{"id":214,"date":"2019-10-24T14:52:38","date_gmt":"2019-10-24T12:52:38","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/?page_id=214"},"modified":"2020-09-09T14:59:12","modified_gmt":"2020-09-09T12:59:12","slug":"aktive-beteiligung-statt-abstandsregeln-buergerexperten-planen-erneuerbare-energieerzeugung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/aktive-beteiligung-statt-abstandsregeln-buergerexperten-planen-erneuerbare-energieerzeugung\/","title":{"rendered":"Aktive Beteiligung statt Abstandsregeln: B\u00fcrgerexperten planen erneuerbare Energieerzeugung."},"content":{"rendered":"\n<p><em>Obwohl der Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft, eine Grundvoraussetzung ist, damit Deutschland seine Klimaziele erreichen kann, ist die Zahl neu errichteter Windenergieanlagen in den letzten Jahren massiv zur\u00fcckgegangen und beinahe zum Erliegen gekommen. Ein Projektverbund untersucht zuk\u00fcnftig, wie der Erneuerbaren-Ausbau durch eine verbesserte B\u00fcrgerbeteiligung beschleunigt werden kann. Ziel ist es, Bewohner einer Modellregion aktiv in den Planungsprozess von Anlagen f\u00fcr Erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft, einzubinden.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/10\/NU-DUH-B%C3%BCrgerbeteiligung.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 24. Oktober 2019)<\/strong> Ein Projektverbund untersucht zuk\u00fcnftig, wie der Erneuerbaren-Ausbau durch eine verbesserte B\u00fcrgerbeteiligung beschleunigt werden kann. <a rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Das gemeinsame Projekt \u201eAktive B\u00fcrgerexperten in Klimaschutz und Energiewende\u201c (Aktiv B\u00fcKE) (\u00f6ffnet in neuem Tab)\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/projekte\/aktiv-bueke\/\" target=\"_blank\">Das gemeinsame Projekt \u201eAktive B\u00fcrgerexperten in Klimaschutz und Energiewende\u201c (Aktiv B\u00fcKE)<\/a> starten die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Psychologen der MSH Medical School Hamburg, Landschaftsarchitekten der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen (TUM) und das Fraunhofer-Institut f\u00fcr Graphische Datenverarbeitung IGD. Es wird durch die Stiftung Mercator gef\u00f6rdert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel ist es, Bewohner einer Modellregion aktiv in den\nPlanungsprozess von Anlagen f\u00fcr Erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft,\neinzubinden. Auf Workshops erfahren diese B\u00fcrgerexperten Details zu\nEnergiewende und Planungsprozessen und erarbeiten gemeinsam ein Standortkonzept\nf\u00fcr Erneuerbare Energien in ihrer Region. Dieses wird als 3D-Modell\nvisualisiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das lokale Wissen und die Erfahrung mit lokalen Akteuren\nspielen eine elementare Rolle. Die B\u00fcrgerexperten informieren auf \u00f6ffentlichen\nVeranstaltungen und innerhalb ihrer eigenen Netzwerke \u00fcber ihr erarbeitetes\nKonzept. Durch die fr\u00fche Einbeziehung der Menschen vor Ort entsteht in den\nKommunen ein st\u00e4rkeres Bewusstsein f\u00fcr den Planungsprozess und die\nEntscheidungsgrundlagen. Im besten Fall entsteht so mehr Akzeptanz f\u00fcr die\nEnergiewende. H\u00fcrden f\u00fcr die nachfolgenden beh\u00f6rdlichen Genehmigungsverfahren\nk\u00f6nnen abgebaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Constantin Zerger, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz\nbei der Deutschen Umwelthilfe und Projektleiter von Aktiv B\u00fcKE unterstreicht:\n\u201ePauschale Abstandsregeln, wie im Klimapaket der Bundesregierung gefordert,\nschaffen keine Akzeptanz. Wichtig ist vielmehr, dass B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in\nden Planungsprozess fr\u00fchzeitig einbezogen werden. F\u00fcr die Energiewende gibt es\neine breite Unterst\u00fctzung \u2013 f\u00fcr die allermeisten Menschen ist der Windausbau\ndeshalb keine Frage des \u201aOb\u2018, sondern des \u201aWie\u2018. Ziel des Projektes ist es, im\nPlanungsprozess ein aktives, informiertes und lokal verwurzeltes Gegengewicht\nzu den wenigen, aber lautstarken Energiewendekritikern zu bilden.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Lars Grotewold, Leiter des Bereichs Klimawandel der Stiftung\nMercator sagt: \u201eDie Stiftung Mercator setzt sich f\u00fcr eine faire und\nerfolgreiche Energiewende ein, die wir als Motor f\u00fcr globalen Klimaschutz\nverstehen. Um dem Ausbau Erneuerbarer Energien neuen Schwung zu geben, ist es\nunerl\u00e4sslich, gemeinsam mit den Menschen vor Ort L\u00f6sungen zu erarbeiten. Nur so\nlassen sich Interessenkonflikte fr\u00fchzeitig und konstruktiv bearbeiten. Hierf\u00fcr\nerprobt das Projekt Aktiv B\u00fcKE neue Ans\u00e4tze.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Der Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft, ist eine Grundvoraussetzung, damit Deutschland seine Klimaziele erreichen kann. Nichtsdestotrotz ist die Zahl neu errichteter Windenergieanlagen in den letzten Jahren massiv zur\u00fcckgegangen und beinahe zum Erliegen gekommen. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr sind zahlreich. So weisen L\u00e4nder und Kommunen nicht gen\u00fcgend Fl\u00e4chen aus, f\u00fcr die naturschutzfachlichen Pr\u00fcfungen gibt es keine einheitlichen Vorgaben und Planungsbeh\u00f6rden mangelt es h\u00e4ufig an personellen und technischen Ressourcen. Die Planungsprozesse ziehen sich daher nicht selten \u00fcber mehrere Jahre.<\/p>\n\n\n\n<p>Hinzu kommen sehr aktive und gut vernetzte B\u00fcrgerinitiativen, die gegen Anlagen in ihrer Umgebung vorgehen. Das Projekt Aktiv B\u00fcKE l\u00e4uft noch bis 2021 und untersucht, inwieweit aktivere Beteiligung aller B\u00fcrger vor Ort, auch der J\u00fcngeren, die Windkraft in Deutschland wieder voranbringen kann. Dieser Ansatz ist inspiriert von der \u201eCitizen Science\u201c, also der Forschung unter Mithilfe von wissenschaftlichen Laien.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.duh.de\/presse\/pressemitteilungen\/pressemitteilung\/constantin-zerger-ist-neuer-bereichsleiter-energie-und-klimaschutz-der-deutschen-umwelthilfe\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" width=\"180\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: Deutsche Umwelthilfe.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/10\/Constantin_Zerger_DSC_1282_c_Finke_DUH-quer.jpg\" alt=\"\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Constantin Zerger ist Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der <a href=\"https:\/\/www.duh.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Deutschen Umwelthilfe<\/a>.<\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/www.duh.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/01\/DUHLogo.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl der Ausbau der Erneuerbaren Energien, insbesondere der Windkraft, eine Grundvoraussetzung ist, damit Deutschland seine Klimaziele erreichen kann, ist die Zahl neu errichteter Windenergieanlagen in den letzten Jahren massiv zur\u00fcckgegangen und beinahe zum Erliegen gekommen. 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