{"id":168,"date":"2019-07-18T18:42:00","date_gmt":"2019-07-18T16:42:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/?page_id=168"},"modified":"2020-09-09T15:08:11","modified_gmt":"2020-09-09T13:08:11","slug":"studie-co2-preise-weltweit-auf-vormarsch","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/studie-co2-preise-weltweit-auf-vormarsch\/","title":{"rendered":"Studie: CO2-Preise weltweit auf Vormarsch"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Eine Entscheidung\nDeutschlands f\u00fcr Emissionshandel bei Verkehr und Geb\u00e4uden w\u00e4re Sonderweg \u2013 alle\nanderen EU-Staaten mit CO2-Bepreisung zus\u00e4tzlich zum europ\u00e4ischen\nZertifikatehandel setzen auf Steuerl\u00f6sung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Studie \u201cCO2-Preise: eine Idee, deren Zeit gekommen ist\u201d ist die aktuellste umfassende \u00dcbersicht \u00fcber die derzeit sich entwickelnde Bepreisung von Treibhausgasen weltweit. Sie untersucht die Staaten der G20 und der EU plus Norwegen und Schweiz hinsichtlich der Frage, welche CO2-Preise bereits eingef\u00fchrt sind und in welchen L\u00e4ndern analog zu Deutschland die Ausweitung der CO2-Bepreisung debattiert wird. Damit wirft sie auch einen aktuellen Blick auf die zu erwartende k\u00fcnftige Entwicklung der CO2-Bepreisung weltweit.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/NU-CO2-Preise.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(Berlin, 12. Juli 2019) <\/strong>Immer mehr Staaten in Europa und weltweit f\u00fchren CO2-Preise ein. Deutschland w\u00fcrde sich allerdings auf einen Sonderweg begeben, wenn es einen zus\u00e4tzlichen Emissionshandel in den Sektoren Verkehr und Geb\u00e4ude einf\u00fchren w\u00fcrde. Andere EU-Staaten setzen hier einhellig auf Steuerl\u00f6sungen. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer neuen Vergleichsstudie der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch, die heute vor der Vorstellung des <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Sondergutachtens zur CO2-Bepreisung durch den Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/sg_2019.pdf\" target=\"_blank\">Sondergutachtens zur CO2-Bepreisung durch den Sachverst\u00e4ndigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung<\/a> ver\u00f6ffentlicht worden ist.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.germanwatch.org\/de\/16693\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/Germanwatch-CO2-Preise-EU-G20-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-166\" width=\"320\"\/><\/a><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eDeutschland folgt einem in Europa und weltweit zu\nbeobachtenden Trend, wenn die Bundesregierung jetzt CO2-Preise zus\u00e4tzlich zum\nEmissionshandel einf\u00fchrt\u201c, sagt Linus Herzig, Referent f\u00fcr CO2-Preise bei\nGermanwatch und einer der Autoren der Studie. \u201eCO2-Preise sind bereits\nwichtiger Teil des klimapolitischen Werkzeugkastens vieler L\u00e4nder in Europa und\nin der G20. Von einem nationalen Alleingang kann also keine Rede sein.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sei zudem auffallend, wie wenige L\u00e4nder sich bei der\nCO2-Bepreisung in den Bereichen Verkehr und Geb\u00e4ude f\u00fcr ein Vorgehen \u00fcber den\nHandel mit Zertifikaten entschieden haben. Herzig: \u201eAlle zw\u00f6lf EU-Staaten, die\nneben dem Europ\u00e4ischen Emissionshandel zus\u00e4tzliche CO2-Preisinstrumente\numgesetzt haben, haben sich f\u00fcr eine Steuerl\u00f6sung entschieden.\u201c In immer mehr\nStaaten spielt zudem die sozialvertr\u00e4gliche Ausgestaltung der eigenen\nCO2-Preissysteme eine gro\u00dfe Rolle.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Oldag Caspar, Teamleiter f\u00fcr Deutsche- und Europ\u00e4ische\nKlimapolitik bei Germanwatch und Co-Autor der Studie, erg\u00e4nzt: \u201eDie\nBundesregierung sollte noch dieses Jahr zumindest einen CO2-Preis im Verkehr\nund bei Geb\u00e4uden beschlie\u00dfen und sich dabei \u2011 wie die europ\u00e4ischen Partner \u2011\nf\u00fcr eine Steuerreform entscheiden. Wir empfehlen der Bundesregierung auch\ndringend die Gespr\u00e4che mit EU-Nachbarn zu beschleunigen, um einen\nCO2-Mindestpreis im Stromsektor im Rahmen einer Vorreiterallianz von Staaten\nauf den Weg zu bringen.\u201c Positive Signale f\u00fcr ein solches Vorgehen kommen\nmittlerweile aus gut zehn Mitgliedsstaaten \u2013 insbesondere aus Frankreich und\nden Niederlanden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Studie \u201eCO2-Preise: eine Idee, deren Zeit gekommen ist\u201c\nist die aktuellste umfassende \u00dcbersicht \u00fcber die derzeit sich entwickelnde\nBepreisung von Treibhausgasen weltweit. Sie untersucht die Staaten der G20 und\nder EU plus Norwegen und Schweiz hinsichtlich der Frage, welche CO2-Preise\nbereits eingef\u00fchrt sind und in welchen L\u00e4ndern analog zu Deutschland die\nAusweitung der CO2-Bepreisung debattiert wird. Damit wirft sie auch einen\naktuellen Blick auf die zu erwartende k\u00fcnftige Entwicklung der CO2-Bepreisung\nweltweit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die Studie in Zahlen:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>45 Staaten untersucht: 30 europ\u00e4ische (EU plus Norwegen und Schweiz) sowie 15 weitere G20-Staaten (vier EU-Staaten und die EU als Ganzes nicht doppelt gez\u00e4hlt)<\/li><li>39 von den 45 untersuchten Staaten haben nationale oder regionale CO2-Bepreisungssysteme eingerichtet. Dabei ist der Europ\u00e4ische Emissionshandel eingerechnet.<\/li><li>Von den insgesamt 19 G20-Staaten haben 13 eine nationale oder regionale CO2-Bepreisung umgesetzt (inklusive Europ\u00e4ischer Emissionshandel).<\/li><li>Von den 28 EU-Mitgliedern haben 12 Staaten zus\u00e4tzlich zum Europ\u00e4ischen Emissionshandel nationale CO2-Preise. Neun von ihnen in den Sektoren Verkehr und\/oder Geb\u00e4ude. Alle 12 Staaten haben eine Steuerl\u00f6sung gew\u00e4hlt.<\/li><li>Neben Deutschland f\u00fchren insgesamt 23 der 45 Staaten gerade Debatten \u00fcber die Weiterentwicklung oder den Start in die CO2-Bepreisung. Das ist mehr als die H\u00e4lfte der untersuchten L\u00e4nder. Manche der Debatten sind sehr weit fortgeschritten, manche noch im Anfangsstadium.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/germanwatch.org\/de\/user\/149\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: germanwatch e.V.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/Linus-Herzig-K.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Linus Herzig ist Referent f\u00fcr CO2-Preise bei <a href=\"https:\/\/germanwatch.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Germanwatch e.V.<\/a><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/germanwatch.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2018\/08\/logoGermanwatch.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Die wichtigsten\nErgebnisse der Studie:<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>Immer mehr Staaten weltweit f\u00fchren CO2-Preise\nein. Deutschland w\u00e4re kein Vorreiter, sondern w\u00fcrde einem internationalen Trend\nfolgen, sollte die Bundesregierung jetzt zus\u00e4tzlich zur aktuellen Ausgestaltung\ndes EU-Emissionshandels CO2 bepreisen.<\/li><li>Die internationale Dynamik bei der Einf\u00fchrung\nund St\u00e4rkung von CO2-Preisen wird mit hoher Wahrscheinlichkeit weitergehen.\nEine Vielzahl von Staaten diskutiert aktuell \u00fcber die Einf\u00fchrung neuer bzw. die\nWeiterentwicklung bestehender nationaler und regionaler CO2-Preisinstrumente.<\/li><li>Die Staaten nehmen die sozialvertr\u00e4gliche\nAusgestaltung verst\u00e4rkt in den Fokus.<\/li><li>Deutschland w\u00fcrde sich mit der Einf\u00fchrung eines\nzus\u00e4tzlichen Emissionshandels in den Sektoren Verkehr und Geb\u00e4ude \u2013 anstatt\neiner Steuerl\u00f6sung \u2013 auf einen Sonderweg begeben.<\/li><\/ul>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.germanwatch.org\/de\/16693\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" title=\" \" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/Germanwatch-CO2-Preise-EU-G20-T.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Die Studie &#8222;CO2-Preise: eine Idee, deren Zeit gekommen ist&#8220; steht <a href=\"https:\/\/www.germanwatch.org\/de\/16693\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF-Datei<\/a> bereit.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Entscheidung Deutschlands f\u00fcr Emissionshandel bei Verkehr und Geb\u00e4uden w\u00e4re Sonderweg \u2013 alle anderen EU-Staaten mit CO2-Bepreisung zus\u00e4tzlich zum europ\u00e4ischen Zertifikatehandel setzen auf Steuerl\u00f6sung Die Studie \u201cCO2-Preise: eine Idee, deren Zeit gekommen ist\u201d ist die aktuellste umfassende \u00dcbersicht \u00fcber die derzeit sich entwickelnde Bepreisung von Treibhausgasen weltweit. 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