{"id":186,"date":"2018-11-26T14:15:53","date_gmt":"2018-11-26T13:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/?page_id=186"},"modified":"2020-09-04T22:56:11","modified_gmt":"2020-09-04T20:56:11","slug":"frankreich-ueberholt-deutschland-als-attraktivster-g20-markt-bei-investitionsklima-fuer-erneuerbare-energien","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/frankreich-ueberholt-deutschland-als-attraktivster-g20-markt-bei-investitionsklima-fuer-erneuerbare-energien\/","title":{"rendered":"Frankreich \u00fcberholt Deutschland als attraktivster G20-Markt bei Investitionsklima f\u00fcr erneuerbare Energien"},"content":{"rendered":"<p><em>Die erneuerbaren Energien in Frankreich, Deutschland und Gro\u00dfbritannien profitieren von stabilen Markt- und Investitionsbedingungen sowie von einem gr\u00f6\u00dftenteils positiven Politikumfeld. Insgesamt flossen 2017 in Deutschland rund 14,6 Milliarden US-Dollar in den Ausbau alternativer Energien; zum Erreichen der Klimaziele im Stromsektor wird jedoch eine j\u00e4hrliche Summe in H\u00f6he von rund 22,2 Milliarden US-Dollar ben\u00f6tigt. Zentral f\u00fcr eine hohe Investitions-Attraktivit\u00e4t in erneuerbare Energien sind eine verl\u00e4ssliche Energie- und Klimapolitik, konkrete und transparente Unterst\u00fctzung f\u00fcr erneuerbare Energien, faire Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu fossilen Energien sowie Markterfahrungen mit Erneuerbaren.<\/em><\/p>\n<p><strong>(Bonn\/K\u00f6ln\/M\u00fcnchen,<\/strong> 26. November 2018) Frankreich verdr\u00e4ngt Deutschland von der Spitzenposition als attraktivster Markt f\u00fcr Investitionen in erneuerbare Energien auf den zweiten Rang. Mit Gro\u00dfbritannien auf Rang drei und Italien auf Rang vier f\u00fchren die europ\u00e4ischen M\u00e4rkte die G20-Staaten an.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/11\/Allianz-Climate-and-Energy-Monitor-2018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-189\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/11\/Allianz-Climate-and-Energy-Monitor-2018-T-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"320\" height=\"452\"><\/a>Der heute ver\u00f6ffentlichte Allianz Klima- und Energiemonitor 2018 untersucht, wie gut das Investitionsklima der G20-Staaten f\u00fcr regenerative Energieprojekte ist und welcher Kapitalbedarf vorliegt. Berichtszeitraum ist das Jahr 2017. Die Analyse wird von der Allianz, NewClimate Institute und Germanwatch im dritten Jahr aufgelegt. \u201eDer Infrastrukturausbau f\u00fcr Solar- und Windenergie gilt als wichtigster Erfolgsfaktor f\u00fcr die Einhaltung der Pariser Klimaziele\u201c, erl\u00e4utert Katharina Latif, Leiterin Corporate Responsibility der Allianz Gruppe. \u201eDie Risiken des Klimawandels k\u00f6nnen nur gemeinsam von engagierten Regierungen, Unternehmen und der Zivilgesellschaft abgefedert werden.\u201c<\/p>\n<p>Laut Monitor m\u00fcssten alle G20-L\u00e4nder wesentlich mehr in erneuerbare Energie investieren, um die Erderw\u00e4rmung auf deutlich unter zwei und m\u00f6glichst 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Dazu w\u00e4ren f\u00fcr alle 19 Staaten bis 2050 j\u00e4hrliche Investitionen in den Stromsektor in H\u00f6he von rund 886 Milliarden US-Dollar notwendig. Zus\u00e4tzlich m\u00fcssten die L\u00e4nder ambitionierte, best\u00e4ndige und transparente Langfriststrategien f\u00fcr eine vollst\u00e4ndige Dekarbonisierung umsetzen. Bislang hat nur Gro\u00dfbritannien eine solche Klimastrategie verabschiedet. Deutschland, Frankreich und Brasilien haben als einzige G20-Staaten kurzfristige Ziele f\u00fcr erneuerbare Energien entwickelt.<\/p>\n<p><strong>Rahmenbedingungen insgesamt stabiler als im Vorjahr<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDie erneuerbaren Energien in Frankreich, Deutschland und Gro\u00dfbritannien profitieren von stabilen Markt- und Investitionsbedingungen sowie von einem gr\u00f6\u00dftenteils positiven Politikumfeld\u201c, erl\u00e4utert Co-Autor Prof. Niklas H\u00f6hne von NewClimate Institute die Ergebnisse des Monitors. \u201eAllerdings gibt es auch bei den Bestplatzierten noch ungenutztes Potenzial: Frankreichs Ausschreibungen f\u00fcr neue Anlagen sind zum Beispiel oft zu niedrig dotiert und der Solarenergiemarkt in Gro\u00dfbritannien ist nach politischen Reformen r\u00fcckl\u00e4ufig.\u201c Auch in den meisten anderen G20-Staaten haben sich die Investitionsbedingungen f\u00fcr erneuerbare Energien im vergangenen Jahr grunds\u00e4tzlich verbessert. Schwellenl\u00e4nder wie China und Indien bieten stabilere Rahmenbedingungen f\u00fcr Kapitalgeber als im Vorjahr.<\/p>\n<p><strong>Mehr Investitionen in Deutschland n\u00f6tig<\/strong><\/p>\n<p>Als Zweitplatzierter weist Deutschland mit 34 Prozent im Jahr 2017 einen im internationalen Vergleich hohen Anteil erneuerbarer Energien im nationalen Strommix auf. \u201eDie Zubau-Raten bei Wind- und Solarenergie haben im Jahr 2017 zugenommen. Mit der Umstellung von festen F\u00f6rders\u00e4tzen auf ein Auktionssystem ist aber auch das Volumen an zubaubaren Mengen reduziert worden. Daher erwarten wir f\u00fcr 2018 nahezu eine Halbierung der Investitionen bei der Windenergie\u201c, erl\u00e4utert Jan Burck von Germanwatch, Co-Autor des Monitors. \u201eEs h\u00e4ngt nun ma\u00dfgeblich von Zeitpunkt und Umfang der angek\u00fcndigten zus\u00e4tzlichen Auktionen f\u00fcr neue Wind- und Solaranlagen ab, ob Deutschland seine Position in der Spitzengruppe halten kann.\u201c Die neu installierte Windkraft-Kapazit\u00e4t stieg von 5.000 Megawatt (MW) im Jahr 2016 auf knapp 6.300 MW im Folgejahr, die Kapazit\u00e4t der Solarenergie nahm um rund 200 MW auf knapp 1.700 MW zu. Insgesamt flossen in Deutschland rund 14,6 Milliarden US-Dollar in den Ausbau alternativer Energien. Zum Erreichen der Klimaziele im Stromsektor wird jedoch eine j\u00e4hrliche Summe in H\u00f6he von rund 22,2 Milliarden US-Dollar ben\u00f6tigt.<\/p>\n<figure class=\"wp-block-table\">\n<table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\">\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.germanwatch.org\/es\/users\/janburck\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: germanwatch.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/11\/Jan-Burck-K-189x300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td>\n<td width=\"75%\">Jan Burck ist Referent f\u00fcr Klimaschutz &amp; Energie bei <a href=\"https:\/\/www.germanwatch.org\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Germanwatch e.V.<\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><\/td>\n<td><a href=\"https:\/\/www.germanwatch.org\/de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/11\/logoGermanwatch.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<\/figure>\n<p><strong>Weniger Zubau bei Wind- und Solarenergie in den USA<\/strong><\/p>\n<p>Die USA sind um zwei Pl\u00e4tze auf den neunten Rang gefallen. Die Autoren sehen hierf\u00fcr die Schritte der Regierung im Bereich der erneuerbaren Energien wie zum Beispiel Importz\u00f6lle auf Solarzellen als wesentliche Ursache. Im Jahr 2017 wurden rund ein Drittel weniger Wind- und Solaranlagen gegen\u00fcber dem Vorjahr installiert. Der j\u00e4hrliche Kapitalbedarf im Stromsektor steht mit 158 Milliarden US-Dollar den get\u00e4tigten Investitionen in erneuerbare Energien in H\u00f6he von 57 Milliarden US-Dollar gegen\u00fcber. Zum Vergleich: Der F\u00fcnftplatzierte China investierte im Jahr 2017 in erneuerbare Energien rund 133 Milliarden US-Dollar, w\u00fcrde aber erst mit 314 Milliarden US-Dollar pro Jahr auf einen Pfad Richtung Pariser Klimaziele im Stromsektor einschwenken. In Indien (Platz 10) verdoppelte sich der Ausbau der Solarenergie im Jahr 2017, auch bei der Windkraft wurde mehr installiert. Indien erreicht mit Investitionen in erneuerbare Energien von 11 Milliarden US-Dollar im Jahr 2017 aber bisher nur einen Bruchteil der j\u00e4hrlich ben\u00f6tigten Summe von 160 Milliarden US-Dollar.<\/p>\n<p><strong>Wichtige Rolle von Investoren f\u00fcr klimafreundliche Wirtschaft<\/strong><\/p>\n<p>Der Monitor zeigt ebenfalls bislang ungenutzte Potenziale von G20-Staaten auf, mit deren Hilfe sie ausgezeichnete Investitionsbedingungen f\u00fcr erneuerbare Energien schaffen k\u00f6nnten. Jan Burck: \u201eDie Frage ist nicht nur, ob die Staaten sich ambitionierte Ziele setzen, sondern vor allem wie sie diese konkret umsetzen wollen.\u201c<\/p>\n<p>Auch Versicherungsunternehmen k\u00f6nnen bei der Transformation mit ihren langfristigen Investitionsstrategien und ihrer Expertise im Risikomanagement eine zentrale Rolle spielen. Die Allianz hat sich als eines der ersten Versicherungsunternehmen langfristige Klimaziele gesetzt, die an das Zwei-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens gekn\u00fcpft sind. Bis zum Jahr 2040 sollen kohlebasierte Gesch\u00e4ftsmodelle im Kundenportfolio in der Versicherung und in der Anlage der Versichertengelder schrittweise auslaufen.<\/p>\n<p><strong>Der Allianz Klima und Energiemonitor<\/strong><\/p>\n<p>Der Monitor vergleicht die 19 Mitgliedsstaaten der G20 \u2011 somit ohne die Europ\u00e4ische Union (gesamt) \u2011 hinsichtlich ihrer Attraktivit\u00e4t f\u00fcr Investitionen in eine emissionsfreie Energie-Infrastruktur. Zudem berechnet er den momentanen und k\u00fcnftigen Investitionsbedarf \u2013 davon ausgehend, dass das Temperaturlimit des Pariser Klimaabkommens von 1,5 Grad Celsius beziehungsweise deutlich unter zwei Grad Celsius eingehalten werden soll. Zentral f\u00fcr eine hohe Attraktivit\u00e4t sind eine verl\u00e4ssliche Energie- und Klimapolitik, konkrete und transparente Unterst\u00fctzung f\u00fcr erneuerbare Energien, faire Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu fossilen Energien sowie Markterfahrungen mit Erneuerbaren. Hinzu kommen generelle makro\u00f6konomische Faktoren wie Inflation, Offenheit f\u00fcr ausl\u00e4ndische Investoren und Rechtssicherheit. Erstellt wurde der Monitor im dritten Jahr von der Allianz SE in Kooperation mit Germanwatch und dem NewClimate Institute.<\/p>\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/11\/Allianz-Climate-and-Energy-Monitor-2018.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\" \" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/11\/Allianz-Climate-and-Energy-Monitor-2018-T-212x300.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Der Allianz Klima und Energiemonitor steht <a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/11\/Allianz-Climate-and-Energy-Monitor-2018.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF<\/a> zur Verf\u00fcgung.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die erneuerbaren Energien in Frankreich, Deutschland und Gro\u00dfbritannien profitieren von stabilen Markt- und Investitionsbedingungen sowie von einem gr\u00f6\u00dftenteils positiven Politikumfeld. Insgesamt flossen 2017 in Deutschland rund 14,6 Milliarden US-Dollar in den Ausbau alternativer Energien; zum Erreichen der Klimaziele im Stromsektor wird jedoch eine j\u00e4hrliche Summe in H\u00f6he von rund 22,2 Milliarden US-Dollar ben\u00f6tigt. Zentral f\u00fcr &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/frankreich-ueberholt-deutschland-als-attraktivster-g20-markt-bei-investitionsklima-fuer-erneuerbare-energien\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eFrankreich \u00fcberholt Deutschland als attraktivster G20-Markt bei Investitionsklima f\u00fcr erneuerbare Energien\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":150,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-186","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=186"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":631,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/186\/revisions\/631"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}