{"id":733,"date":"2024-02-26T16:14:24","date_gmt":"2024-02-26T15:14:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/?page_id=733"},"modified":"2024-02-26T16:52:05","modified_gmt":"2024-02-26T15:52:05","slug":"verbaende-warnen-vor-scheitern-des-kinderlebensmittel-werbegesetzes","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/verbaende-warnen-vor-scheitern-des-kinderlebensmittel-werbegesetzes\/","title":{"rendered":"Verb\u00e4nde warnen vor Scheitern des Kinderlebensmittel-Werbegesetzes"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Ern\u00e4hrungsbedingte Krankheiten sind ein zentraler Treiber der Krankheitslast in Deutschland \u2013 wirksame Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der gesunden Ern\u00e4hrung sind also essentiell, um die sozialen Sicherungssysteme zu entlasten. Die omnipr\u00e4sente Werbung f\u00fcr Zuckerbomben und fettige Snacks hat fatale gesundheitliche Folgen: Eltern m\u00fcssen tagt\u00e4glich gegen eine Milliardenindustrie ank\u00e4mpfen, die ihre Kinder mit perfiden Marketingtricks lockt. Verb\u00e4nde fordern: Bundeskanzler Olaf Scholz darf nicht l\u00e4nger tatenlos zuschauen, wie die FDP wirksame Werbeschranken zum Gesundheitsschutz der Kinder blockiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2024\/02\/240226-NU-foodwatch.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-732\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 26. Februar 2024)<\/strong> Gesundheits- und Verbraucherverb\u00e4nde beklagen <a href=\"https:\/\/www.bmel.de\/SharedDocs\/FAQs\/DE\/faq-lebensmittelwerbung-kinder\/faq-lebensmittelwerbung-kinder_List.html\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.bmel.de\/SharedDocs\/FAQs\/DE\/faq-lebensmittelwerbung-kinder\/faq-lebensmittelwerbung-kinder_List.html\" rel=\"noreferrer noopener\">politischen Stillstand beim Kinderschutz in der Lebensmittelwerbung<\/a>. Die Ampel-Koalition m\u00fcsse den Auftrag aus dem Koalitionsvertrag endlich umsetzen und das von Bundesern\u00e4hrungsminister Cem \u00d6zdemir geplante Gesetz zur Beschr\u00e4nkung der Werbung f\u00fcr ungesunde Lebensmittel auf den Weg bringen, erkl\u00e4rten der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv), der AOK-Bundesverband, das Wissenschaftsb\u00fcndnis Deutsche Allianz Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (DANK) und die Verbraucherorganisation foodwatch. Das Vorhaben d\u00fcrfe nicht am Widerstand der Lebensmittel- und Werbewirtschaft scheitern. <a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-mehr-als-60-organisationen-appellieren-an-fdp-parteichef-christian-lindner-fuer-schutz-von-kindern\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/werbeschranken-fuer-ungesunde-lebensmittel-mehr-als-60-organisationen-appellieren-an-fdp-parteichef-christian-lindner-fuer-schutz-von-kindern\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Effektive Regelungen zum Schutz der Kinder vor Werbung f\u00fcr Lebensmittel mit viel Zucker, Fett und Salz seien \u00fcberf\u00e4llig, so die Organisationen<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin breites B\u00fcndnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen und Wissenschaft setzt sich seit geraumer Zeit f\u00fcr mehr Kinderschutz und eine klare Werberegulierung ein. Die Mehrheit der Verbraucher:innen bef\u00fcrwortet Werbeschranken, um die Gesundheit von Kindern zu sch\u00fctzen. Auch die Faktenlage ist bestechend: Werberegulierung wirkt. Vorschl\u00e4ge, wie eine solche Regulierung umgesetzt werden kann, liegen inzwischen seit \u00fcber einem Jahr auf dem Tisch. Nun muss die Politik ins Handeln kommen. Der Bundeskanzler muss sich daf\u00fcr stark machen, eine Einigung unter den Koalitionspartnern zu erzielen\u201c, so Ramona Pop, Vorst\u00e4ndin des Verbraucherzentrale Bundesverbands.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie wissenschaftliche Grundlage f\u00fcr die Notwendigkeit einer Regulierung ist unbestreitbar. Forschungsergebnisse zeigen eindeutig, dass Werbung wirkt, sie steigert das Kauf- und Konsumverhalten und f\u00f6rdert Pr\u00e4ferenzen von Kindern. Jetzt liegt es an den politischen Akteur:innen, die wissenschaftsbasierten zielf\u00fchrenden Vorschl\u00e4ge aus dem Bundesern\u00e4hrungsministerium in ein Gesetz zu gie\u00dfen, damit die Kindergesundheit nicht zwischen den Interessen der Industrie weiter zerrieben wird. Es wird Zeit, dass das Vorhaben im Bundeskanzleramt endlich zur Chefsache wird und Olaf Scholz den kr\u00e4ftezehrenden Stillstand endlich beendet\u201c, sagt Barbara Bitzer, Sprecherin der Deutschen Allianz Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (DANK) und DDG Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEnergydrinks auf TikTok und Instagram, Haribo-Werbung im Fernsehen, McDonald\u2019s-Plakate vor Schulen: Eltern m\u00fcssen tagt\u00e4glich gegen eine Milliardenindustrie ank\u00e4mpfen, die ihre Kinder mit perfiden Marketingtricks lockt. Die omnipr\u00e4sente Werbung f\u00fcr Zuckerbomben und fettige Snacks hat fatale gesundheitliche Folgen. Bundeskanzler Olaf Scholz darf nicht l\u00e4nger tatenlos zuschauen, wie die FDP wirksame Werbeschranken zum Gesundheitsschutz der Kinder blockiert. Der Kanzler muss den Ampelzwist beenden und die Gesundheit der Kinder durch ein starkes Gesetz sch\u00fctzen\u201c, erkl\u00e4rt Chris Methmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von foodwatch.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eErn\u00e4hrungsbedingte Krankheiten sind ein zentraler Treiber der Krankheitslast in Deutschland. Wirksame Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der gesunden Ern\u00e4hrung sind essentiell, um die sozialen Sicherungssysteme zu entlasten. Nat\u00fcrlich wird keine Einzelma\u00dfnahme die ern\u00e4hrungsbedingten Erkrankungen in Luft aufl\u00f6sen. Doch effektive Regeln zum Kinderschutz vor Werbung f\u00fcr Ungesundes sind ein wichtiger Baustein im Instrumenten-Mix, dar\u00fcber sind sich Fachorganisationen einig. Die Ampel-Koalition sollte sich durchringen und das Kinderlebensmittel-Werbegesetz endlich auf den Weg bringen\u201c, betont Dr. Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber die Organisationen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Deutsche Allianz Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten (DANK) ist ein Wissenschaftsb\u00fcndnis aus 22 medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Verb\u00e4nden und Forschungseinrichtungen, das sich f\u00fcr Ma\u00dfnahmen der Verh\u00e4ltnispr\u00e4vention zur Verhinderung von Krankheiten wie Adipositas, Diabetes, Krebs und Herz-Kreislaufkrankheiten einsetzt. www.dank-allianz.de<\/li>\n\n\n\n<li>Seit 140 Jahren steht die AOK f\u00fcr Sicherheit und umfassende medizinische Versorgung im Krankheitsfall. Die AOK-Gemeinschaft versichert mehr als 27 Millionen Menschen. Mit einem Versichertenanteil von etwa 50 Prozent unter den Pflegebed\u00fcrftigen bildet sie zugleich die gr\u00f6\u00dfte Pflegekasse Deutschlands. Der AOK-Bundesverband ist eine Gesellschaft b\u00fcrgerlichen Rechts (GbR) und vertritt als politische Dachorganisation die Interessen der AOK-Gemeinschaft.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) b\u00fcndelt als Dachverband die Expertise von 16 Verbraucherzentralen und mehr als 30 verbraucherpolitischen Verb\u00e4nden \u2013 darunter \u00fcber 2.000 Organisationen und sieben Millionen Einzelmitglieder \u2013 f\u00fcr einen starken Schutz der Verbraucher:innen in Deutschland. Der vzbv setzt sich f\u00fcr umfassende Verbraucherrechte, faire M\u00e4rkte sowie unbedenkliche Produkte und Dienstleistungen ein.<\/li>\n\n\n\n<li>foodwatch entlarvt verbraucherfeindliche Praktiken der Lebensmittelindustrie und k\u00e4mpft f\u00fcr das Recht der Verbraucherinnen und Verbraucher auf qualitativ gute, gesundheitlich unbedenkliche und ehrliche Lebensmittel. foodwatch ist ein gemeinn\u00fctziger Verein; ist unabh\u00e4ngig von Staat und Lebensmittelwirtschaft und finanziert sich aus F\u00f6rderbeitr\u00e4gen und Spenden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/ueber-uns\/team\/dr-chris-methmann\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"800\" height=\"544\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2022\/10\/Chris_Methmann_foodwatch-Sabrina-Weniger-800.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-626\" title=\"Foto: foodwatch\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Chris Methmann ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/startseite\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/startseite\" rel=\"noreferrer noopener\">foodwatch<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/startseite\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"311\" height=\"162\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2019\/09\/foodwatch-logo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-154\" style=\"width:262px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ern\u00e4hrungsbedingte Krankheiten sind ein zentraler Treiber der Krankheitslast in Deutschland \u2013 wirksame Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung der gesunden Ern\u00e4hrung sind also essentiell, um die sozialen Sicherungssysteme zu entlasten. Die omnipr\u00e4sente Werbung f\u00fcr Zuckerbomben und fettige Snacks hat fatale gesundheitliche Folgen: Eltern m\u00fcssen tagt\u00e4glich gegen eine Milliardenindustrie ank\u00e4mpfen, die ihre Kinder mit perfiden Marketingtricks lockt. 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