{"id":175,"date":"2019-07-18T19:15:14","date_gmt":"2019-07-18T17:15:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/?page_id=175"},"modified":"2020-09-09T15:06:25","modified_gmt":"2020-09-09T13:06:25","slug":"wer-europaeische-loesung-beim-co2-preis-fordert-will-klimaschutz-auf-sankt-nimmerleins-tag-verschieben","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wer-europaeische-loesung-beim-co2-preis-fordert-will-klimaschutz-auf-sankt-nimmerleins-tag-verschieben\/","title":{"rendered":"&#8222;Wer europ\u00e4ische L\u00f6sung beim CO2-Preis fordert, will Klimaschutz auf Sankt-Nimmerleins-Tag verschieben&#8220;"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Der Wirtschaftsverband UnternehmensGr\u00fcn fordert die Bundesregierung auf, die schnelle Einf\u00fchrung einer aufkommensneutralen, sozialen CO2-Abgabe in Deutschland sicher zu stellen. \u201cWenn Unternehmer-Verb\u00e4nde vor Belastungen warnen, dann repr\u00e4sentieren sie damit heute nicht mehr die mittelst\u00e4ndische innovative Wirtschaft, die sich eine ambitionierte Klimaschutzpolitik w\u00fcnscht\u201d, so UnternehmensGr\u00fcn- Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Katharina Reuter. Wenn die Bundesregierung transparent macht, dass das Abgabe-Aufkommen nicht im Steuers\u00e4ckel folgenlos verschwindet, ist eine politische Akzeptanz f\u00fcr diesen drastischen nationalen Weg erreichbar.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/NU-Unternehmensgruen-CO2-Bepreisung.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(Berlin, 18. Juli 2019)<\/strong> Der Wirtschaftsverband UnternehmensGr\u00fcn fordert die Bundesregierung auf, die schnelle Einf\u00fchrung einer aufkommensneutralen, sozialen CO2-Abgabe in Deutschland sicher zu stellen. Denn im Gegensatz zu konservativen Verb\u00e4nden wie DIHK sieht UnternehmensGr\u00fcn in einer weiteren Verz\u00f6gerung mehr Schaden als Nutzen \u2013 gerade auch f\u00fcr die Wirtschaft.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eJeder Industrieverband, der sagt, er sei ja theoretisch f\u00fcr\neine CO2-Bepreisung \u2013 aber eben nur auf europ\u00e4ischer Ebene \u2013 der sagt im Grunde\nnein zur CO2-Steuer. Eine europ\u00e4ische L\u00f6sung \u2013 das ist gleichbedeutend mit dem\nVerschieben auf den politischen Sankt-Nimmerleins-Tag\u201c, erkl\u00e4rt\nUnternehmensGr\u00fcn-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dr. Katharina Reuter anl\u00e4sslich der heutigen\nSitzung des Klimakabinetts der Bundesregierung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eBeim Klimaschutz sind die innovativen Firmen in der\nWirtschaft l\u00e4ngst weiter als die Regierenden. Immer mehr Unternehmen sprechen\nsich \u00f6ffentlich f\u00fcr eine CO2-Steuer aus, zuletzt der Deutsche-Post Chef. Und\nmehr als 2.000 Unternehmen fordern als \u201eEntrepreneurs For Future\u201c inzwischen\neine wirksame und planbar steigende CO2-Bepreisung f\u00fcr alle Sektoren \u2013 und\nt\u00e4glich werden es mehr.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Wo sitzen die\nBremser?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diese Firmen haben nicht nur die dramatischen Folgen der\nErderhitzung erkannt, sondern wissen auch, dass gerade Unternehmen die\ntechnologischen L\u00f6sungen haben und dass sich aus mehr Klimaschutz mehr Chancen\nals Risiken ergeben. \u201eWenn Verb\u00e4nde wie der DIHK vor Belastungen warnen, dann\nrepr\u00e4sentieren sie damit heute nicht mehr die mittelst\u00e4ndische innovative\nWirtschaft, die sich eine ambitionierte Klimaschutzpolitik w\u00fcnscht\u201c, so Reuter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das gelte auch f\u00fcr den Emissionshandel, der gerade von\ninteressierter Lobbyseite wiederentdeckt wird \u2013 zum Beispiel im Rahmen der\nINSM-Kampagne (INSM: Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft). \u201eAuch hier sind\nes Nebelkerzen, wenn der Anschein erweckt wird, die Kostenwahrheit f\u00fcr eine\nTonne CO2 l\u00e4sst sich \u00fcber den Emissionshandel darstellen. Der Emissionshandel\nist weitgehend ein totes Pferd\u201c, so Reuter.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Klaus St\u00e4hle, Vorstand von UnternehmensGr\u00fcn und Anwalt: \u201eDer\nEmissionshandel deckt weniger als die H\u00e4lfte der nationalen Emissionen ab, da\nnur Kraftwerke und gro\u00dfe Industrieanlagen einbezogen sind. Und der aktuelle\nPreis f\u00fcr eine Tonne CO2 von 28 Euro reicht weder zur Kompensation der Umwelt-\nund Sozialsch\u00e4den noch zum Ansto\u00dfen weiterer technischer Innovationen.\u201c Das\nUmweltbundesamt beziffert die Klimaschadenskosten mit 180 EUR je Tonne CO2. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">UnternehmensGr\u00fcn setzt mit Blick auf die CO2-Bepreisung auf einen aufkommensneutralen Ansatz. Daneben m\u00fcssen soziale H\u00e4rten ber\u00fccksichtigt und abgefedert werden. UnternehmensGr\u00fcn-Vorstand Jan-Karsten Meier erkl\u00e4rt: \u201eWenn die CO2-Steuer zu einer Verteuerung von Brenn- und Baustoffen, von Maschinen und so weiter f\u00fchrt, darf das nicht gegen die Einf\u00fchrung eines solchen Systems instrumentalisiert werden. Denn die \u00f6kologischen und sozialen Folgekosten weiteren Stillstandes w\u00fcrden erheblich teurer.\u201c Zus\u00e4tzlich k\u00f6nnten bisherige Verbrauchskosten wie die Stromsteuer oder EEG-Abgaben, abgebaut werden, um sowohl private Haushalte als auch Industrie und Gewerbe deutlich zu entlasten. Meier weiter: \u201eWenn die Bundesregierung transparent macht, dass das Abgabe-Aufkommen nicht im Steuers\u00e4ckel folgenlos verschwindet, ist eine politische Akzeptanz f\u00fcr diesen drastischen nationalen Weg erreichbar.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.unternehmensgruen.org\/ueber-uns\/geschaeftsstelle\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: UnternehmensGr\u00fcn e.V.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/KatharinaReuterK.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Dr. Katharina Reuter ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von <a href=\"https:\/\/www.unternehmensgruen.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">UnternehmensGr\u00fcn e.V.<\/a><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/www.unternehmensgruen.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/logoUnternehmensgruen.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Wirtschaftsverband UnternehmensGr\u00fcn fordert die Bundesregierung auf, die schnelle Einf\u00fchrung einer aufkommensneutralen, sozialen CO2-Abgabe in Deutschland sicher zu stellen. \u201cWenn Unternehmer-Verb\u00e4nde vor Belastungen warnen, dann repr\u00e4sentieren sie damit heute nicht mehr die mittelst\u00e4ndische innovative Wirtschaft, die sich eine ambitionierte Klimaschutzpolitik w\u00fcnscht\u201d, so UnternehmensGr\u00fcn- Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Katharina Reuter. 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