{"id":778,"date":"2024-10-08T17:15:04","date_gmt":"2024-10-08T15:15:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/?page_id=778"},"modified":"2024-10-08T17:15:05","modified_gmt":"2024-10-08T15:15:05","slug":"ernaehrungsarmut-weltweit-dramatisch-hoch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/ernaehrungsarmut-weltweit-dramatisch-hoch\/","title":{"rendered":"Ern\u00e4hrungsarmut weltweit dramatisch hoch"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Weltweit fehlt 3,1 Milliarden Menschen das Geld f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung, zusammengerechnet insgesamt 2,59 Billionen US-Dollar. Bei einer globalen Wirtschaftsleistung von 139 Billionen US-Dollar entspricht diese L\u00fccke lediglich 1,86 Prozent der globalen Einkommen. Misereor fordert vor diesem Hintergrund, den globalen Reichtum einzusetzen, um Armut zu reduzieren und durch Hunger und Mangelern\u00e4hrung verursachtes Leid zu beenden: &#8222;Die deutsche Bundesregierung sollte sich bei den Vereinten Nationen f\u00fcr den Abschluss eines globalen Steuerabkommens und ein geordnetes Entschuldungsverfahren f\u00fcr hoch verschuldete L\u00e4nder einsetzen.&#8220;<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2024\/10\/241008-NU-Misereor.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-773\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>(Aachen, Berlin, G\u00f6ttingen, 1. Oktober 2024)<\/strong> Weltweit fehlen Menschen 2,59 Billionen US-Dollar, um sich gesund ern\u00e4hren k\u00f6nnen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Misereor und Wissenschaftlern der Georg-August-Universit\u00e4t G\u00f6ttingen zur \u201eArmutsl\u00fccke Weltern\u00e4hrung\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eTrotz einer wachsenden Weltwirtschaft ist die Ern\u00e4hrungsarmut dramatisch hoch\u201c, ordnet Lutz Depenbusch, Entwicklungs\u00f6konom und Ern\u00e4hrungsexperte bei Misereor, die Ergebnisse der Studie ein. 3,1 Milliarden Menschen fehle das Geld f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung, zusammengerechnet insgesamt 2,59 Billionen US-Dollar. \u201eBei einer globalen Wirtschaftsleistung von 139 Billionen US-Dollar entspricht diese L\u00fccke lediglich 1,86 Prozent der globalen Einkommen, trennt aber zwei von f\u00fcnf Menschen von einer gesunden Ern\u00e4hrung\u201c, erkl\u00e4rt Jonas Stehl, Entwicklungs\u00f6konom an der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen. Wie gro\u00df die Ungleichheit ist, zeigt sich auch im Jahresvergleich: W\u00e4hrend die durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen bereits 2021 das Vor-Corona-Niveau \u00fcberschritten hatten, bleibt die globale Armutsl\u00fccke auch 2022 auf Niveau des Krisenjahres 2020. \u201eNachdem Menschen in Armut besonders stark von den Krisen der vergangenen Jahre betroffen waren, bleibt ihnen nun ein gerechter Anteil am wieder wachsenden Wohlstand verwehrt\u201c, so Lutz Depenbusch. Besonders kritisch sei die Situation in Subsahara-Afrika. Hier wachse die Armutsl\u00fccke durchgehend seit 2019. Depenbusch warnt: \u201cOhne eine rasche Trendumkehr wird es immer schwieriger, den R\u00fcckstand im Kampf gegen Mangelern\u00e4hrung in der Region aufzuholen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zivilgesellschaft st\u00e4rken und Armut reduzieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Misereor fordert vor diesem Hintergrund, den globalen Reichtum einzusetzen, um Armut zu reduzieren und durch Hunger und Mangelern\u00e4hrung verursachtes Leid zu beenden. \u201eDie deutsche Bundesregierung sollte sich bei den Vereinten Nationen f\u00fcr den Abschluss eines globalen Steuerabkommens und ein geordnetes Entschuldungsverfahren f\u00fcr hoch verschuldete L\u00e4nder einsetzen\u201c, fordert der Misereor-Ern\u00e4hrungsexperte. \u201eLokale zivilgesellschaftliche Akteure, die sich bei ihren Regierungen f\u00fcr Menschen in Armut und Ern\u00e4hrungssicherung einsetzen, brauchen verl\u00e4ssliche Unterst\u00fctzung.\u201c Angesicht der anhaltenden Krisenlage seien K\u00fcrzungen bei der internationalen Zusammenarbeit daher nicht vertretbar. \u201eDas Einkommen, das Menschen weltweit fehlt, entspricht weniger als zwei Prozent der Wirtschaftsleistung. Es ist genug f\u00fcr alle da. Jetzt muss es auch dort ankommen, wo es am dringendsten gebraucht wird,\u201c so Depenbusch.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konkrete Vorschl\u00e4ge zur Beendigung der Ern\u00e4hrungsarmut<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Regierungen und die internationale Gemeinschaft haben die Verantwortung, das Unrecht der Ern\u00e4hrungsarmut zu beenden, formuliert die Studie zur \u201eArmutsl\u00fccke Weltern\u00e4hrung\u201c. Die deutsche Bundesregierung sollte folgende Ma\u00dfnahmen international unterst\u00fctzen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Soziale Sicherungssysteme und andere Ma\u00dfnahmen zur Armutsbek\u00e4mpfung m\u00fcssen ausgebaut und ihre Finanzierung gesichert werden<\/strong><br>Die \u00f6ffentliche Finanzierung der Sozialsysteme durch progressive Steuersysteme sollte gest\u00e4rkt werden. Steuerflucht und der sch\u00e4dliche Steuerwettbewerb zwischen L\u00e4ndern d\u00fcrfen dieses Ziel nicht unterlaufen. Die Bundesregierung sollte daher die Verhandlungen der Vereinten Nationen \u00fcber eine Rahmenkonvention zur internationalen Zusammenarbeit in Steuerfragen aktiv unterst\u00fctzen. Schuldendienstzahlungen d\u00fcrfen nicht die Finanzierung von Armutsbek\u00e4mpfung und Klimaschutz gef\u00e4hrden. Ein internationales Staateninsolvenzverfahren zur L\u00f6sung der globalen Schuldenkrise ist notwendig. Hocheinkommensl\u00e4nder m\u00fcssen ihrer Verpflichtung nachkommen, mindestens 0,7 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in die Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) k\u00f6nnen nur in einer gemeinsamen Anstrengung erreicht werden.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Ern\u00e4hrungssysteme m\u00fcssen transformiert werden, um Krisen zu verhindern<\/strong><br>Der internationale Lebensmittelhandel sollte st\u00e4rker reguliert und die Marktmacht gro\u00dfer Unternehmen reduziert werden. Dazu geh\u00f6ren kartellrechtliche Ma\u00dfnahmen und eine st\u00e4rkere Regulierung der Lebensmittelspekulation. \u00d6ffentliche Lager f\u00fcr Lebensmittel sollten ausgebaut und international koordiniert werden, um Preisextreme zu vermeiden. Ern\u00e4hrung sollte nicht von den Importen weniger L\u00e4nder und Firmen abh\u00e4ngen. Basierend auf agrar\u00f6kologischen Prinzipien sollte die lokale Nahrungsproduktion gesteigert und die Abh\u00e4ngigkeit von importierten Betriebsmitteln verringert werden.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Die Studie erinnert daran, dass bereits 2016 der Ausschuss f\u00fcr Weltern\u00e4hrungssicherheit (CFS) Empfehlungen zur Anbindung von Kleinproduzent*innen an M\u00e4rkte verabschiedet hat. 116 L\u00e4nder haben die Empfehlungen angenommen, darunter auch Deutschland. Es sei an der Zeit, sie konsequent umzusetzen. Regierungen sollten in Zusammenarbeit mit allen relevanten Akteur*innen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gesetze zur F\u00f6rderung von M\u00e4rkten f\u00fcr Kleinproduzent*innen und \u00e4rmere Konsument*innen ausreichend budgetieren und die zust\u00e4ndigen Regierungsebenen st\u00e4rken, damit sie umgesetzt werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Verantwortungsvolle \u00f6ffentliche und private Investitionen f\u00f6rdern, die die lokale Bev\u00f6lkerung beteiligen und st\u00e4rken. Dazu geh\u00f6ren Investitionen in die Marktinfrastruktur, die Lagerung von Lebensmitteln und die lokale Verarbeitung. Investitionen sollten lokale Wertsch\u00f6pfungsketten st\u00e4rken, Preise stabilisieren und M\u00e4rkte miteinander vernetzen, statt lange Lieferketten einiger weniger Firmen zu beg\u00fcnstigen.<\/li>\n\n\n\n<li>Direkte Verbindungen zwischen Kleinproduzent*innen und Bewohner*innen \u00e4rmerer Stadtgebiete st\u00e4rken. Bestehende Strukturen wie lokale Lebensmittelm\u00e4rkte und Solidarit\u00e4tsk\u00fcchen sollten unterst\u00fctzt werden. Digitale Plattformen haben ein hohes Potenzial, solange sie die Verhandlungsmacht von Kleinproduzent*innen und Verbraucher*innen st\u00fctzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Kleinproduzent*innen vor unlauteren Handelspraktiken sch\u00fctzen.<\/li>\n\n\n\n<li>Frauen in der Landwirtschaft gezielt st\u00e4rken, etwa durch Bildungsma\u00dfnahmen, F\u00f6rderung der \u00f6ffentlichen Meinungs\u00e4u\u00dferung und Beseitigung diskriminierender Praktiken.<\/li>\n\n\n\n<li>Kleinproduzent*innen durch Schulungen st\u00e4rken, und lokale Berater*innen beim Aufbau von Produzentenorganisationen und der gemeinsamen Vermarktung ihrer Produkte unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Die Zahlen belegen, dass S\u00fcdasien und Subsahara-Afrika besonders betroffen sind<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm Vergleich der Weltregionen weist S\u00fcdasien auch im aktuellen Berechnungszeitraum 2022 mit 30 Prozent den gr\u00f6\u00dften Anteil an der globalen Armutsl\u00fccke auf\u201c, f\u00fchrt Jonas Stehl von der Universit\u00e4t G\u00f6ttingen aus. Im Vergleich: Der Anteil von Europa und Zentralasien zusammengenommen liegt unter vier Prozent. Pro Kopf ist die Ern\u00e4hrungsarmut in Mosambik am gr\u00f6\u00dften. \u201eDort k\u00f6nnen sich 94 Prozent der Menschen keine gesunde Ern\u00e4hrung leisten\u201c, so Stehl weiter. Zudem ist die Armutsl\u00fccke in Mosambik gr\u00f6\u00dfer als die gesamte Wirtschaftsleistung des Landes.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Niedrigeinkommensl\u00e4ndern weisen auch L\u00e4nder mit mittleren Einkommen und hoher Ungleichheit gro\u00dfe Armutsl\u00fccken auf. In Brasilien, S\u00fcdafrika und Kenia zum Beispiel kann sich mehr als die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung keine gesunde Ern\u00e4hrung leisten. \u201eDie hohen Werte zeigen, dass Ern\u00e4hrungsarmut oft mit sich verst\u00e4rkenden Krisen einhergeht\u201c, erkl\u00e4rt Misereor-Ern\u00e4hrungsexperte Depenbusch. In Kenia etwa fehlt 72 Prozent der Menschen das Geld f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung. In kurzer Folge sei das Land von der COVID-Epidemie, einer Schuldenkrise, einer durch die Klimakatastrophe verst\u00e4rkten D\u00fcrre und \u00dcberschwemmungen getroffen worden. Die Zivilgesellschaft im Land kritisiere die unzureichende Vorbereitung der Regierung auf die Klimakatastrophe, sagt Depenbusch, vor allem aber den Schuldenabbau auf den Schultern einkommensschwacher Bev\u00f6lkerungsgruppen. \u201eDie wachsenden Proteste gegen Steuererh\u00f6hungen und steigende Lebenshaltungskosten in Kenia und anderen L\u00e4ndern wie Nigeria und Uganda zeigen, dass f\u00fcr viele Menschen die Belastungsgrenze erreicht ist,\u201c so Depenbusch.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/presse\/expertinnen-und-experten\/lutz-depenbusch-landwirtschaft-und-welternaehrung\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"630\" height=\"478\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2024\/10\/Lutz-Depenbusch-Misereor-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-774\" title=\"Foto: Misereor\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Lutz Depenbusch ist Entwicklungs\u00f6konom und Ern\u00e4hrungsexperte bei <a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.misereor.de\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Misereor<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"262\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2022\/05\/MISEREOR-LOGO_RGB-1024x262.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-574\" style=\"width:235px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n\n\n\n<p>1958 als \u201eWerk gegen Hunger und Krankheit in der Welt\u201c gegr\u00fcndet, nimmt Misereor das Erntedankfest zum Anlass einer <a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/informieren\/ernaehrung-sichern\/hunger-bekaempfen#c3429\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.misereor.de\/informieren\/ernaehrung-sichern\/hunger-bekaempfen#c3429\" rel=\"noreferrer noopener\">Publikationsreihe, in der L\u00f6sungswege zur Hungerbek\u00e4mpfung skizziert und Vorschl\u00e4ge gemacht werden, wie das UN-Nachhaltigkeitsziel \u201eNull Hunger\u201c bis 2030 noch erreicht werden kann<\/a>. Denn, so Misereor: \u201eErntedank ist politisch.\u201c<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/fileadmin\/user_upload\/2_Informieren\/7_Alle_Publikationen\/herausforderung-hunger-2024-25.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"599\" height=\"846\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2024\/10\/herausforderung-hunger-2024-25-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-775\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Studie &#8222;Armutsl\u00fccke Weltern\u00e4hrung&#8220; steht <a href=\"https:\/\/www.misereor.de\/fileadmin\/user_upload\/2_Informieren\/7_Alle_Publikationen\/herausforderung-hunger-2024-25.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF-Datei<\/a> bereit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weltweit fehlt 3,1 Milliarden Menschen das Geld f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrung, zusammengerechnet insgesamt 2,59 Billionen US-Dollar. Bei einer globalen Wirtschaftsleistung von 139 Billionen US-Dollar entspricht diese L\u00fccke lediglich 1,86 Prozent der globalen Einkommen. Misereor fordert vor diesem Hintergrund, den globalen Reichtum einzusetzen, um Armut zu reduzieren und durch Hunger und Mangelern\u00e4hrung verursachtes Leid zu beenden: &#8222;Die deutsche Bundesregierung sollte sich bei den Vereinten Nationen f\u00fcr den Abschluss eines globalen Steuerabkommens und ein geordnetes Entschuldungsverfahren f\u00fcr hoch verschuldete L\u00e4nder einsetzen.&#8220;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-778","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=778"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/778\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":779,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/778\/revisions\/779"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}