{"id":97,"date":"2019-04-08T18:23:41","date_gmt":"2019-04-08T16:23:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/?page_id=97"},"modified":"2020-09-06T14:14:27","modified_gmt":"2020-09-06T12:14:27","slug":"politik-gibt-ungenuegende-antworten-auf-den-globalen-hunger","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/politik-gibt-ungenuegende-antworten-auf-den-globalen-hunger\/","title":{"rendered":"Politik gibt ungen\u00fcgende Antworten auf den globalen Hunger"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die Bundesregierung muss konsequent die menschenrechtlichen Risiken ihrer Handels- und Klimapolitik sowie ihrer Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in der Entwicklungspolitik pr\u00fcfen. Kleinb\u00e4uerliche Produzenten in armen L\u00e4ndern werden vom Markt gedr\u00e4ngt und ihre Lebensgrundlagen bedroht. Diese Entwicklung wird durch die Klimakrise verst\u00e4rkt; Ernte- und Einkommensverluste von kleinb\u00e4uerlichen Betrieben in armen L\u00e4ndern sind die Folge.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 2. April 2019) <\/strong>Der diesj\u00e4hrige \u201eGlobale Bericht \u00fcber Nahrungsmittelkrisen\u201c des Informationsnetzwerks Ern\u00e4hrungssicherung zeigt, dass 2018 mehr als 113 Millionen Menschen in 53 L\u00e4ndern akut an Hunger litten und auf Hilfen zur Ern\u00e4hrungs- und Existenzsicherung angewiesen waren. Die Agrarexpertin Marita Wiggerthale von der Hilfs- und Entwicklungsorganisation Oxfam kommentiert: \u201eDer diesj\u00e4hrige \u201eGlobale Bericht \u00fcber Nahrungsmittelkrisen\u201c prognostiziert, dass Konflikte und Instabilit\u00e4t weiterhin Unterern\u00e4hrung verst\u00e4rken und Ern\u00e4hrungssicherheit verhindern werden. F\u00f6rderprogramme und Politik vernachl\u00e4ssigen ausgerechnet die Menschen, die am st\u00e4rksten von Nahrungsmittelkrisen betroffen und chronisch unterern\u00e4hrt sind: Kleinb\u00e4uerinnen und Kleinbauern in armen L\u00e4ndern. Dabei tragen Frauen die Hauptlast wenn es um die Ern\u00e4hrung der Familie geht. Wer Nahrungsmittelkrisen verhindern will, muss daher ihre politischen Ursachen bek\u00e4mpfen und eine soziale und \u00f6kologische Neuorientierung in der Landwirtschaft vorantreiben. Die Landwirtschaft und der l\u00e4ndliche Raum sind die entscheidende Absicherung f\u00fcr von Nahrungsmittelkrisen betroffene Menschen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2019\/04\/Oxfam-Briefing-Note_Women-and-Food-Crisis_April-2019.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2019\/04\/Oxfam-Briefing-Note_Women-and-Food-Crisis_April-2019-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-98\" width=\"316\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eDie Bundesregierung muss au\u00dferdem konsequent die menschenrechtlichen Risiken ihrer Handels- und Klimapolitik sowie ihrer Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in der Entwicklungspolitik pr\u00fcfen. Kleinb\u00e4uerliche Produzenten in armen L\u00e4ndern werden vom Markt gedr\u00e4ngt und ihre Lebensgrundlagen bedroht. Diese Entwicklung wird durch die Klimakrise verst\u00e4rkt. Ernte- und Einkommensverluste von kleinb\u00e4uerlichen Betrieben in armen L\u00e4ndern sind die Folge. Die Bundesregierung muss alles daran setzen, diese Entwicklung aufzuhalten. Ein menschenrechtsbasierter Ansatz ist der einzige Schl\u00fcssel zur Hungerbek\u00e4mpfung und zur Vermeidung von Nahrungsmittelkrisen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/kontakt\/marita-wiggerthale\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: oxfam, Henning L\u00fcders.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/09\/marita-wiggerthale.jpeg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Marita Wiggerthale ist Referentin f\u00fcr Weltern\u00e4hrung und globale Agrarfragen bei <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">OXFAM Deutschland<\/a>.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/agrar\/wp-content\/uploads\/sites\/15\/2018\/09\/OXFAM.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung muss konsequent die menschenrechtlichen Risiken ihrer Handels- und Klimapolitik sowie ihrer Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in der Entwicklungspolitik pr\u00fcfen. Kleinb\u00e4uerliche Produzenten in armen L\u00e4ndern werden vom Markt gedr\u00e4ngt und ihre Lebensgrundlagen bedroht. Diese Entwicklung wird durch die Klimakrise verst\u00e4rkt; Ernte- und Einkommensverluste von kleinb\u00e4uerlichen Betrieben in armen L\u00e4ndern sind die Folge. 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