{"id":1357,"date":"2025-11-15T14:59:53","date_gmt":"2025-11-15T13:59:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/hans-jochen-luhmann\/?page_id=1357"},"modified":"2025-11-15T15:04:48","modified_gmt":"2025-11-15T14:04:48","slug":"verteidigungsplanung-der-eu-ein-formal-korrekter-und-transparenter-ansatz-nur-voellig-ueberzogen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/hans-jochen-luhmann\/verteidigungsplanung-der-eu-ein-formal-korrekter-und-transparenter-ansatz-nur-voellig-ueberzogen\/","title":{"rendered":"Verteidigungsplanung der EU: Ein formal korrekter und transparenter Ansatz, nur v\u00f6llig \u00fcberzogen"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Die EU hat am 16. Oktober 2025 einen &#8222;Fahrplan f\u00fcr die Verteidigungsbereitschaft 2030&#8220; vorgelegt. Daran k\u00f6nnte Europa auch scheitern und in konkurrierende Nationalstaaten auseinanderbrechen. Das Programm der Unabh\u00e4ngigkeit von den US-F\u00e4higkeiten ist strittig zwischen den EU-Staaten, entlang der Linie \u00f6stliche Beitrittsl\u00e4nder versus westliche Altmitglieder. (November 2025)<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bereitschaft zur Transparenz in Fragen der R\u00fcstung ist auf EU-Ebene deutlich h\u00f6her als in Deutschland. W\u00e4hrend die deutsche Bundesregierung die \u00d6ffentlichkeit im Nebel dar\u00fcber bel\u00e4sst, mit welchen F\u00e4higkeiten und welchen Schritten, und mit welchem Zeitplan, sie das Ziel erreichen will, <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/erste-regierungserklaerung-kanzler-merz-2347354\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">die \u201e<em>konventionell st\u00e4rkste Armee Europas<\/em>\u201c zu schaffen<\/a>, ist die EU dazu ganz anders drauf.<\/p>\n\n\n\n<p>Sie hat am 16. Oktober 2025 einen <a href=\"https:\/\/www.parlament.gv.at\/dokument\/XXVIII\/EU\/40287\/imfname_11529294.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u201e<em>Fahrplan f\u00fcr die Verteidigungsbereitschaft 2030<\/em>\u201c<\/a> vorgelegt \u2013 mit dem vorangestellten Versprechen \u201e<em>Frieden sichern<\/em>\u201c. Am 23. Oktober 2025 <a href=\"https:\/\/data.consilium.europa.eu\/doc\/document\/ST-18-2025-INIT\/de\/pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">hat der Europ\u00e4ische Rat das Vorhaben best\u00e4tigt \u2013 mit einer zentralen Ausnahme allerdings<\/a>. Dem Fahrplan wird nun im Groben gefolgt, die ersten vier \u201eZ\u00fcge\u201c sollten bereits auf die Schiene gesetzt sein, doch dazu gab es keinen Konsens unter den Staatschefs \u2013 die Konfliktlinie lief zwischen Ost-Europa einerseits und West- und S\u00fcdeuropa andererseits. Der Kern des Vorhabens wird hier umrissen.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">1.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Bedrohung, die Herausforderung<\/h1>\n\n\n\n<p>Da die EU ihre Texte nach einheitlicher Systematik verfasst, beginnt es schulgerecht mit der Skizzierung der anstehenden Aufgabe. Die wird so beschrieben:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Russland hat seine Wirtschaft und Gesellschaft militarisiert. <strong>2025 wird sein offiziell ausgewiesener Verteidigungshaushalt 7 % des BIP \u00fcberschreiten.<\/strong> Rund 40 % seiner Haushaltsausgaben im Jahr 2025 flie\u00dfen in Sicherheit und Verteidigung. Von diesem militarisierten Russland geht auf absehbare Zeit eine anhaltende Bedrohung f\u00fcr die europ\u00e4ische Sicherheit aus.<\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Das war von NATO-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte vorab gespiegelt worden <a href=\"https:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natohq\/opinions_238380.htm\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in einer spontanen Diskussions-Bemerkung beim 71. NATO-Parlamentarier-Treffen in Ljubljana am 13. Oktober 2025<\/a>:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong><em>as NATO, we are 25 times bigger than the Russian economy.<\/em><\/strong><em> <strong>Our military is infinitely superior \u2026 to the Russian military<\/strong>, when it comes to our air force, I mean, the Russians cannot even stand in the shadow with these MiG-31s, or whatever they call them, because they\u2019re not well-trained fighter pilots. So, and then the question could be, \u2018okay, but <strong>why then is Russia still a threat?<\/strong> And why do we have to spend more?\u2019 Well, for two reasons: <strong>because they are willing to spend 40% of their state income on defence<\/strong>, so they are rapidly ramping up. And if you are willing, as a dictator, to accept 1 million of your people getting killed or seriously wounded with almost no territory gains in Ukraine <\/em>\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zahlen in den beiden \u00c4u\u00dferungen zusammengenommen besagen:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>Die EU unterschl\u00e4gt in ihrer Darstellung, dass Russland aus den sieben Prozent ihres BIP auch noch einen laufenden Krieg finanziert, also nicht nur investiert und Vorsorge treibt, sondern auch in erheblichem Umfang konsumiert, das hei\u00dft Kapazit\u00e4ten vernichtet \u2013 und dar\u00fcber hinaus menschliche Ressourcen in erheblichem Ma\u00dfe abbaut beziehungsweise zur Langzeitbelastung macht. Das ist wesentlich anders als bei den europ\u00e4ischen NATO-Partnern, die aktuell aufr\u00fcsten. Bei denen ist Brutto im Wesentlichen gleich Netto.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei einem BIP-Verh\u00e4ltnis von 1:25 entsprechen sieben Prozent von Russlands BIP ein Dreizehntel (25\/2) der Verteidigungsausgaben (in H\u00f6he von 3,5 Prozent) der europ\u00e4ischen NATO-Staaten; also knapp 0,3 Prozent.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Wenn die milit\u00e4rische Herausforderung so, wie die EU sie darlegt, korrekt beschrieben ist, wovor sollen die Europ\u00e4er sich dann f\u00fcrchten? Die EU wie der NATO-Generalsekret\u00e4r stellen, methodisch korrekt, diese Frage. Beide geben auch je eine Antwort. Doch die Antworten sind in beiden F\u00e4llen nicht satisfaktionsf\u00e4hig, sie zeigen keine Bedrohung, die eine Aufr\u00fcstung wie konzipiert auch nur zum Teil rechtfertigt. Das Missverh\u00e4ltnis liegt in der Gr\u00f6\u00dfenordnung einer Zehnerpotenz!<\/p>\n\n\n\n<p>Eine politische Klasse, die meint, mit dem Informationsbed\u00fcrfnis ihrer W\u00e4hlerschaft und ihrer Rechenschaftspflicht zu einer existentiellen Frage in solcher Weise umgehen zu k\u00f6nnen, hat in einem demokratischen System keine Zukunftsperspektive.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">2.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Antwort der europ\u00e4ischen Gemeinschaft auf die Bedrohung<\/h1>\n\n\n\n<p>Die EU will Zweierlei erreichen \u2013 und das ist nach meinem Urteil jeweils auch rational. Sie beschreibt es so:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>\u201e<em>F\u00fcr die Friedenssicherung durch Abschreckung m\u00fcssen das Verteidigungsdispositiv und die Verteidigungsf\u00e4higkeiten Europas auch f\u00fcr die Schlachtfelder von morgen ger\u00fcstet sein und dem Wandel der Kriegsf\u00fchrung Rechnung tragen. Technologische Innovation \u2026 sind Voraussetzungen f\u00fcr St\u00e4rke auf dem Schlachtfeld. <strong>Wer seine eigenen Technologien entwickelt, wird am st\u00e4rksten und am wenigsten abh\u00e4ngig sein<\/strong>; dies gilt insbesondere f\u00fcr die <strong>kritischen Systeme der modernen Kriegsf\u00fchrung<\/strong> wie Drohnen, Satelliten oder autonome Fahrzeuge. \u2026 Die Mitgliedstaaten m\u00fcssen sich schnellstens mit einer unabh\u00e4ngigen interoperablen strategischen Kapazit\u00e4t ausr\u00fcsten, die gemeinsam entwickelt und aufrechterhalten wird<\/em>\u201c<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Technologische sowie R\u00fcstungs-Unabh\u00e4ngigkeit sind Bedingungen f\u00fcr eine erfolgreiche Abwehr. Bislang aber, so moniert die EU, werden immer noch weniger als 50 Prozent der Verteidigungsg\u00fcter innerhalb der EU beschafft. Au\u00dfereurop\u00e4ische Anbieter haben in j\u00fcngster Zeit sogar Marktanteile hinzugewinnen k\u00f6nnen. Programm ist also Autonomie der R\u00fcstungswirtschaft, in der richtigen Erkenntnis, dass Abn\u00fctzungskriege \u00fcber die relativen wirtschaftlichen F\u00e4higkeiten entschieden werden. Der Wahlspruch hat also nicht zu sein \u201e<em>si vis pacem, para bellum<\/em>\u201c, sondern \u201e<em>si vis pacem, para oeconomicam<\/em>\u201c.<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>\u201eDie <strong>Ukraine bleibt <\/strong>nach wie vor die<strong> erste Verteidigungslinie Europas<\/strong> und ist ein fester Bestandteil der europ\u00e4ischen Verteidigungs- und Sicherheitsarchitektur, \u2026<\/em>\u201c.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Eventuelles Schlachtfeld soll die vorgelegene Ukraine sein \u2013 sie \u00fcbernimmt die Schlachtfeld-Rolle, die f\u00fcr Deutschland in der Zeit der Ost-West-Konfrontation bis 1989 vorgesehen war.<\/p>\n\n\n\n<p>Die grundlegenden Aussagen der EU lassen an Klarheit nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig:<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<em>Die Erreichung der vollen Verteidigungsbereitschaft bedeutet, dass die <strong>Streitkr\u00e4fte der Mitgliedstaaten dazu in der Lage sind, jede verteidigungsbezogene Krise, auch Kriegshandlungen mit hoher Intensit\u00e4t<\/strong>, zu antizipieren, sich darauf vorbereiten und <strong>darauf zu reagieren<\/strong>. \u2026 Das Bereitschaftsziel besteht im Kern darin, zu gew\u00e4hrleisten, dass Europa \u00fcber das <strong>vollst\u00e4ndige F\u00e4higkeitendispositiv<\/strong> verf\u00fcgt, das f\u00fcr die Abschreckung von jeglicher Aggression und den<br>a) <strong>Schutz seiner Grenzen<\/strong><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; # zu Lande,<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; # in der Luft und<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; # auf See<br>sowie <strong>&lt;Schutz&gt; seiner Netze und Ressourcen<\/strong><br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; # im Cyberraum und<br>&nbsp;&nbsp;&nbsp; # im Weltraum<br>erforderlich ist.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dieser umfassende Katalog von F\u00e4higkeitszielen soll (gemeinsam) realisiert werden durch das Instrument der \u201e<em>F\u00e4higkeitskoalitionen<\/em>\u201c<em>.<\/em> Bis Ende 2027 soll erreicht werden, dass in Europa mindestens 40 Prozent der Verteidigungsg\u00fcter gemeinsam beschafft werden. Auch ist vorgesehen, dass die \u201eP\u00fcnktlichkeit\u201c der Verfolgung des Beschaffungsfahrplans durch einen \u201eJahresbericht \u00fcber die Verteidigungsbereitschaft\u201c dokumentiert wird.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">3.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Priorisierung<\/h1>\n\n\n\n<p>Doch man kann nicht alles gleichzeitig angehen, es muss priorisiert werden. Dazu ist die Entscheidung der EU glasklar. Die Kommission schlug ein erstes Paket sog. \u201e<em>europ\u00e4ischer Leitinitiativen<\/em>\u201c vor, die ihrem Wesen nach gesamteurop\u00e4isch sind.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\">\n<li>die <strong>europ\u00e4ische Drohnen<u>abwehr<\/u>initiative<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>der <strong>Schutz<u>schild<\/u> f\u00fcr die Ostflanke<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>der <strong>europ\u00e4ische Luft<u>schild<\/u><\/strong><\/li>\n\n\n\n<li>der <strong>europ\u00e4ische Weltraum<u>schild<\/u><\/strong>.<\/li>\n<\/ol>\n\n\n\n<p>Auf das leitende Narrativ geschaut, f\u00e4llt auf, dass alle vier Initiativen defensiv formuliert sind; und dass dazu in drei der F\u00e4lle auf die antike bis mittelalterliche Waffe \u201eSchild\u201c Bezug genommen wird. Es ist somit zu pr\u00fcfen, ob das, was da waffentechnisch f\u00fcr heute unterlegt ist, dem gew\u00e4hlten Narrativ des allein zur Abwehr geeigneten Ger\u00e4ts auch entspricht. Die Pr\u00fcfung ergibt, ohne das hier zu belegen, das Erwartbare: Auch damit wird der B\u00fcrger an der Nase herumgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Doch <a href=\"https:\/\/www.osw.waw.pl\/en\/publikacje\/analyses\/2025-10-27\/european-council-greenlights-greater-eu-involvement-strengthening\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">der Europ\u00e4ische Rat strich aus diesem Quartett zur Deckung des dringendsten Bedarfs ausgerechnet den Schutzschild an der Ostflanke<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<p>Auff\u00e4llig ist zudem, dass die EU das Konzept verfolgt, alle F\u00e4higkeiten des pr\u00e4sumptiven Gegners zu spiegeln, unter der Maxime \u201e<em>Was der Gegner hat, reicht als Begr\u00fcndung hin, deshalb m\u00fcssen wir es auch haben.<\/em>\u201c Gleichzeitig wird, mit gro\u00dfem Recht, Wert gelegt auf technologische Innovationen; die will man f\u00f6rdern, da will man an der Spitze der Bewegung stehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun ist es bekanntlich jedoch so, dass Innovationen \u00fcberkommene Technologien obsolet machen. Der EU-Plan stellt Fertigkeitsl\u00fccken relativ zum Bestand des Gegners fest. Mit diesem Spiegel-Konzept blendet man jedoch exakt die Obsoleszenz-Eigenschaft neuer Technologien aus, man \u00fcberr\u00fcstet dann zwangsl\u00e4ufig in obsolet gewordenes Milit\u00e4rger\u00e4t. Schlachtschiffe versus U-Boote sind ein bekanntes Beispiel aus der Milit\u00e4rgeschichte, aktuell zeigt die Front in der Ukraine, dass der Panzer durch Drohnen, die ein gl\u00e4sernes Schlachtfeld geschaffen haben, obsolet gemacht worden ist. Der NATO-Generalsekret\u00e4r aber tut so, als ob der Panzerbau des Gegners die Bereitstellung einer funktionalen Waffe sei, die zu f\u00fcrchten sei. In Wahrheit ist ihr Bau in Massen eher massive Geldverschwendung. Das nachzumachen, ist irrt\u00fcmlich, da gedankenlos.<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading\">4.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; R\u00e9s\u00fcm\u00e9e<\/h1>\n\n\n\n<p>Die EU unternimmt den berechtigten Ansatz, Europa milit\u00e4rpolitisch unabh\u00e4ngig von den USA aufzustellen. Dazu will sie Zweierlei erreichen: eine deutlich geringere Abh\u00e4ngigkeit von der US-R\u00fcstungsindustrie sowie den eigenen Aufbau der sogenannten <em>enabler<\/em>-Kapazit\u00e4ten, die die USA im NATO-Zusammenhang bislang monopolisiert hatten. Da ist die Weltraum-Technologie zentral.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Programm der Unabh\u00e4ngigkeit von den US-F\u00e4higkeiten aber ist strittig zwischen den EU-Staaten, entlang der Linie \u00f6stliche Beitrittsl\u00e4nder versus westliche Altmitglieder. Diese ambivalente Zielsetzung verfolgt die EU deshalb im Rahmen oder unter Deckung eines massiven beziehungsweise v\u00f6llig unproportionierten Aufr\u00fcstungsprogramms. Auch das muss einem wirklichen Zweck dienen. Der aber wird nicht offenbart.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Zustimmung der Bev\u00f6lkerungen zu diesem unproportionierten Aufr\u00fcstungsprogramm ist br\u00fcchig, weil es um die Verteilung knapper Ressourcen geht. Das Versteckspiel zu den faktisch verfolgten strategischen Zielen sch\u00fcrt zudem Misstrauen.<\/p>\n\n\n\n<p>Europa begibt sich auf einen gef\u00e4hrlichen Pfad, mit viel Dynamit \u2013 daran k\u00f6nnte Europa auch scheitern und in konkurrierende Nationalstaaten auseinanderbrechen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/vdw-ev.de\/ueber-uns\/studiengruppen\/europ-sicherheit-frieden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"853\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/hans-jochen-luhmann\/wp-content\/uploads\/sites\/12\/2020\/10\/Luhmann_Jochen_FG1_farb-1024x853.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-827\" title=\"Foto: Hans-Jochen Luhmann\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Hans-Jochen Luhmann, Mitglied der Studiengruppe \u201eFrieden und Europ\u00e4ische Sicherheit\u201c der <a href=\"https:\/\/vdw-ev.de\/\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/vdw-ev.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vereinigung Deutscher Wissenschaftler (VDW)<\/a>.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die EU hat am 16. 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