{"id":729,"date":"2024-01-19T17:58:50","date_gmt":"2024-01-19T16:58:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/?page_id=729"},"modified":"2024-01-19T17:58:51","modified_gmt":"2024-01-19T16:58:51","slug":"gegen-den-hunger-in-der-welt-und-die-klimakrise-ist-eine-andere-landwirtschaft-noetig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/gegen-den-hunger-in-der-welt-und-die-klimakrise-ist-eine-andere-landwirtschaft-noetig\/","title":{"rendered":"Gegen den Hunger in der Welt und die Klimakrise ist eine andere Landwirtschaft n\u00f6tig"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die industrialisierte Landwirtschaft hat es offenkundig nicht geschafft, den Hunger zu besiegen \u2013 derzeit hungern weltweit etwa 800 Millionen Menschen \u2013, und sie versch\u00e4rft weiter die Klimakrise. Dagegen fordert Brot f\u00fcr die Welt mehr Vielfalt in der Landwirtschaft und eine St\u00e4rkung der Rechte von kleinen und mittleren Betrieben statt weiterhin auf Gro\u00dfbetriebe und Monokulturen zu setzen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2024\/01\/240119-NU-brot.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-727\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 17. Januar 2024)<\/strong> Brot f\u00fcr die Welt ruft zur \u201eWir haben es satt\u201c-Demonstration am 20. Januar 2024 auf. \u201eIn der n\u00f6tigen Debatte \u00fcber eine Agrarwende muss der Hunger in der Welt viel st\u00e4rker in den Blick genommen werden, statt nur auf Deutschland zu schauen\u201c, sagt Stig Tanzmann, Landwirtschaftsexperte bei Brot f\u00fcr die Welt. \u201eWir stehen seit \u00fcber zehn Jahren an der Seite jener B\u00e4uerinnen und Bauern, die f\u00fcr eine andere Landwirtschaftspolitik einstehen. Eine Landwirtschaftspolitik, die die Klimakrise nicht weiter befeuert, dem H\u00f6fe- und Artensterben nicht tatenlos zusieht und den Blick auf Millionen Hungernde in der Welt nicht verliert. Die deutsche und internationale Agrarpolitik ist seit Jahrzehnten auf dem falschen Weg\u201c, so Tanzmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Brot f\u00fcr die Welt erwartet vom \u201eGlobal Forum for Food and Agriculture\u201c (GFFA), dem gr\u00f6\u00dften internationalen Agrarminister:innen-Treffen, das vom 18. Januar an in Berlin stattfindet, ein klares Bekenntnis zum Menschenrecht auf Nahrung und einen st\u00e4rkeren Fokus auf agrar\u00f6kologische Ans\u00e4tze. Nur so kann der Hunger in der Welt nachhaltig bek\u00e4mpft werden, ohne die Klimakrise weiter zu versch\u00e4rfen. \u201eUnsere Partnerorganisationen zeigen seit vielen Jahren \u00fcberall auf der Welt, wie erfolgreich Agrar\u00f6kologie sein kann: Moderne wissenschaftliche Erkenntnisse verbinden sich mit traditionellem Wissen. Im Ergebnis steigen die Ertr\u00e4ge und die Natur wird weniger belastet\u201c, sagt Tanzmann.<\/p>\n\n\n\n<p>Die industrialisierte Landwirtschaft hat es offenkundig nicht geschafft, den Hunger zu besiegen. Derzeit hungern weltweit etwa 800 Millionen Menschen. \u201eDer Fokus auf Gro\u00dfbetriebe, Monokulturen und wenig Vielfalt auf den \u00c4ckern hat uns in die aktuelle Situation gebracht. Es braucht endlich ein Umdenken \u2013 hierzulande und weltweit\u201c, sagt Tanzmann. Wie das gelingen kann, zeigt etwa das Beispiel Brasilien: Der \u201eBrasilianische Ern\u00e4hrungsrat\u201c ist das inklusivste und demokratischste Forum seiner Art: Kleinb\u00e4uerinnen und Kleinbauern, Zivilgesellschaft und Politik beraten gemeinsam dar\u00fcber, wie das Recht auf Nahrung f\u00fcr alle Menschen erreicht werden kann. Die brasilianische Politik ist etwa der Empfehlung des Ern\u00e4hrungsrats gefolgt und hat beschlossen, das Schulessen lokal und agrar\u00f6kologisch zu beschaffen. Davon profitieren die Kinder und auch kleine Betriebe, die nun neue lukrative Absatzm\u00e4rkte bekommen haben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir hoffen, dass sich die Bundesregierung als Gastgeber des GFFA das Beispiel Brasiliens zu eigen macht und eine weltweite Agrarwende anschieben kann. Daher begr\u00fc\u00dfen wir es sehr, dass die Pr\u00e4sidentin des brasilianischen Ern\u00e4hrungsrats, Elisabetta Recine, am GFFA teilnehmen wird\u201c, sagt Tanzmann. \u201eWir brauchen mehr Vielfalt in der Landwirtschaft und eine St\u00e4rkung der Rechte von kleinen und mittleren Betrieben statt weiterhin auf Gro\u00dfbetriebe und Monokulturen zu setzen. Dann k\u00f6nnen wir dem UN-Nachhaltigkeitsziel, den Hunger in der Welt bis 2030 zu besiegen, endlich einen Schritt n\u00e4herkommen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.brot-fuer-die-welt.de\/ueber-uns\/personen\/stig-tanzmann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"566\" height=\"496\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2024\/01\/Stig-Tanzmann-Brot-fuer-die-Welt.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-728\" title=\"Foto: Brot f\u00fcr die Welt\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.brot-fuer-die-welt.de\/ueber-uns\/personen\/stig-tanzmann\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.brot-fuer-die-welt.de\/ueber-uns\/personen\/stig-tanzmann\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Stig Tanzmann<\/a> ist Referent f\u00fcr Landwirtschaft bei <a href=\"https:\/\/www.brot-fuer-die-welt.de\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.brot-fuer-die-welt.de\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Brot f\u00fcr die Welt<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.brot-fuer-die-welt.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"258\" height=\"132\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/10\/BrotFuerDieWeltLogo.gif\" alt=\"\" class=\"wp-image-60\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die industrialisierte Landwirtschaft hat es offenkundig nicht geschafft, den Hunger zu besiegen \u2013 derzeit hungern weltweit etwa 800 Millionen Menschen \u2013, und sie versch\u00e4rft weiter die Klimakrise. 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