{"id":189,"date":"2019-08-27T17:08:07","date_gmt":"2019-08-27T15:08:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/?page_id=189"},"modified":"2020-09-09T15:03:36","modified_gmt":"2020-09-09T13:03:36","slug":"g7-klimapolitisch-nicht-gemeinsam-handlungsfaehig","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/g7-klimapolitisch-nicht-gemeinsam-handlungsfaehig\/","title":{"rendered":"G7 klimapolitisch nicht gemeinsam handlungsf\u00e4hig"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht in dem Ergebnis des Gipfels in Biarritz einen klaren Beleg, dass die G7 mit dieser US-Regierung klimapolitisch nicht handlungsf\u00e4hig ist. Zugleich gibt es einige Anzeichen, dass die \u201cG6\u201d-Staaten die internationale Kooperation vorantreiben und die USA isolieren wollen. Christoph Bals, Politischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Germanwatch: \u201cJetzt gilt es, weitreichende Kooperationen mit Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern zu organisieren.\u201d<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>(Berlin, 26. August 2019)<\/strong> Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht in dem Ergebnis des Gipfels in Biarritz einen klaren Beleg, dass die G7 mit dieser US-Regierung klimapolitisch nicht handlungsf\u00e4hig ist. Zugleich gibt es einige Anzeichen, dass die \u201eG6\u201c-Staaten die internationale Kooperation vorantreiben und die USA isolieren wollen. \u201eDie G7-Mitglieder haben nicht mehr versucht, einen substanzlosen Text zu verabschieden, der die Verweigerungshaltung der US-Regierung zukleistert\u201c, sagt Christoph Bals, Politischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Germanwatch. \u201eNun ist es wichtig, dass die G6-Staaten \u2011 also ohne die USA \u2011 gemeinsam mit wichtigen Schwellenl\u00e4ndern beim UN-Klimasondergipfel in vier Wochen ambitionierter und konkreter werden.\u201c Frankreichs Pr\u00e4sident Macron etwa k\u00fcndigte an, mit Russlands Pr\u00e4sident Putin \u00fcber eine Ratifizierung des Pariser Abkommens und mit China und Indien \u00fcber eine Ambitionssteigerung zu reden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erste handfeste Ergebnisse gab es mit Soforthilfen gegen die\nverheerenden Waldbr\u00e4nde im Amazonas sowie technische Unterst\u00fctzung bei der\nBrandbek\u00e4mpfung. Unklar blieb die Gr\u00f6\u00dfenordnung. Wenn es, wie zun\u00e4chst\nangek\u00fcndigt, gemeinsam lediglich um 20 Millionen Euro geht, w\u00e4re das nach\nAnsicht von Germanwatch v\u00f6llig unangemessen. Da aber Kanada in der\nAbschlusspressekonferenz ank\u00fcndigte, allein 15 Millionen Euro bereitzustellen\nund Gro\u00dfbritannien zehn Millionen Pfund, ist das offensichtlich nicht das\nletzte Wort. Au\u00dferdem soll in der UN-Generalversammlung eine Initiative zum\nSchutz des Amazonas-Regenwaldes angesto\u00dfen werden. Bals: \u201eEs w\u00e4re sehr zu\nbegr\u00fc\u00dfen, wenn die G7 neben den Sofortma\u00dfnahmen zum Stopp der Waldbr\u00e4nde eine\nlangfristige Strategie gegen Abholzung und f\u00fcr Aufforstung auf den Weg bringt.\nDie Bundesregierung sollte sich daf\u00fcr einsetzen, dass die Ratifizierung des\nFreihandelsabkommens zwischen EU und Mercosur auf Eis gelegt wird, bis\nsichergestellt ist, dass der Schutz der Menschenrechte und des Regenwalds in\nBrasilien gew\u00e4hrleistet wird.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Germanwatch begr\u00fc\u00dft die Entscheidungen Gro\u00dfbritanniens und\nFrankreichs, ihre Beitr\u00e4ge zum Green Climate Fund zu verdoppeln. Dies sei ein\nwichtiges Signal an andere Industriestaaten, die eigenen Beitr\u00e4ge deutlich\naufzustocken, damit die versprochenen Finanzmittel zur Verf\u00fcgung gestellt\nwerden. Kanada k\u00fcndigte an, sich zu beteiligen, es blieb aber unklar in welcher\nGr\u00f6\u00dfenordnung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201ePr\u00e4sident Trump hat sich in der G7 mit seiner Position zum Klimaschutz weiter isoliert\u201c, so Bals. Trump hatte als einziger der G7-Staats- und Regierungschefs nicht an der Sitzung zu Klimaschutz und Biodiversit\u00e4t teilgenommen. Bals: \u201eDie Dringlichkeit f\u00fcr mehr Klimaschutz wird immer deutlicher. Jetzt gilt es, weitreichende Kooperationen mit Schwellen- und Entwicklungsl\u00e4ndern zu organisieren.\u201c Noch seien die Staaten meilenweit von einer Strategie entfernt, die Klimaerw\u00e4rmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Bals betont: \u201eDer Klimazug muss jetzt schnell an Fahrt gewinnen. Der UN-Klimasondergipfel in New York am 23. September &lt;2019> muss daf\u00fcr entscheidende Weichen stellen. Die Bundeskanzlerin sollte dort Impulse setzen: mit einem Ziel f\u00fcr Deutschlands Treibhausgasneutralit\u00e4t bis sp\u00e4testens 2050, einem Ma\u00dfnahmenpaket f\u00fcr die Umsetzung des deutschen Klimaziels f\u00fcr 2030 sowie der Bereitschaft, das EU-Klimaziel f\u00fcr 2030 nachzubessern.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/germanwatch.org\/de\/mitarbeiterinnen\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: germanwatch.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2018\/08\/ChristophBalsK.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Christoph Bals ist Politischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <a href=\"https:\/\/germanwatch.org\/ueber-uns\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">germanwatch<\/a>.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/germanwatch.org\/ueber-uns\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2018\/08\/logoGermanwatch.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch sieht in dem Ergebnis des Gipfels in Biarritz einen klaren Beleg, dass die G7 mit dieser US-Regierung klimapolitisch nicht handlungsf\u00e4hig ist. 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