{"id":819,"date":"2023-02-10T17:36:36","date_gmt":"2023-02-10T16:36:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/?page_id=819"},"modified":"2023-02-10T17:36:37","modified_gmt":"2023-02-10T16:36:37","slug":"ein-jahr-krieg-in-der-ukraine-aufnahme-versorgung-und-unterbringung-von-rund-einer-million-gefluechteter-war-ein-enormer-kraftakt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/ein-jahr-krieg-in-der-ukraine-aufnahme-versorgung-und-unterbringung-von-rund-einer-million-gefluechteter-war-ein-enormer-kraftakt\/","title":{"rendered":"Ein Jahr Krieg in der Ukraine: Aufnahme, Versorgung und Unterbringung von rund einer Million Gefl\u00fcchteter war ein enormer Kraftakt"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Knapp ein Jahr nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben Solidarit\u00e4t und Spendenbereitschaft in Deutschland Hilfsma\u00dfnahmen erm\u00f6glicht, die vom Umfang und Tempo historisch sind. Die Diakonie Katastrophenhilfe hat von Spenderinnen und Spendern bisher knapp 68 Millionen Euro f\u00fcr die Ukraine-Nothilfe erhalten. Der Pr\u00e4sident der Diakonie Deutschland betont, wie wichtig die Integration von Gefl\u00fcchteten f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten selbst und f\u00fcr die Aufnahmegesellschaft ist; sobald das Ankommen gelinge, insbesondere der Eintritt in die Erwerbst\u00e4tigkeit, stelle die Aufnahme von Gefl\u00fcchteten auch keine Belastung mehr f\u00fcr die Sozialsysteme dar \u2013 hier liege weiterhin die Hauptaufgabe.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2023\/02\/DKH_Ukraine_2023Feb_01-Siegfried-Modola-Diakonie-Katastrophenhilfe-q.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-814\" title=\"Foto: Diakonie Katastrophenhilfe\/Siegfried Modola\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 9. Februar 2023)<\/strong> Knapp ein Jahr nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben Diakonie Katastrophenhilfe, Brot f\u00fcr die Welt und Diakonie Deutschland heute gemeinsam Bilanz gezogen. \u201eDie Solidarit\u00e4t und Spendenbereitschaft in Deutschland haben Hilfsma\u00dfnahmen erm\u00f6glicht, die vom Umfang und Tempo historisch sind\u201c, sagte Dagmar Pruin, Pr\u00e4sidentin von Diakonie Katastrophenhilfe und Brot f\u00fcr die Welt. Sie appellierte, diplomatische Wege f\u00fcr ein Ende des Krieges nicht aus dem Blick zu verlieren. Ulrich Lilie, Pr\u00e4sident der Diakonie Deutschland, dankte den vielen engagierten Menschen in Deutschland, welche die Aufnahme von rund einer Million Gefl\u00fcchteter m\u00f6glich gemacht haben. Er warnte jedoch, dass das Ehrenamt vielerorts an seine Kapazit\u00e4tsgrenzen sto\u00dfe und die Hilfe weiter professionalisiert werden m\u00fcsse.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEin Ende des Krieges ist nicht in Sicht. Wir alle brauchen einen langen Atem\u201c, sagte Dagmar Pruin auf der heutigen Pressekonferenz in Berlin. Sie dankte den Spenderinnen und Spendern f\u00fcr knapp 68 Millionen Euro, welche die Diakonie Katastrophenhilfe f\u00fcr die Ukraine-Nothilfe bisher erhalten hat. Zwei Drittel davon waren Ende Januar bereits f\u00fcr 30 Nothilfeprojekte in zw\u00f6lf L\u00e4ndern ausgegeben oder weitere Ma\u00dfnahmen eingeplant worden. \u201eDiese schnelle und umfangreiche Hilfe in der Ukraine, den Anrainerstaaten und auch in Deutschland ist durch die langj\u00e4hrige Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen und kirchlichen Netzwerken m\u00f6glich\u201c, unterstrich Pruin.<\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als 600.000 Menschen wurden bisher erreicht. Betroffene des Krieges erhalten unter anderem Geldleistungen und Gutscheine, psychosoziale Unterst\u00fctzung oder Hilfsg\u00fcter wie Nahrungsmittel oder Hygieneartikel. \u201eSchon viele Jahre vor dem Angriff Russlands am 24. Februar haben Brot f\u00fcr die Welt und Diakonie Katastrophenhilfe mit lokalen Partnern zusammengearbeitet und zivilgesellschaftliche Strukturen gest\u00e4rkt. Das hat sich jetzt bew\u00e4hrt, denn es sind unsere lokalen Partner, welche die Menschen weit im Osten der Ukraine heute erreichen k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Es sei wichtig, einen langandauernden Krieg zu vermeiden: \u201eDer Solidarit\u00e4t und dem Durchhaltewillen der ukrainischen Bev\u00f6lkerung geb\u00fchrt meine allerh\u00f6chste Anerkennung. Diese Kraft ist jedoch endlich und wir m\u00fcssen alles tun, damit die Bev\u00f6lkerung gesch\u00fctzt wird\u201c, sagte Pruin. Hilfe werde deshalb geleistet, solange sie n\u00f6tig sei.<\/p>\n\n\n\n<p>Ulrich Lilie dankte den ehren- und hauptamtlich Helfenden in Deutschland. \u201eDie Aufnahme, Versorgung und Unterbringung von rund einer Million Gefl\u00fcchteter war ein enormer Kraftakt, der gelungen ist\u201c, so Lilie. Zehn Millionen Euro aus einem Nothilfefonds der Diakonie Katastrophenhilfe haben dabei dringende Unterst\u00fctzung unkompliziert und schnell erm\u00f6glicht. Insgesamt konnten mehr als 245 Projekte in Deutschland aufgesetzt werden, in denen Gefl\u00fcchtete Beratung erhalten, bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen unterst\u00fctzt werden oder Deutschkurse wahrnehmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den ersten Wochen der spontanen Hilfe an Bahnh\u00f6fen oder in Stadtzentren sind professionelle Strukturen entstanden. Diese Professionalisierung und weitere Unterst\u00fctzung seien wichtig, denn auch bei vielen Beratungsstellen in der Wohlfahrtspflege und bei Ehrenamtlichen seien Kapazit\u00e4tsgrenzen erreicht und Ersch\u00f6pfung mache sich breit.<\/p>\n\n\n\n<p>Lilie hob hervor, dass die Integration von Gefl\u00fcchteten f\u00fcr die Gefl\u00fcchteten selbst, aber auch f\u00fcr die Aufnahmegesellschaft wichtig sei. Sobald das Ankommen gelinge, insbesondere der Eintritt in die Erwerbst\u00e4tigkeit, stelle die Aufnahme von Gefl\u00fcchteten auch keine Belastung mehr f\u00fcr die Sozialsysteme dar. Hier liegt weiterhin die Hauptaufgabe. Gefl\u00fcchtete ben\u00f6tigten von Anfang an Teilhabechancen: \u201eEs braucht gute Startbedingungen, insbesondere Aufenthaltssicherheit, volle Sozialleistungen und ausreichende Beratungs- und Sprachkursangebote. Je fr\u00fcher gefl\u00fcchteten Menschen ein allt\u00e4gliches Leben und gesellschaftliche Teilhabe erm\u00f6glicht wird, desto h\u00f6her sind die Chancen f\u00fcr eine nachhaltige Integration.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>In der Ukraine brauchen die Menschen aktuell vor allem Schutz vor der K\u00e4lte. \u201eDie stetigen Angriffe auf zivile Infrastruktur unterbrechen die Strom-, Wasser- und W\u00e4rmeversorgung von Millionen Menschen\u201c, berichtet Martin Ke\u00dfler, Direktor der Diakonie Katastrophenhilfe, aus Sumy im Nordosten der Ukraine. Dort begleitet er unter anderem Verteilungen und besucht W\u00e4rmestuben. \u201eDie Angriffe m\u00fcssen dringend aufh\u00f6ren, damit die Unterk\u00fcnfte der Menschen repariert werden k\u00f6nnen\u201c, so Ke\u00dfler.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/praesident.diakonie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"738\" height=\"500\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2023\/02\/Ulrich-Lilie-Diakonie-Thomas-Meyer.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-815\" title=\"Foto: Diakonie Katastrophenhilfe\/Thomas Meyer\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><a href=\"https:\/\/praesident.diakonie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ulrich Lilie<\/a> ist Pr\u00e4sident der <a href=\"https:\/\/www.diakonie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diakonie Deutschland<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.diakonie.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2020\/10\/Logo_Diakonie_Deutschland_RGB_cyan_violett.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-580\" width=\"261\" height=\"85\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.diakonie-katastrophenhilfe.de\/fileadmin\/default\/Mediapool\/10_projekte-weltweit\/Europa\/Ukraine\/Krieg\/DKH_Ukraine-2022-Bilanz_Online.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"599\" height=\"846\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/buerger\/wp-content\/uploads\/sites\/18\/2023\/02\/DKH_Ukraine-2022-Bilanz_Online-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-816\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Die Brosch\u00fcre &#8222;Ukraine 2022 Bilanz der Hilfe ein Jahr nach Kriegsbeginn&#8220; steht <a href=\"https:\/\/www.diakonie-katastrophenhilfe.de\/fileadmin\/default\/Mediapool\/10_projekte-weltweit\/Europa\/Ukraine\/Krieg\/DKH_Ukraine-2022-Bilanz_Online.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF<\/a> bereit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Knapp ein Jahr nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine haben Solidarit\u00e4t und Spendenbereitschaft in Deutschland Hilfsma\u00dfnahmen erm\u00f6glicht, die vom Umfang und Tempo historisch sind. 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