{"id":185,"date":"2019-07-29T13:56:44","date_gmt":"2019-07-29T11:56:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/?page_id=185"},"modified":"2020-09-05T18:01:46","modified_gmt":"2020-09-05T16:01:46","slug":"erdueberlastungstag-2019","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/erdueberlastungstag-2019\/","title":{"rendered":"Erd\u00fcberlastungstag erneut fr\u00fcher als im Vorjahr: Ambitionierter Klima- und Ressourcenschutz k\u00f6nnen nicht l\u00e4nger warten"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Vom 1. Januar bis zum 29. Juli 2019 hat die Menschheit so viel von der Natur verbraucht, wie die \u00d6kosysteme der Erde im ganzen Jahr erneuern k\u00f6nnen. Rein rechnerisch beansprucht die Weltbev\u00f6lkerung mittlerweile 1,75 Erden. Ein B\u00fcndnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen fordert die Bundesregierung auf, entschieden umzusteuern und mit einem Klimaschutzgesetz und einem CO2-Preis noch in diesem Jahr gegenzusteuern sowie wirkungsvolle Anreize zur Ressourcenschonung zu setzen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/NU-Erd%C3%BCberlastungstag-2019.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(Berlin, 26. Juli 2019)<\/strong> Am Montag (29. Juli) ist der globale Erd\u00fcberlastungstag. Der Tag markiert den Zeitpunkt im Jahr, bis zu dem die Menschheit so viel von der Erde beansprucht hat, wie alle \u00d6kosysteme im gesamten Jahr erneuern k\u00f6nnen. Berechnet wird dieser Erd\u00fcberlastungstag jedes Jahr vom Global Footprint Network. Im vergangenen Jahr fiel er noch auf den 1. August.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/germanwatch.org\/de\/15501\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/FAQ_Erd\u00fcberlastungstag_2019_1-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-182\" width=\"320\" srcset=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/FAQ_Erd\u00fcberlastungstag_2019_1-T.jpg 599w, https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/FAQ_Erd\u00fcberlastungstag_2019_1-T-212x300.jpg 212w\" sizes=\"(max-width: 599px) 100vw, 599px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein B\u00fcndnis aus zivilgesellschaftlichen Organisationen\nfordert die Bundesregierung auf, entschieden umzusteuern: Weltweit und auch\nhierzulande werden die gravierenden Folgen der \u00dcbernutzung und der Klimakrise\nimmer sichtbarer. Die Bundesregierung m\u00fcsse mit einem Klimaschutzgesetz und\neinem CO2-Preis noch in diesem Jahr gegensteuern sowie wirkungsvolle Anreize\nzur Ressourcenschonung setzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eStatt \u00f6kologisch gegen die Wand zu fahren, w\u00e4re es f\u00fcr\nDeutschland von Vorteil, wenn sich seine Regierung f\u00fcr eine wesentlich\nambitioniertere Energie-, Verkehrs- und Agrarpolitik stark machen und sich von\nder ressourcenintensiven und wachstumsbesessenen Wirtschaftsweise befreien\nw\u00fcrde\u201c, sagt Mathis Wackernagel vom Global Footprint Network.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir k\u00f6nnen es uns nicht leisten, noch weiter Zeit zu\nverlieren und m\u00fcssen anfangen, konsequent zu handeln. Unsere Wirtschafts- und\nLebensweise und die daraus folgende Zerst\u00f6rung der Umwelt geht auf Kosten der\nfolgenden Generationen\u201c, so Jan G\u00f6ldner aus dem Bundesvorstand der NAJU\n(Naturschutzjugend im NABU).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Myriam Rapior aus dem Bundesvorstand der BUNDjugend erg\u00e4nzt:\n\u201eMeine Generation will nicht l\u00e4nger zuschauen, wie wir unserer Lebensgrundlage\nberaubt werden. Die Politik muss jetzt Entscheidungen f\u00e4llen, um die\nsystematische Zerst\u00f6rung unseres Planeten zu beenden. Ansonsten werden wir 2050\nauf einer kaputten Erde voller sozialer Konflikte leben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDie j\u00fcngsten Europawahlen haben gezeigt, dass die Menschen\nin Deutschland die Eind\u00e4mmung der Klimakrise als wichtigste Aufgabe f\u00fcr unsere\nZukunft sehen\u201c, sagt Stefan K\u00fcper von der Umwelt- und Entwicklungsorganisation\nGermanwatch. \u201eWesentliche Schritte in diese Richtung w\u00e4ren neben einem wirkungsvollen\nKlimaschutzgesetz eine am CO2-Aussto\u00df orientierte und sozial ausgestaltete\nSteuerreform und die Einleitung einer echten Verkehrswende. Der Verkehrssektor\nist der einzige Bereich hierzulande, in dem die Emissionen seit 1990 nicht\ngesunken sind.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine zukunftsf\u00e4hige Politik m\u00fcsse au\u00dferdem die\nDigitalisierung daf\u00fcr nutzen, nachhaltige Entwicklung zu gestalten, anstatt mit\nihrer Hilfe die bestehende Wirtschaftsweise weiter zu zementieren, so die\nOrganisationen. \u201eAktuelle wissenschaftliche Gutachten best\u00e4tigen: Damit\nDigitalisierung etwa im Bereich der globalen Landwirtschaft zu einer\nnachhaltigen Entwicklung im Sinne der Agenda 2030 beitr\u00e4gt, m\u00fcssen\nNachhaltigkeitsziele Vorrang haben vor kurzfristigen Wettbewerbsvorteilen und\nauch vor eindimensionalen Wachstumszielen&#8220;, sagt Lena Michelsen von der\nEntwicklungsorganisation INKOTA. \u201eDigitale Technologien sollten f\u00fcr\nkooperative, gemeinwohlorientierte Wirtschaftsformen genutzt werden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kristina Utz von FairBindung betont: \u201eEs gibt bereits zahlreiche Ans\u00e4tze solidarischer Wirtschaftsweisen wie Genossenschaften, in denen Menschen fernab von Profitlogik und Wachstumsorientierung wirtschaften. Es liegt an der Bundesregierung, Projekte f\u00fcr ein solidarisches Miteinander auch auf gesetzlicher Ebene zu st\u00e4rken und demokratische Kontrolle und Mitbestimmung in der Wirtschaft zu verankern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/germanwatch.org\/de\/mitarbeiterinnen\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: germanwatch\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/Stefan-Kueper.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Stefan K\u00fcper arebitet bei <a href=\"https:\/\/germanwatch.org\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">germanwatch e.V.<\/a><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/germanwatch.org\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/logoGermanwatch.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Hintergrund zum\nErd\u00fcberlastungstag<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Erd\u00fcberlastungstag (oder auch Earth Overshoot Day genannt) markiert den Tag, ab dem wir aus \u00f6kologischer Sicht \u00fcber unseren Verh\u00e4ltnissen leben. Das bedeutet, dass die Menschheit vom 1. Januar bis zum 29. Juli so viel von der Natur verbraucht haben wird, wie die \u00d6kosysteme der Erde im ganzen Jahr erneuern k\u00f6nnen. Rein rechnerisch beansprucht die Weltbev\u00f6lkerung mittlerweile 1,75 Erden. W\u00fcrden alle Menschen weltweit so leben wie wir in Deutschland, w\u00e4re der Erd\u00fcberlastungstag sogar schon am 3. Mai. Die \u00f6kologische Buchhaltung zur Berechnung dieses Tages wird vom Global Footprint Network gemeinsam mit der York University bereitgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><a href=\"https:\/\/www.overshootday.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Mehr zum Erd\u00fcberlastungstag hier (\u00f6ffnet in neuem Tab)\">Mehr zum Erd\u00fcberlastungstag hier<\/a><\/strong>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Mehr zu den Daten der einzelnen L\u00e4nder hier: (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/data.footprintnetwork.org\/#\/\" target=\"_blank\"><strong>Mehr zu den Daten der einzelnen L\u00e4nder hier<\/strong>:<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter\"><a href=\"https:\/\/data.footprintnetwork.org\/#\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"532\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/Ecological-Footprint-Explorer-1024x532.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-184\" srcset=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/Ecological-Footprint-Explorer-1024x532.jpg 1024w, https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/Ecological-Footprint-Explorer-300x156.jpg 300w, https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/Ecological-Footprint-Explorer-768x399.jpg 768w, https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/entwicklung\/wp-content\/uploads\/sites\/14\/2019\/07\/Ecological-Footprint-Explorer.jpg 1435w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>       <br>       <br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 1. 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