{"id":240,"date":"2019-01-21T18:30:56","date_gmt":"2019-01-21T17:30:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/?page_id=240"},"modified":"2020-09-04T19:05:18","modified_gmt":"2020-09-04T17:05:18","slug":"weltwirtschaftsforum-2019-in-davos-konkurrenz-und-wachstum-sollen-richten-was-sie-angerichtet-haben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/weltwirtschaftsforum-2019-in-davos-konkurrenz-und-wachstum-sollen-richten-was-sie-angerichtet-haben\/","title":{"rendered":"Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos: Konkurrenz und Wachstum sollen richten, was sie angerichtet haben"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Nach Ansicht des globalisierungskritischen Netzwerks Attac ist vom 49. Weltwirtschaftsforum (WEF) vom 22. bis 25. Januar 2019 in Davos kein Beitrag zur L\u00f6sung der globalen Probleme zu erwarten. Das zeigten erneut die vorab ver\u00f6ffentlichten Berichte des WEF. Der Erhalt der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen, soziale Bed\u00fcrfnisse und ihre Finanzierung seien in Einklang zu bringen; notwendig daf\u00fcr sei eine breite gesellschaftliche Debatte statt Konkurrenz und weiteres sinnloses Wachstum.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>(Frankfurt am Main, 20. Januar 2019)<\/strong> \u201eDie selbst ernannte Elite, die sich ab Dienstag beim so genannten Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos versammelt, hat keine L\u00f6sungen f\u00fcr die von ihr verursachten globalen Probleme zu bieten\u201c, so das globalisierungskritische Netzwerk Attac. Das zeigten erneut die vorab ver\u00f6ffentlichten Berichte des WEF (<a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Global Risk Report (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.weforum.org\/reports\/the-global-risks-report-2019\" target=\"_blank\">Global Risk Report<\/a> und <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Global Competitiveness Report (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"http:\/\/reports.weforum.org\/global-competitiveness-report-2018\/downloads\/\" target=\"_blank\">Global Competitiveness Report<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.weforum.org\/reports\/the-global-risks-report-2019\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2019\/01\/WEF_Global_Risks_Report_2019-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-250\" width=\"320\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>\u201eKlimawandel, Cyberattacken und geopolitische Auseinandersetzungen werden als globale Gefahren benannt, und die Autoren beklagen, dass statt gemeinsamer Gefahrenabwehr egoistischer Nationalismus im Vordergrund steht. So weit, so richtig. Doch bei den L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen wird es absurd. Wieder richten sollen es Konkurrenz und Wirtschaftswachstum, also jene Prinzipien, die uns die Suppe erst eingebrockt haben\u201c, sagt Alfred Eibl vom bundesweiten Attac-Koordinierungskreis.<\/p>\n\n\n\n<p>\nVom 22. bis 25. Januar 2019 findet in Davos das 49. Jahrestreffen \ninternational f\u00fchrender Wirtschaftsexperten, Politiker, Wissenschaftler,\n gesellschaftlicher Akteure und Journalisten statt, die zum Thema \n\u201eGlobalization 4.0: Shaping a Global Architecture in the Age of the \nFourth Industrial Revolution\u201c (Globalisierung 4.0: Gestaltung einer \nglobale Architektur im Zeitalter der vierten industriellen Revolution) \ndiskutieren.\n\n<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Konkrete Schritte zu\nnachhaltiger \u00d6konomie diskutieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mehr als ein halbes Jahrhundert nach der Gr\u00fcndung des Club\nof Rome weiterhin auf \u201eunendliches Wachstum in einer endlichen Welt\u201c zu setzen,\nwerde den aktuellen Herausforderungen nicht gerecht. Stattdessen ist es nach\nAnsicht von Attac h\u00f6chste Zeit, konkrete Schritte zu einer nachhaltigen\n\u00d6konomie zu diskutieren.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWenn wir ein stabiles \u00d6kosystem als unsere nat\u00fcrliche\nLebensgrundlage erhalten und zu einer Gesellschaft werden wollen, in der Gemeinwohl\nund pers\u00f6nliche Entfaltung sich gegenseitig bedingen, f\u00fchrt an einer sozial-\u00f6kologischen\nTransformation unserer Wirtschaftsweise kein Weg vorbei. Dar\u00fcber m\u00fcssen wir\nsprechen\u201c, fordert Alfred Eibl.<\/p>\n\n\n\n<p>Dabei geht es laut Attac nicht um die eine gro\u00dfe L\u00f6sung,\nsondern um eine breite Umgestaltungsaufgabe. Der Erhalt der nat\u00fcrlichen Lebensgrundlagen,\nsoziale Bed\u00fcrfnisse und ihre Finanzierung sind in Einklang zu bringen. Notwendig\ndaf\u00fcr ist eine breite gesellschaftliche Debatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Achim Heier, ebenfalls aktiv im Attac-Koordinierungskreis:\n\u201eWenn jemand den Anspruch erhebt, die Zukunft gestalten zu wollen, muss er sich\nan dieser gro\u00dfen Transformationsaufgabe mit L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen beteiligen. Dass\nsich das WEF sich dieser Aufgabe nicht stellt, zeigt, dass von Davos kein\nBeitrag zur L\u00f6sung der globalen Probleme zu erwarten ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach Ansicht des globalisierungskritischen Netzwerks Attac ist vom 49. Weltwirtschaftsforum (WEF) vom 22. bis 25. Januar 2019 in Davos kein Beitrag zur L\u00f6sung der globalen Probleme zu erwarten. Das zeigten erneut die vorab ver\u00f6ffentlichten Berichte des WEF. 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