{"id":814,"date":"2021-04-20T18:31:03","date_gmt":"2021-04-20T16:31:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/?page_id=814"},"modified":"2021-04-20T18:31:04","modified_gmt":"2021-04-20T16:31:04","slug":"repraesentative-umfrage-mehrheit-haelt-unser-wirtschaftssystem-fuer-ungerecht-und-verlangt-umfassende-reformen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/repraesentative-umfrage-mehrheit-haelt-unser-wirtschaftssystem-fuer-ungerecht-und-verlangt-umfassende-reformen\/","title":{"rendered":"Repr\u00e4sentative Umfrage: Mehrheit h\u00e4lt unser Wirtschaftssystem f\u00fcr ungerecht und verlangt umfassende Reformen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zum World Earth Day 2021 analysiert ein neuer Bericht die Gerechtigkeitsl\u00fccken der europ\u00e4ischen Wirtschaft \u2011 Start einer europaweiten NGO-Kampagne<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em>Eine repr\u00e4sentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research im Auftrag von Oxfam Deutschland zeigt: Nur jeder F\u00fcnfte in Deutschland ist davon \u00fcberzeugt, dass unser Wirtschaftssystem sozial gerecht ist, eine Mehrheit verlangt umfassende Reformen. \u00dcber dreiviertel der Befragten finden, dass gro\u00dfe Konzerne zu viel Einfluss auf die Politik aus\u00fcben und 71 Prozent wollen, dass die Politik die Macht gro\u00dfer Unternehmen begrenzt. Was im Einzelnen n\u00f6tig ist, um unsere Wirtschaft sozial und \u00f6kologisch gerecht zu gestalten, beschreibt ein neuer Bericht, den Oxfam, das Europ\u00e4ische Umweltb\u00fcro (EEB) und das &#8222;forum f\u00fcr internationale entwicklung und planung&#8220; (finep) anl\u00e4sslich des World Earth Day 2021 ver\u00f6ffentlichen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/NU-210421-Oxfam.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 21. April 2021)<\/strong> Nur jeder F\u00fcnfte in Deutschland ist davon \u00fcberzeugt, dass unser Wirtschaftssystem sozial gerecht ist, eine Mehrheit verlangt umfassende Reformen. Das zeigt eine gro\u00dfe repr\u00e4sentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research im Auftrag von Oxfam Deutschland. Anl\u00e4sslich des World Earth Day am 22. April 2021 ver\u00f6ffentlichen Oxfam, das Europ\u00e4ische Umweltb\u00fcro (EEB) und das \u201eforum f\u00fcr internationale entwicklung und planung\u201c (finep) einen Bericht, der die Ursachen von Ausbeutung und Naturzerst\u00f6rung in der europ\u00e4ischen Wirtschaft analysiert. Die Organisationen fordern eine Abkehr von der Fixierung auf Wachstum und eine sozial-\u00f6kologische Transformation der Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Umfrage wurden in Deutschland Anfang April 1001 Menschen ab 18 Jahren befragt. Einige zentrale Ergebnisse:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Nur jeder F\u00fcnfte Befragte (21 Prozent) h\u00e4lt das Wirtschaftssystem in Deutschland f\u00fcr sozial gerecht. 56 Prozent sind der Meinung, dass kleine Ver\u00e4nderungen nicht ausreichen, sondern die Wirtschaft umfassend reformiert werden muss.<\/li><li>Nur 13 Prozent sind der Meinung, dass Einkommen und Verm\u00f6gen in Deutschland gerecht verteilt sind. M\u00e4nner (16 Prozent) und Menschen mit sehr hohem Einkommen (20 Prozent) sind davon allerdings etwas h\u00e4ufiger \u00fcberzeugt als Frauen (9 Prozent) und Menschen mit niedrigem Einkommen (10 Prozent).<\/li><li>Kritik gibt es auch daran, wer von Unternehmensgewinnen profitiert: Nur 12 Prozent der Befragten meinen, diese seien gerecht verteilt.<\/li><li>\u00dcber dreiviertel der Befragten (77 Prozent) finden zudem, dass gro\u00dfe Konzerne zu viel Einfluss auf die Politik aus\u00fcben und 71 Prozent wollen, dass die Politik die Macht gro\u00dfer Unternehmen begrenzt.<\/li><li>\u00c4hnlich viele Befragte (78 Prozent) meinen, dass die Politik das Wirken gro\u00dfer Unternehmen auf die Umwelt st\u00e4rker regulieren muss und 59 Prozent finden, dass Umweltverschmutzung von Unternehmen nicht ausreichend geahndet wird.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p>\u201eDie Mehrheit in Deutschland verlangt mehr Gerechtigkeit in Wirtschaft und Gesellschaft. Die Menschen haben genug von Profiten um jeden Preis, die zu Ungleichheit und Naturzerst\u00f6rung f\u00fchren. Doch machen wir uns nichts vor: Eine Minderheit profitiert von diesen Verh\u00e4ltnissen und niemand gibt gerne freiwillig Macht und Privilegien ab. Deshalb braucht es tiefgreifende politische Reformen \u2013 und soziale Bewegungen, die diese Ver\u00e4nderungen einklagen und vorantreiben\u201c, sagt Barbara Sennholz-Weinhardt, Wirtschaftsexpertin bei Oxfam Deutschland.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wirtschaft demokratisieren, Fixierung auf Wachstum \u00fcberwinden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Was im Einzelnen n\u00f6tig ist, um unsere Wirtschaft sozial und \u00f6kologisch gerecht zu gestalten, beschreibt ein neuer Bericht, den Oxfam, EEB und finep anl\u00e4sslich des World Earth Day 2021 ver\u00f6ffentlicht. In \u201eTowards a Wellbeing Economy\u201c beschreiben die beiden Organisationen die systemischen Ursachen von Ausbeutung und Naturzerst\u00f6rung: historisch und politisch bedingte soziale Ungleichheit, die Konzentration von Macht und Reichtum und die Abh\u00e4ngigkeit unserer Wirtschaft von Wachstum. Die Zusammenh\u00e4nge zeigt der Bericht anhand von vier Sektoren beispielhaft auf: Landwirtschaft, Textilien, Geb\u00e4ude und Digitalwirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p>Um diese ausbeuterischen Strukturen zu \u00fcberwinden, fordern Oxfam, EEB und finep unter anderem eine Abkehr von der Wachstumsfixierung, die Umwelt und Menschen sch\u00e4digt, sowie den Aufbau einer klimagerechten und demokratischen Wirtschaft. Daf\u00fcr muss die Politik der fortschreitenden Machtkonzentration in M\u00e4rkten und von Konzernen ein Ende setzen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Bundesregierung muss Unternehmen st\u00e4rker regulieren<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Bundesregierung muss dringend das Wettbewerbs- und Kartellrecht versch\u00e4rfen und Mitspracherechte aller Interessengruppen sowie Gemeinwohlorientierung in der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung von Unternehmen st\u00e4rker gesetzlich verankern, damit sich Unternehmensentscheidungen nicht vor allem an Profiterwartungen ausrichten. \u201eWir m\u00fcssen die wirtschaftliche und politische Macht in viele statt in wenige H\u00e4nde legen. Und wir m\u00fcssen unsere Wirtschaft so gestalten, dass sie ein gutes Leben f\u00fcr alle erm\u00f6glicht, egal ob sie w\u00e4chst oder nicht\u201c, fordert Sennholz-Weinhardt.<\/p>\n\n\n\n<p>Oxfam Deutschland, EEB und finep sind Teil eines B\u00fcndnisses aus 16 Nichtregierungsorganisationen aus 13 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, das am World Earth Day die europaweite Kampagne <a aria-label=\" (opens in a new tab)\" href=\"https:\/\/climateofchange.info\/germany\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" class=\"rank-math-link\">#ClimateOfChange<\/a> startet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/blog\/autor_innen\/barbara-sennholz-weinhardt\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: OXFAM.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/Barbara-Sennholz-Weinhardt.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Barbara Sennholz-Weinhardt ist Referentin f\u00fcr Wirtschaft und Globalisierung bei <a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">OXFAM Deutschland<\/a>.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/www.oxfam.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/05\/OXFAM.png\" alt=\"\" width=\"150\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/coc_report_summary_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/coc_report_summary_DE_FINAL-T.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Eine vierseitige deutsche Zusammenfassung des Berichts &#8222;Towards a Wellbeing Economy&#8220; steht <a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/coc_report_summary_DE_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF<\/a> bereit.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/Wellbeing-Economy_report_EN_FINAL.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\" \" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/Wellbeing-Economy_report_EN_FINAL-T.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Der vollst\u00e4ndige Bericht &#8222;Towards a Wellbeing Economy&#8220; in englischer Sprache steht <a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/Wellbeing-Economy_report_EN_FINAL.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF<\/a> bereit.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/Ergebnisbericht_Oxfam-DE_2021-04-16.pdf\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\" \" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/Ergebnisbericht_Oxfam-DE_2021-04-16-T.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Die vollst\u00e4ndigen Umfrageergebnisse des Marktforschungsinstituts Splendid Research im Auftrag von Oxfam Deutschland stehen <a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/04\/Ergebnisbericht_Oxfam-DE_2021-04-16.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF<\/a> bereit.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum World Earth Day 2021 analysiert ein neuer Bericht die Gerechtigkeitsl\u00fccken der europ\u00e4ischen Wirtschaft \u2011 Start einer europaweiten NGO-Kampagne Eine repr\u00e4sentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Splendid Research im Auftrag von Oxfam Deutschland zeigt: Nur jeder F\u00fcnfte in Deutschland ist davon \u00fcberzeugt, dass unser Wirtschaftssystem sozial gerecht ist, eine Mehrheit verlangt umfassende Reformen. \u00dcber dreiviertel der Befragten &hellip; 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