{"id":799,"date":"2025-03-20T17:36:46","date_gmt":"2025-03-20T16:36:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/?page_id=799"},"modified":"2025-03-20T17:36:47","modified_gmt":"2025-03-20T16:36:47","slug":"klimakrise-und-wasserknappheit","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/klimakrise-und-wasserknappheit\/","title":{"rendered":"Klimakrise und Wasserknappheit"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Rund 2,2 Milliarden Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser, rund 1,9 Milliarden Menschen weltweit sind auf Gletscher- und Schneeschmelzwasser als Trinkwasserquelle angewiesen. Da die Gletscher aufgrund des Klimawandels nicht mehr gen\u00fcgend Wasser speichern und abgeben k\u00f6nnen, wird ihre Wasserversorgung immer unsicherer.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2025\/03\/250320-NU-Wasser.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-796\" title=\"Foto: Nata Uchava, Magdeburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>(Aachen, 19. M\u00e4rz 2025)<\/strong> Anl\u00e4sslich des Weltwassertags am 22. M\u00e4rz fordert Misereor mehr Einsatz beim Schutz der weltweiten Wasserressourcen. Obwohl der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanit\u00e4ren Anlagen bereits 2010 als Menschenrecht anerkannt wurde, bleibt die Weltgemeinschaft weit hinter dem UN-Nachhaltigkeitsziel (SDG 6) \u2013 \u201eSauberes Wasser und Sanit\u00e4rversorgung f\u00fcr alle\u201c \u2013 zur\u00fcck. Die Klimakrise versch\u00e4rft Wasserknappheit und -verschmutzung dramatisch, wie Misereor-Projekte in den peruanischen Anden zeigen. Besonders das starke Abschmelzen der Gletscher bedroht die Wasserversorgung ganzer Regionen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn unserem Dorf f\u00fchren die Brunnen und Quellen immer weniger Wasser, dabei brauchen wir es ganz dringend: f\u00fcr unseren Alltag, unsere K\u00f6rper, unsere Felder\u201c, mahnt Fernando Gonzalo, von der Misereor-Partnerorganisation CEDEP aus den peruanischen Anden. Die nahegelegenen Gletscher im schneebedeckten Gebirge der Cordillera Blanca schmelzen rapide ab, sie k\u00f6nnen seit Jahren keine neuen Eisschichten mehr aufbauen. Da die Gletscher nicht mehr gen\u00fcgend Wasser speichern und abgeben k\u00f6nnen, wird die Wasserversorgung indigener Familien in der Andenregion immer unsicherer. Ihr Trinkwasser stammt \u00fcberwiegend aus dem Schmelzwasser der Gletscher. Peru beherbergt mit rund 71 Prozent der tropischen Gletscher das gr\u00f6\u00dfte Vorkommen weltweit \u2013 Gletscher, die aufgrund ihrer hohen Lage auch in w\u00e4rmeren Klimazonen bestehen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>2,2 Milliarden Menschen ohne sicheren Zugang zu Wasser<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zehn Jahre nach der Formulierung der SDGs <em>(Sustainable Development Goals)<\/em> ziehen Misereor und seine Partnerorganisationen eine ern\u00fcchternde Bilanz: Kaum sp\u00fcrbare Fortschritte \u2013 vor allem f\u00fcr Frauen und Kinder, die besonders unter Wasserknappheit leiden. Pro Tag sterben statistisch gesehen rund 1.000 Kinder weltweit an den Folgen von verunreinigtem Wasser. Trotz einzelner Verbesserungen beim Trinkwasserzugang bleibt die Lage alarmierend: Rund 2,2 Milliarden Menschen haben weiterhin keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. \u201eDaran wird sich wenig \u00e4ndern, wenn die internationale Gemeinschaft zwar Strategien f\u00fcr die Verbesserung entwickelt, ihre Umsetzung aber vernachl\u00e4ssigt und vor allem nicht ausreichend finanziert\u201c warnt Philipp G\u00fcnther, Wasser-Experte bei Misereor.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das Menschenrecht auf Wasser bis 2030 st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDas Potenzial, die Wasserversorgung zu verbessern, ist enorm. Der Klimawandel darf keine Ausrede f\u00fcr mangelnde Fortschritte sein \u2013 die internationale Gemeinschaft h\u00e4lt sich aktuell nicht an ihre politischen Selbstverpflichtungen\u201c, betont G\u00fcnther. Sauberes Wasser ist seit 2010 ein Menschenrecht, doch nur dort rechtlich bindend, wo es in nationales Recht \u00fcberf\u00fchrt wurde \u2013 etwa in Bolivien, Kenia und Ecuador, auf den Malediven und in S\u00fcdafrika. Weitere Staaten sollten endlich folgen, denn konsequenter Klimaschutz und damit der Erhalt von Gletschern \u2013 das zeigen die letzten 10 Jahre mehr als deutlich \u2013 sind eine unabdingbare Voraussetzung f\u00fcr die Durchsetzung des Menschenrechtes auf sauberes Wasser. Das k\u00e4me zum Beispiel den Menschen in den Andenregionen zugute: Etwa 25 Prozent der globalen Bev\u00f6lkerung, rund 1,9 Milliarden Menschen weltweit, sind auf Gletscher- und Schneeschmelzwasser als Trinkwasserquelle angewiesen. \u201eWasser ist eine wertvolle Ressource, sie kann Konflikte und \u00c4ngste sch\u00fcren oder Entwicklung und Frieden f\u00f6rdern. Entscheidend ist, was die Staaten bis zur SDG-Zielmarke 2030 aus dem Potential machen\u201c, so G\u00fcnther.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Sustainable Development Goals<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Agenda 2030 wurden 2015 auf der Pariser-Klimakonferenz als globaler Plan zur Bek\u00e4mpfung von Armut, Ungleichheit und zum Schutz der Umwelt ins Leben gerufen. Misereor setzt sich im globalen S\u00fcden mit seinen Partnern f\u00fcr die Erreichung dieser Ziele ein, besonders in den Bereichen Bildung, Ern\u00e4hrung, Wasser, Energie und nachhaltige St\u00e4dte. Doch noch haben die Staaten ihre Verantwortung bis zur Zielmarke 2030 nicht ausreichend erf\u00fcllt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rund 2,2 Milliarden Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser, rund 1,9 Milliarden Menschen weltweit sind auf Gletscher- und Schneeschmelzwasser als Trinkwasserquelle angewiesen. 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