragen wollen\u201c, erinnert Andrea M\u00fcller-Frank von Brot f\u00fcr die Welt. \u201eJetzt k\u00f6nnen sie zeigen, wie ernst sie es meinen.\u201c Global betrachtet sei die l\u00e4ndliche Bev\u00f6lkerung \u00fcberdurchschnittlich von Hunger und Armut betroffen. Wenn die Bundesregierung das \u00e4ndern wolle, m\u00fcsse sie die in der UN-Erkl\u00e4rung zur Diskussion stehenden Rechte anerkennen und umsetzen.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/blog.misereor.de\/2017\/02\/15\/nahrungsmittelspekulationen-mit-essen-spielt-man-nicht\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/Alessa-Heuser-300x170.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td>\n<td width=\"75%\">Alessa Heuser ist Agrarreferentin des <a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bisch\u00f6flichen Hilfswerkes MISEREOR<\/a>.<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/misereor_logo.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<p><strong>Ausbeutung und Vertreibung <\/strong><\/p>\n<p>Insbesondere im globalen S\u00fcden w\u00fcrden den in der Landwirtschaft t\u00e4tigen Menschen in wachsendem Umfang wichtige Lebensgrundlagen entzogen. \u201eDie Ausbeutung und Privatisierung nat\u00fcrlicher Ressourcen wie Land, Wasser und Saatgut geht einher mit gewaltsamen Vertreibungen und der Versch\u00e4rfung des Hungers. Die UN-Erkl\u00e4rung ist dringend n\u00f6tig, um l\u00e4ndliche Bev\u00f6lkerungsgruppen vor den sch\u00e4dlichen Auswirkungen von Agrarinvestitionen und internationalen Handelsabkommen zu sch\u00fctzen\u201c, sagt Jan Urhahn vom entwicklungspolitischen INKOTA-netzwerk.<\/p>\n<p><strong>Viele Menschen werden eingesch\u00fcchtert<\/strong><\/p>\n<p>Au\u00dferdem versch\u00e4rfe sich die Menschenrechtslage l\u00e4ndlicher Bev\u00f6lkerungsgruppen immer weiter. Das h\u00e4tten bisherige Regelungen zur Sicherung von Menschenrechten nicht verhindert. \u201eDie UN-Erkl\u00e4rung erg\u00e4nzt bereits existierende Menschenrechte so, dass sie angemessen auf die spezifischen Bed\u00fcrfnisse und Lebenssituationen l\u00e4ndlicher Bev\u00f6lkerungsgruppen ausgerichtet sind\u201c, erl\u00e4utert Gertrud Falk von der Menschenrechtsorganisation FIAN. \u201eIn vielen L\u00e4ndern werden Menschen, die sich f\u00fcr die Menschenrechte einsetzen, eingesch\u00fcchtert oder gar ermordet\u201c, erkl\u00e4rt Alessa Heuser von MISEREOR. \u201eIhre Kriminalisierung muss endlich gestoppt und ihre Arbeit st\u00e4rker als bisher unterst\u00fctzt werden.\u201c<\/p>\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/Positionspapier_Baeuerliche_Rechte_staerken.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\" \" class=\"aligncenter wp-image-313\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/Positionspapier_Baeuerliche_Rechte_staerken-T-232x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td>\n<td width=\"75%\">Das zivilgesellschaftliche Positionspapier &#8222;B\u00e4uerliche Rechte st\u00e4rken \u2013 weltweite Diskriminierungen stoppen!&#8220; l\u00e4sst sich <a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/Positionspapier_Baeuerliche_Rechte_staerken.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00fcber diesen Link<\/a> als PDF laden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<p>\u201eDar\u00fcber hinaus werden auch in Deutschland und Europa Bauern und B\u00e4uerinnen durch eine Landpolitik diskriminiert, die nicht zuletzt in Form von Subventionen einseitig die Agrarindustrie f\u00f6rdert\u201c, kritisiert Paula Gioia, B\u00e4uerin und Vertreterin der Arbeitsgemeinschaft b\u00e4uerliche Landwirtschaft (AbL) und der Europ\u00e4ischen Koordination Via Campesina (ECVC). \u201eDem Sterben b\u00e4uerlicher H\u00f6fe und der zunehmenden Landflucht muss endlich ein Riegel vorgeschoben werden. Daf\u00fcr braucht es ein Menschenrechtsinstrument, das die Stellung der l\u00e4ndlichen Bev\u00f6lkerung in Gesellschaft, Politik und Wirtschaft wirklich st\u00e4rkt.\u201c<\/p>\n<p>Seit 2012 arbeitet eine Arbeitsgruppe des Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen an der Erkl\u00e4rung f\u00fcr die Rechte von Kleinbauern und -b\u00e4uerinnen und anderen Menschen, die in l\u00e4ndlichen Regionen arbeiten.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/A_HRC_WG.15_5_2.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\" \" class=\"aligncenter wp-image-313\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/A_HRC_WGT-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td>\n<td width=\"75%\">Der aktuelle Entwurf der UN-Erkl\u00e4rung l\u00e4sst sich <a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/05\/A_HRC_WG.15_5_2.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00fcber diesen Link<\/a> als PDF laden.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele der zwei Milliarden Kleinbauern und Kleinb\u00e4uerinnen weltweit sowie andere Menschen, die in l\u00e4ndlichen Regionen arbeiten, sind in zunehmendem Ma\u00dfe Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. In Deutschland und Europa werden Bauern und B\u00e4uerinnen durch eine Landpolitik diskriminiert, die nicht zuletzt in Form von Subventionen einseitig die Agrarindustrie f\u00f6rdert. Daran erinnert ein zivilgesellschaftliches B\u00fcndnis aus Bauernorganisationen, entwicklungspolitischen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/bauern-und-baeuerinnen-weltweit-durch-foerderung-der-agrarindustrie-diskriminiert\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eBauern und B\u00e4uerinnen weltweit durch F\u00f6rderung der Agrarindustrie diskriminiert\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":78,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-19","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/19","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=19"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/19\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":383,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/19\/revisions\/383"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=19"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}