{"id":935,"date":"2021-12-16T17:21:30","date_gmt":"2021-12-16T16:21:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/?page_id=935"},"modified":"2021-12-16T17:23:06","modified_gmt":"2021-12-16T16:23:06","slug":"statt-wertschoepfung-durch-kredite-zu-ermoeglichen-schoepft-die-finanzwelt-zu-oft-mehrwert-aus-der-wirtschaft-ab","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/statt-wertschoepfung-durch-kredite-zu-ermoeglichen-schoepft-die-finanzwelt-zu-oft-mehrwert-aus-der-wirtschaft-ab\/","title":{"rendered":"Statt Wertsch\u00f6pfung durch Kredite zu erm\u00f6glichen, sch\u00f6pft die Finanzwelt zu oft Mehrwert aus der Wirtschaft ab"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Lediglich rund 30 Prozent der europ\u00e4ischen Bankbilanzen sind noch der Kreditvergabe an Privathaushalte oder Nicht-Finanzunternehmen zuzurechnen; der Finanzsektor befasst sich immer mehr mit Gesch\u00e4ften innerhalb der eigenen Branche. In der aktuellen Studie &#8222;Der Finanzsektor ist zu gro\u00df&#8220; legt Finanzwende Recherche anhand von zahlreichen Beispielen dar, inwieweit ein zu gro\u00dfer Finanzmarkt sch\u00e4dlich f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft ist. Auch das Eindringen von Finanzakteuren in Bereiche wie die Pflege greift die Studie auf, wo Private-Equity-Firmen laut Finanzwende mitunter hohe Renditen auf Kosten von Pflegebed\u00fcrftigen und Besch\u00e4ftigten erzielen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/12\/NU-211216-finanzwende.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-929\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 15. Dezember 2021)<\/strong> In der aktuellen Studie \u201eDer Finanzsektor ist zu gro\u00df\u201c legt Finanzwende Recherche anhand von zahlreichen Beispielen dar, inwieweit ein zu gro\u00dfer Finanzmarkt sch\u00e4dlich f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft ist. Daten des Statistischen Amts der Europ\u00e4ischen Union zeigen, dass der Sektor in der Eurozone im Verh\u00e4ltnis zur Wirtschaftsleistung heute doppelt so gro\u00df ist wie vor 20 Jahren. Gegenw\u00e4rtig ist der Sektor nach Darstellung von Finanzwende unter anderem zu sehr mit sektorinternen Gesch\u00e4ften befasst, zu oft in illegale Aktivit\u00e4ten verwickelt und sorge f\u00fcr Instabilit\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Organisation f\u00fchrt unter anderem aus, dass nur rund 30 Prozent der europ\u00e4ischen Bankbilanzen noch der Kreditvergabe an Privathaushalte oder Nicht-Finanzunternehmen zuzurechnen sind. Dagegen befasse sich der Finanzsektor immer mehr mit Gesch\u00e4ften innerhalb der eigenen Branche. Besonders eindr\u00fccklich wird dies laut Finanzwende bei der Betrachtung von Gesch\u00e4ften mit Derivaten. Fast 95 Prozent aller ausstehenden Vertr\u00e4ge betreffen Gesch\u00e4fte nur zwischen Finanzakteuren.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch das Eindringen von Finanzakteuren in Bereiche wie die Pflege greift die Studie auf, wo Private-Equity-Firmen laut Finanzwende mitunter hohe Renditen auf Kosten von Pflegebed\u00fcrftigen und Besch\u00e4ftigten erzielen. \u201eStatt Wertsch\u00f6pfung durch Kredite zu erm\u00f6glichen, sch\u00f6pft die Finanzwelt zu oft Mehrwert aus der Wirtschaft ab\u201c, erkl\u00e4rt Gerhard Schick, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Finanzwende Recherche dazu.<\/p>\n\n\n\n<p>Unter anderem anhand der zunehmenden Bedeutung von Schattenbanken zeigt Finanzwende auch auf, dass der Finanzsektor noch immer schnell zu einer Gefahr f\u00fcr die Stabilit\u00e4t werden kann. Die Organisation weist zudem auf die ineffizienten Vertriebsstrukturen f\u00fcr Finanzprodukte hin, die mitunter zu hohen Kosten f\u00fcr Sparerinnen und Sparer f\u00fchren. So arbeiten in Deutschland fast 300.000 Menschen im Vertrieb von Finanzprodukten wie Versicherungen oder Hypotheken.<\/p>\n\n\n\n<p>Gerhard Schick meint angesichts der Entwicklung des Finanzsektors: \u201eEs gibt zu viele illegale, unproduktive oder sch\u00e4dliche Finanztransaktionen. Der Finanzsektor ist der Gesellschaft und Wirtschaft an vielen Stellen \u00fcber den Kopf gewachsen, um nicht zu sagen: Er schadet.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Laut der Organisation liegen zahlreiche Vorschl\u00e4ge auf dem Tisch, wie ein Austrocknen von Schattenfinanzzentren, h\u00f6here Kapitalanforderungen an Finanzinstitute oder eine Finanztransaktionssteuer, damit der Sektor schrumpft. Dadurch k\u00f6nne sich der Finanzsektor wieder auf seine wesentlichen Aufgaben wie die Kreditvergabe konzentrieren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Finanzwende Recherche ist eine gemeinn\u00fctzige Tochtergesellschaft der B\u00fcrgerbewegung Finanzwende. Die Organisation verwirklicht ihre Ziele wie Aufkl\u00e4rung und Verbraucherschutz, indem sie Informationen sammelt und f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit aufbereitet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.finanzwende.de\/ueber-uns\/team\/?cookieLevel=not-set\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"450\" height=\"597\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/12\/Gerhard_Schick-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-932\" title=\"Foto: Finanzwende Recherche\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Gerhard Schick ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <a href=\"https:\/\/www.finanzwende.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Finanzwende Recherche<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.finanzwende.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"443\" height=\"113\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/12\/Finanzwende-Recherche-Kopie.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-933\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.finanzwende-recherche.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Report_Der-Finanzsektor-ist-zu-gross.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"599\" height=\"846\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2021\/12\/Report_Der-Finanzsektor-ist-zu-gross-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-930\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p>Die Studie &#8222;Der Finanzsektor ist zu gro\u00df&#8220; steht <a href=\"https:\/\/www.finanzwende-recherche.de\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Report_Der-Finanzsektor-ist-zu-gross.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF bereit.<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lediglich rund 30 Prozent der europ\u00e4ischen Bankbilanzen sind noch der Kreditvergabe an Privathaushalte oder Nicht-Finanzunternehmen zuzurechnen; der Finanzsektor befasst sich immer mehr mit Gesch\u00e4ften innerhalb der eigenen Branche. 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