{"id":1306,"date":"2024-02-27T17:23:06","date_gmt":"2024-02-27T16:23:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/?page_id=1306"},"modified":"2024-02-27T17:23:07","modified_gmt":"2024-02-27T16:23:07","slug":"g20-laender-weniger-als-acht-cent-von-jedem-dollar-an-steuereinnahmen-stammen-aus-steuern-auf-vermoegen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/g20-laender-weniger-als-acht-cent-von-jedem-dollar-an-steuereinnahmen-stammen-aus-steuern-auf-vermoegen\/","title":{"rendered":"G20-L\u00e4nder: Weniger als acht Cent von jedem Dollar an Steuereinnahmen stammen aus Steuern auf Verm\u00f6gen"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Durch ein moderates Verm\u00f6genssteuer-Modell k\u00f6nnten allein in Deutschland nach Oxfam-Sch\u00e4tzungen rund 85 Milliarden US-Dollar pro Jahr generiert werden. Das Geld k\u00f6nnte in die Bek\u00e4mpfung von Armut und Ungleichheit sowie den Klimaschutz investiert werden. Eine von den Patriotic Millionaires vorgestellte Umfrage hat ergeben, dass h\u00f6here Verm\u00f6genssteuern bei Dollarmillion\u00e4ren aus allen G20-L\u00e4ndern auf Zustimmung sto\u00dfen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2024\/02\/240227-NU-tax-the-very-richest.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1301\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(Berlin, 27. Februar 2024)<\/strong> Weniger als acht Cent von jedem Dollar, der in den G20-L\u00e4ndern an Steuereinnahmen erzielt wird, stammen aus Steuern auf Verm\u00f6gen. Darauf verweist die internationale gemeinn\u00fctzige Organisation Oxfam im Vorfeld des Treffens der G20-Finanzminister am 28. und 29. Februar 2024 in S\u00e3o Paulo, Brasilien. Im Vergleich dazu stammen mehr als 32 Cent pro US-Dollar aus Steuern auf Waren und Dienstleistungen, wie zum Beispiel auf Lebensmittel und andere lebensnotwendige G\u00fcter. So wird ein Gro\u00dfteil der Steuerlast auf Menschen mit geringem Einkommen verlagert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tobias Hauschild, Leiter Soziale Gerechtigkeit bei Oxfam Deutschland, kommentiert: \u201eWeltweit haben die reichen Bev\u00f6lkerungsteile in den vergangenen Jahrzehnten von Steuersenkungen auf Verm\u00f6gen und Einkommen profitiert, die Ungleichheit ist dramatisch gestiegen. Superreiche m\u00fcssen endlich ihren fairen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten. Eine Verm\u00f6genssteuer f\u00fcr die Multi-Million\u00e4r*innen und Milliard\u00e4r*innen der Welt k\u00f6nnte j\u00e4hrlich die so dringend ben\u00f6tigten Finanzmittel f\u00fcr das Gemeinwohl generieren. Wir begr\u00fc\u00dfen daher den Vorschlag der brasilianischen G20-Pr\u00e4sidentschaft, ein globales Abkommen \u00fcber die Besteuerung der Superreichen zu schmieden, um die weltweite Ungleichheit zu verringern. Die Bundesregierung sollte sich diesem Vorschlag anschlie\u00dfen und durch die Einf\u00fchrung einer Verm\u00f6genssteuer das richtige Signal setzen. So kann der in diesem und den kommenden Jahren geplante Kahlschlag im Entwicklungsetat des Bundeshaushalts verhindert und in die Bek\u00e4mpfung von Armut und Ungleichheit sowie den Klimaschutz investiert werden \u2013 hier und weltweit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oxfam schl\u00e4gt folgendes Steuer-Modell vor:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Zwei Prozent auf Verm\u00f6gen von \u00fcber f\u00fcnf Millionen US-Dollar,<\/li>\n\n\n\n<li>drei Prozent auf Verm\u00f6gen von \u00fcber 50 Millionen US-Dollar und<\/li>\n\n\n\n<li>f\u00fcnf Prozent f\u00fcr Verm\u00f6gen, die eine Milliarde US-Dollar \u00fcbersteigen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So k\u00f6nnten weltweit 1,8 Billionen US-Dollar zusammenkommen. Allein in Deutschland k\u00f6nnten so nach Oxfam-Sch\u00e4tzungen rund 85 Milliarden US-Dollar pro Jahr generiert werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine j\u00fcngst von den Patriotic Millionaires vorgestellte Umfrage unter 2.300 Personen hat zudem ergeben, dass h\u00f6here Verm\u00f6genssteuern bei Dollarmillion\u00e4ren aus allen G20-L\u00e4ndern auf Zustimmung sto\u00dfen:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Demnach bef\u00fcrworten 74 Prozent der Befragten h\u00f6here Verm\u00f6genssteuern, um die Lebenshaltungskostenkrise zu bek\u00e4mpfen und die \u00f6ffentlichen Dienstleistungen zu verbessern.<\/li>\n\n\n\n<li>50 Prozent gaben au\u00dferdem an, dass extremer Reichtum eine \u201eGefahr f\u00fcr die Demokratie\u201c ist.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Umfrage ist Teil des <a href=\"https:\/\/proudtopaymore.org\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/proudtopaymore.org\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Berichts \u201eProud to Pay More\u201c<\/a>. Die Mitglieder der G20 erheben im Durchschnitt nur 7,6 Prozent ihrer Steuereinnahmen durch Steuern auf Verm\u00f6gen (wobei Indien, Russland und Saudi-Arabien unber\u00fccksichtigt bleiben, da keine Daten verf\u00fcgbar sind). Zu den Verm\u00f6genssteuern geh\u00f6ren Grundsteuer, Erbschaftssteuer, wiederkehrende und nicht wiederkehrende Steuern auf das Nettoverm\u00f6gen und alle anderen Formen von Verm\u00f6genssteuern. Im Durchschnitt erheben diese G20-L\u00e4nder 32,3 Prozent ihrer Steuereinnahmen durch Steuern auf Waren und Dienstleistungen (4,24-mal so viel), einschlie\u00dflich Mehrwertsteuer und anderer indirekter Steuern. Die Daten stammen aus der <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/tax\/tax-policy\/global-revenue-statistics-database.htm\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.oecd.org\/tax\/tax-policy\/global-revenue-statistics-database.htm\" rel=\"noreferrer noopener\">Global Revenue Statistics Database der OECD<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/kontakt\/tobias-hauschild\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"455\" height=\"606\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2024\/02\/tobias-hauschild-oxfam.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1302\" title=\"Foto: oxfam\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Tobias Hauschild ist Leiter Soziale Gerechtigkeit bei <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.oxfam.de\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Oxfam Deutschland<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"390\" height=\"144\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/05\/OXFAM.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-79\" style=\"width:310px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/652d98fc798aeb069ceee397\/t\/65a6a186bb0b007ae861f7ec\/1705419146513\/2024+Report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"612\" height=\"792\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2024\/02\/2024Report-proud-to-pay-more-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1303\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Report &#8222;proud to pay more&#8220; steht <a href=\"https:\/\/static1.squarespace.com\/static\/652d98fc798aeb069ceee397\/t\/65a6a186bb0b007ae861f7ec\/1705419146513\/2024+Report.pdf\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/proudtopaymore.org\/\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF-Datei<\/a> bereit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Durch ein moderates Verm\u00f6genssteuer-Modell k\u00f6nnten allein in Deutschland nach Oxfam-Sch\u00e4tzungen rund 85 Milliarden US-Dollar pro Jahr generiert werden. Das Geld k\u00f6nnte in die Bek\u00e4mpfung von Armut und Ungleichheit sowie den Klimaschutz investiert werden. 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