{"id":447,"date":"2020-08-05T18:54:05","date_gmt":"2020-08-05T16:54:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/?page_id=447"},"modified":"2020-09-09T18:40:10","modified_gmt":"2020-09-09T16:40:10","slug":"stellungnahme-der-vereinigung-deutscher-wissenschaftler-zum-75-jahrestag-der-atombombenabwuerfe-auf-hiroshima-und-nagasaki","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/stellungnahme-der-vereinigung-deutscher-wissenschaftler-zum-75-jahrestag-der-atombombenabwuerfe-auf-hiroshima-und-nagasaki\/","title":{"rendered":"Stellungnahme der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler zum 75. Jahrestag der Atombombenabw\u00fcrfe auf Hiroshima und Nagasaki"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Nukleare Abr\u00fcstung, R\u00fcstungskontrolle und die Verhinderung der Atomwaffen-Verbreitung sind unabdingbar, soll der erneute Einsatz dieser Waffen 75 Jahre nach den Atombombenabw\u00fcrfen \u00fcber Hiroshima und Nagasaki nicht Realit\u00e4t werden. Es ist von zentraler Bedeutung, dass sich die europ\u00e4ischen Regierungen, die Europ\u00e4ische Union und gesellschaftsrelevante Stimmen st\u00e4rker f\u00fcr diese Ziele einsetzen, um Verhandlungen und Vereinbarungen in Richtung einer atomwaffenfreien Welt zu revitalisieren. Die Europ\u00e4ische Union soll einen eigenst\u00e4ndigen strategischen Dialog, insbesondere mit der Russischen F\u00f6deration und China, beginnen und m\u00f6gliche R\u00fcstungskontrollinitiativen in die Wege leiten.<\/em><\/p>\n\n\n\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2020\/08\/NU-200805-VDW.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 6. August 2020)<\/strong> Vor 75 Jahren wurden zum ersten Mal Atombomben im Krieg eingesetzt, mit verheerenden Folgen f\u00fcr die betroffenen Menschen in Hiroshima und Nagasaki. Damit endete der Zweite Weltkrieg auch im Pazifik. Die neue Waffe erm\u00f6glichte den USA einen zeitweiligen milit\u00e4rischen und politischen Vorsprung, l\u00e4utete aber zugleich das nukleare Wettr\u00fcsten mit der Sowjetunion im Kalten Krieg ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/vdw-ev.de\/\" target=\"_blank\" aria-label=\"Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) (opens in a new tab)\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW)<\/a> blickt auf wirkungsvolle Initiativen zur Kritik der nuklearen Aufr\u00fcstung zur\u00fcck. In der G\u00f6ttinger Erkl\u00e4rung von 1957 hatten 18 Kernphysiker, darunter einige sp\u00e4tere VDW-Mitglieder, festgestellt: \u201eF\u00fcr ein kleines Land wie die Bundesrepublik glauben wir, da\u00df es sich heute noch am besten sch\u00fctzt und den Weltfrieden noch am ehesten f\u00f6rdert, wenn es ausdr\u00fccklich und freiwillig auf den Besitz von Atomwaffen jeder Art verzichtet.\u201c Tats\u00e4chlich hat die Bundesrepublik Deutschland nach langem Ringen auf eine atomare R\u00fcstung verzichtet. Auch das vereinigte Deutschland verf\u00fcgt nicht \u00fcber Atomwaffen. Im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe der NATO besteht aber im Kriegsfalle die M\u00f6glichkeit, dass NATO-Streitkr\u00e4fte aus Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Italien und der T\u00fcrkei taktische Atomwaffen der USA in vorbestimmte Ziele transportieren. Nach dem Wegfall des INF-Vertrages und dem Auslaufen des New START-Vertrages zwischen den USA und der Russischen F\u00f6deration steht die internationale nukleare R\u00fcstungskontrolle und Abr\u00fcstung vor dem Ende. Es besteht die Gefahr eines verst\u00e4rkten, gef\u00e4hrlichen und teuren R\u00fcstungswettbewerbs auch mit gravierenden Konsequenzen f\u00fcr Europa, wenn die Atomm\u00e4chte nicht zu einem echten und l\u00e4ngerfristigen Dialog und vorzeigbaren Ergebnissen \u00fcber R\u00fcstungskontrolle, Nichtverbreitung und Abr\u00fcstung zur\u00fcckkehren. Angesichts dieser kritischen Situation unterstreichen wir folgendes:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Die Abw\u00fcrfe zweier Atombomben auf die japanischen St\u00e4dte standen am Ende des 2. Weltkrieges und am Beginn des Atomzeitalters, das im Kalten Krieg in ein jahrzehntelanges, gef\u00e4hrliches und teures Wettr\u00fcsten m\u00fcndete und in dem der Einsatz von Atomwaffen in einigen F\u00e4llen kurz bevorstand, ganz zu schweigen von Nuklearunf\u00e4llen und Beinahekatastrophen. Die Antwort auf diese krisenhaften Zwischenf\u00e4lle waren R\u00fcstungs- und Nichtverbreitungsvertr\u00e4ge, so das Inkrafttreten des multilateralen Nichtverbreitungsvertrages 1970 oder der strategischen SALT\/START-Vertr\u00e4ge zwischen den USA und der Sowjetunion beziehungsweise der Russischen F\u00f6deration. Mit dem Ende des Wettr\u00fcstens in den 1990er Jahren war die Hoffnung auf eine Welt ohne Atomwaffen, tiefgreifende Abr\u00fcstung und verifizierbare R\u00fcstungskontrolle verbunden. Die Best\u00e4nde an nuklearen Sprengk\u00f6pfen wurden von 70.000 auf 13.000 reduziert. Trotz eines solchen Erfolges wird dieses Erbe zurzeit verspielt.<\/li><li>Der INF-Vertrag wurde gek\u00fcndigt und der letzte strategische R\u00fcstungskontrollvertrag New START zwischen den USA und der Russischen F\u00f6deration l\u00e4uft Anfang 2021 aus. Die beiden f\u00fchrenden Atomm\u00e4chte, die \u00fcber 90 Prozent aller Atomwaffen verf\u00fcgen, m\u00fcssen deshalb zur\u00fcckkehren zu einem strukturierten und langfristigen Dialogprozess, in dessen Verlauf vorhandene R\u00fcstungskontrollvertr\u00e4ge gest\u00e4rkt und die Abr\u00fcstung wieder ausgebaut wird. Risikoreduzierende und stabilisierende Ma\u00dfnahmen k\u00f6nnen helfen, kurzfristig die L\u00fccken nicht mehr g\u00fcltiger Vertr\u00e4ge zu f\u00fcllen. Dazu ist der Wille zum Dialog unerl\u00e4sslich. Die Einbeziehung \u201ekleinerer\u201c Atomm\u00e4chte ist mittelfristig unerl\u00e4sslich, wenn das Ziel einer Welt ohne Atomwaffen ernstgemeint ist. Zudem besteht das Risiko, dass in Konflikten zwischen regionalen Atomm\u00e4chten Kernwaffen eingesetzt werden, was verheerende globale Folgen nach sich ziehen kann. Wissenschaftliche Simulationsmodelle zeigen, dass auch ein regionaler Atomwaffeneinsatz weltweite und oft auch langfristige klimatische, \u00f6kologische und \u00f6konomische Folgen hat.<\/li><li>Die Jahrestage der Atombombenabw\u00fcrfe vom August 1945 verdeutlichen, welche katastrophalen Konsequenzen der Einsatz selbst \u201ekleiner\u201c Atombomben haben kann. Die Abw\u00fcrfe von \u201eLittle Boy\u201c (ca. 13 Kilotonnen Sprengstoff\u00e4quivalent) und \u201eFat Man\u201c (21 kT) auf die japanischen St\u00e4dte Hiroshima und Nagasaki t\u00f6teten sofort insgesamt zwischen 55.000 und 130.000 Menschen. Hinzuzurechnen sind bis heute Hunderttausende von Strahlenopfern (\u201eHibakusha\u201c).<\/li><li>Das milit\u00e4rische Atomwaffenarsenal der neun Atomwaffenstaaten wird von SIPRI weltweit auf ca. 13.000 Atomsprengk\u00f6pfe gesch\u00e4tzt. Die heutigen Wasserstoffbomben verf\u00fcgen \u00fcber das tausendfache Zerst\u00f6rungspotential der Hiroshima-Bombe. Im Unterschied zu den sichtbar werdenden Folgen des Klimawandels, der die Lebensverh\u00e4ltnisse der meisten Menschen drastisch verschlechtern wird, kann sich die Menschheit mit dem massiven Einsatz heutiger Atomarsenale in kurzer Zeit selbst zerst\u00f6ren. Die derzeitige nukleare Modernisierung und ein erneutes Wettr\u00fcsten f\u00fcr Machtspiele zwischen den alten und neuen Superm\u00e4chten riskieren das \u00dcberleben der Menschheit und stellen die strategische Krisenstabilit\u00e4t in Frage. Pr\u00e4sident Reagan und Generalsekret\u00e4r Gorbatschow haben 1986 erkl\u00e4rt, dass ein Atomkrieg weder gef\u00fchrt noch gewonnen werden kann. Die Erneuerung dieser Erkenntnis ist f\u00fcr die ganze Menschheit \u00fcberlebenswichtig.<\/li><li>Die Anzeichen f\u00fcr eine neue R\u00fcstungskonkurrenz, insbesondere zwischen den USA, der Russischen F\u00f6deration und China, sind nicht mehr zu \u00fcbersehen: Die Atomwaffenstaaten verf\u00fcgen \u00fcber ehrgeizige und milliardenschwere Modernisierungsprogramme, sei es durch die Entwicklung neuer, kleinerer Atomsprengk\u00f6pfe oder Tr\u00e4gersysteme wie zum Beispiel Hyperschallflugk\u00f6rper oder den Ausbau der Raketenabwehr. Die Trump Administration zieht in Betracht, Atomwaffentests wiederaufzunehmen. Dies droht den noch nicht in Kraft getretenen umfassenden nuklearen Teststoppvertrag CTBT nachhaltig zu sch\u00e4digen und neue Atomtests anderer Atomwaffenstaaten wie Indien oder Pakistan zu beg\u00fcnstigen. Die Russische F\u00f6deration propagiert neue Arten von Tr\u00e4gersystemen wie nuklearbetriebene Marschflugk\u00f6rper oder atomare Unterwassertorpedos. Diese Entwicklungen m\u00fcssen in R\u00fcstungskontrollvertr\u00e4ge einbezogen werden, die k\u00fcnftige technologische Entwicklungen dieser Art begrenzen. Dies gilt auch f\u00fcr die Beschr\u00e4nkung des Ausbaus einer globalen Raketenabwehr und f\u00fcr die Stationierung und den Einsatz von Waffen im Weltall.<\/li><li>In den USA und der Russischen F\u00f6deration wird die Entwicklung treffgenauer, taktischer Atomwaffen mit geringerer Sprengkraft forciert. Dies erm\u00f6glicht flexiblere atomare Einsatzoptionen und verst\u00e4rkt die These, dass die politische Funktion von Atomwaffen im Rahmen der Abschreckung durch nukleare Kriegsf\u00fchrungsvorstellungen aufgeweicht werden soll. Diese Entwicklung senkt die Schwelle zum Einsatz von Atomwaffen, wenn die Abschreckung versagt. Eine Eskalation zu einem umfassenden Atomkrieg ist nach einem Ersteinsatz nicht auszuschlie\u00dfen. Zunehmend sind konventionell und nuklearbest\u00fcckte Tr\u00e4gersysteme nicht mehr zu unterscheiden, was in einer Krise fatal sein kann. Das entspricht der rhetorischen Frage des gegenw\u00e4rtigen US-Pr\u00e4sidenten zu Beginn seiner Amtszeit, warum man Atomwaffen, die man hat, nicht auch einsetzen sollte.<\/li><li>Neue Bedrohungen wie Hyperschallwaffen, die Einf\u00fchrung von treffergenauen, global einsetzbaren konventionellen Raketen, die M\u00f6glichkeit von Cyberangriffen oder der destabilisierende Charakter des Ausbaus von globaler Raketenabwehr m\u00fcssen in die R\u00fcstungskontrollregime der Zukunft einbezogen werden. Vorschl\u00e4ge aus der Wissenschaft daf\u00fcr liegen vor, werden aber ignoriert. Insgesamt kann gefolgert werden, dass durch die aktuellen Entwicklungen die Gefahr von Atomwaffeneins\u00e4tzen aus Versehen, durch Fehlkalkulation oder in Krisen gestiegen ist und eine Eskalation milit\u00e4rischer Auseinandersetzungen bis hin zu einem globalen Atomkrieg heute noch weniger auszuschlie\u00dfen ist als in der Hochzeit des Kalten Krieges.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Daraus ergeben sich folgende Empfehlungen und Forderungen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Der New-START-Vertrag soll um f\u00fcnf Jahre verl\u00e4ngert und dieser Zeitraum f\u00fcr ernste, strukturierte R\u00fcstungskontrollverhandlungen zwischen den USA und der Russischen F\u00f6deration genutzt werden. In diesem Zeitraum ist es erforderlich, dass beide Staaten keine neuen (strategischen) Atomwaffen stationieren.<\/li><li>In den n\u00e4chsten f\u00fcnf Jahren sollen die Nato-Staaten eine offene Debatte \u00fcber die k\u00fcnftige Nuklearstrategie in Europa f\u00fchren und die Einf\u00fchrung geeigneter Ma\u00dfnahmen zur Risikoreduzierung, Krisenstabilit\u00e4t und R\u00fcstungskontrolle mit der Russischen F\u00f6deration verhandeln.<\/li><li>Die f\u00fcnf st\u00e4ndigen Mitglieder im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, allesamt Atomm\u00e4chte, werden aufgefordert, einen strukturierten und offenen Dialog \u00fcber die neuen Bedrohungen der Atomwaffenarsenale, eines Krieges aus Versehen und des damit verbundenen Eskalationsrisikos zu f\u00fchren sowie&nbsp; die Details ihrer&nbsp; Doktrinen zu ver\u00f6ffentlichen. Auch muss bis zur n\u00e4chsten NVV-\u00dcberpr\u00fcfungskonferenz eine Erkl\u00e4rung \u00fcber einen Verzicht der Atomwaffenstaaten auf den Ersteinsatz ihrer Atomwaffen abgegeben werden.<\/li><li>Die Europ\u00e4ische Union soll einen eigenst\u00e4ndigen strategischen Dialog, insbesondere mit der Russischen F\u00f6deration und China, beginnen und m\u00f6gliche R\u00fcstungskontrollinitiativen in die Wege leiten.<\/li><li>Vor \u00fcber zehn Jahren, am 26. M\u00e4rz 2010, hat sich der deutsche Bundestag fraktions\u00fcbergreifend mit den Stimmen der CDU\/CSU, SPD, FDP und B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen f\u00fcr den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland ausgesprochen. Die VDW fordert die Bundesregierung auf, dass dieser Beschluss umgesetzt wird!<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>Die Unterzeichner der G\u00f6ttinger Erkl\u00e4rung unterstrichen: \u201eHeute kann eine taktische Atombombe eine kleinere Stadt zerst\u00f6ren, eine Wasserstoffbombe aber einen Landstrich von der Gr\u00f6\u00dfe des Ruhrgebietes zeitweilig unbewohnbar machen. Durch Verbreitung von Radioaktivit\u00e4t k\u00f6nnte man mit Wasserstoffbomben die Bev\u00f6lkerung der Bundesrepublik wahrscheinlich schon heute (das hei\u00dft 1957!) ausrotten. Wir kennen keine technische M\u00f6glichkeit, gro\u00dfe Bev\u00f6lkerungsmengen vor dieser Gefahr sicher zu sch\u00fctzen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Nukleare Abr\u00fcstung und R\u00fcstungskontrolle und die Verhinderung der Verbreitung dieser gef\u00e4hrlichen Waffen sind unabdingbar, soll der erneute Einsatz von Atomwaffen 75 Jahre nach den Atombombenabw\u00fcrfen \u00fcber Hiroshima und Nagasaki nicht Realit\u00e4t werden. Es ist von zentraler Bedeutung, dass sich die europ\u00e4ischen Regierungen, die Europ\u00e4ische Union und gesellschaftsrelevante Stimmen st\u00e4rker f\u00fcr diese Ziele einsetzen, um Verhandlungen und Vereinbarungen in Richtung einer atomwaffenfreien Welt zu revitalisieren.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/vdw-ev.de\/ueber-uns\/gremien\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: VDW.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2020\/02\/luhmann-200x302-1.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Dr. Hans-Jochen Luhmann ist Mitglied im Vorstand der <a href=\"https:\/\/vdw-ev.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Vereinigung Deutscher Wissenschaftler e.V. (VDW)<\/a> Seit ihrer Gr\u00fcndung 1959 durch Carl Friedrich von Weizs\u00e4cker und weitere prominente Atomwissenschaftler (\u201eG\u00f6ttinger 18\u201c) f\u00fchlt sich die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW) der Tradition verantwortlicher Wissenschaft verpflichtet. Sie nimmt Stellung zu Fragen von Wissenschaftsorientierung und Technologieentwicklung einerseits und aktuellen gesellschaftlichen Fragen zu Themen wie Frieden &amp; Abr\u00fcstung, Klima &amp; Biodiversit\u00e4t, sozio\u00f6kologische Transformation &amp; soziale Gerechtigkeit, Digitalisierung &amp; Gesellschaft sowie Whistleblowing andererseits. Mit den Ergebnissen ihrer Arbeit wendet sich die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler an die interessierte \u00d6ffentlichkeit und an Entscheidungstr\u00e4ger auf allen Ebenen von Politik und Gesellschaft.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/vdw-ev.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2020\/02\/VDW-logo-quer.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nukleare Abr\u00fcstung, R\u00fcstungskontrolle und die Verhinderung der Atomwaffen-Verbreitung sind unabdingbar, soll der erneute Einsatz dieser Waffen 75 Jahre nach den Atombombenabw\u00fcrfen \u00fcber Hiroshima und Nagasaki nicht Realit\u00e4t werden. 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