{"id":531,"date":"2021-10-18T16:14:22","date_gmt":"2021-10-18T14:14:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/?page_id=531"},"modified":"2021-10-18T16:14:22","modified_gmt":"2021-10-18T14:14:22","slug":"unterstuetzung-aus-der-wirtschaft-fuer-sozial-oekologische-transformationsplaene","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/unterstuetzung-aus-der-wirtschaft-fuer-sozial-oekologische-transformationsplaene\/","title":{"rendered":"Unterst\u00fctzung aus der Wirtschaft f\u00fcr sozial-\u00f6kologische Transformationspl\u00e4ne"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft pl\u00e4diert daf\u00fcr, Investitionen und private und \u00f6ffentliche Finanzstr\u00f6me in zukunftsf\u00e4hige Unternehmen und Branchen umzulenken, um die gro\u00dfe Hebelfunktion eines nachhaltigen Finanzmarktes f\u00fcr die Transformation der deutschen Wirtschaft zu nutzen. Als das wichtigste Problem in Deutschland haben die W\u00e4hler:innen die Klimakrise benannt; der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft warnt davor, dass k\u00fcnftig mangelnder Klimaschutz zum Standortnachteil werden kann und fordert deshalb von SPD, Gr\u00fcnen und FDP konkrete L\u00f6sungen. Ein Mindestlohn von 12 Euro sei keinesfalls &#8222;brandgef\u00e4hrlich&#8220; f\u00fcr Unternehmen, denn Untersuchungen zeigten, dass ein hoher Mindestlohn nicht zu Arbeitsplatzverlusten f\u00fchre.<\/em><\/p>\n\n\n\n<hr>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-313\" title=\"Foto: Nata Uchava, Freiburg.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2021\/10\/NU-211018-bnw-Ampel.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\">\n<hr>\n&nbsp;\n\n\n\n<p>(Berlin, 18. Oktober 2021) Als das wichtigste Problem in Deutschland nannten die W\u00e4hler:innen die Klimakrise. <a href=\"https:\/\/www.zukunftswirtschaft.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Auch die Wirtschaft zeigt breite Unterst\u00fctzung f\u00fcr ein Umsteuern<\/a> und warnt davor, dass k\u00fcnftig mangelnder Klimaschutz zum Standortnachteil wird. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft (BNW) fordert deshalb von SPD, Gr\u00fcnen und FDP konkrete L\u00f6sungen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie n\u00e4chste Bundesregierung k\u00f6nnte daf\u00fcr sorgen, dass Deutschland Klimaschutz-Geschichte schreibt, wenn sie die Transformation der Wirtschaft ernsthaft und entschlossen angeht. Wir begr\u00fc\u00dfen eine m\u00f6gliche Ampel-Konstellation, da wir in diesem B\u00fcndnis die gr\u00f6\u00dften Schnittmengen f\u00fcr unsere Anliegen sehen\u201c erkl\u00e4rt Dr. Katharina Reuter, BNW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnsere knapp 500 Mitgliedsunternehmen aus den verschiedensten Branchen wie Weleda, Vaillant, elobau, HiPP, GLS Bank, VAUDE, Entega, Jobrad, BKK Provita, BioCompany oder Riese &amp; M\u00fcller zeigen schon heute, dass sich die Wirtschaft auf den Weg zur Klimaneutralit\u00e4t gemacht hat\u201c, so Reuter weiter. Die Unternehmerinnen und Unternehmer fordern nun von der Politik ebenfalls entschlossene Klimaschutz-Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir als BNW sehen daher Licht und Schatten in dem Sondierungsergebnis. Gut ist das Bekenntnis zum Ziel, die Erderhitzung bei 1,5 Grad gegen\u00fcber vorindustriellen Zeiten zu begrenzen. Wichtige Forderungen von uns wie der vorzeitige Kohleausstieg, erh\u00f6hte Abschreibungsm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Investitionen in Klimaschutz oder die Vorschrift, bei gewerblichen Neubauten die Installation von Photovoltaik-Anlagen verpflichtend zu machen, wurden aufgegriffen\u201c, erkl\u00e4rt Reuter. Sie kritisiert allerdings an anderer Stelle die mangelnde Detailsch\u00e4rfe der Pl\u00e4ne: Ein Ausstiegsdatum f\u00fcr den Verbrennungsmotor oder konkrete Ausbauziele f\u00fcr einzelne Technologien. Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft fordert dazu den Ausbau der erneuerbaren Energien auf j\u00e4hrlich mindestens 20 GW Photovoltaik, 8 GW Wind Onshore und 3,5 GW Offshore festzuschreiben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Arbeitswelt sozialer gestalten<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIm Gegensatz zum BDA halten wir den Mindestlohn von 12 Euro keinesfalls f\u00fcr \u201abrandgef\u00e4hrlich\u2018 f\u00fcr die Unternehmen. Untersuchungen zeigen, dass ein hoher Mindestlohn nicht zu Arbeitsplatzverlusten f\u00fchrt\u201c, so Klaus St\u00e4hle, BNW-Vorstand und Arbeitsrechtler. \u201eWir begr\u00fc\u00dfen au\u00dferdem die Flexibilisierung und Durchbrechung von arbeitszeitgesetzlichen Rahmenbedingungen, die Erh\u00f6hung der MIDI-Job Grenze auf 1600 Euro und offensichtlich die Beibehaltung und zugleich eventuell auch Anhebung des Mini-Jobbereichs\u201c, so St\u00e4hle weiter.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pestizidabgabe f\u00fcr wirksamen Artenschutz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Biodiversit\u00e4tskrise wird im Papier bisher zu wenig adressiert. Es gibt von der Sondierungsgruppe ein grunds\u00e4tzliches Bekenntnis zur Artenvielfalt. \u201eDer Verlust der Arten ist aber nicht blo\u00df eine \u201eweitere \u00f6kologische Krise\u201c\u201c, hebt BNW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Dr. Katharina Reuter hervor. \u201eWir brauchen hier f\u00fcr den Schutz der Arten einen echten Schutz vor Pestizidauswirkungen. Die von uns geforderte Pestizidabgabe w\u00e4re ein marktwirtschaftliches Instrument, um den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren\u201c, so Reuter weiter. Die Vorschl\u00e4ge der Zukunftskommission Landwirtschaft sollten daher im Koalitionsvertrag noch st\u00e4rker Beachtung finden. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft fordert ein Ausbauziel von 30 Prozent f\u00fcr den \u00f6kologischen Landbau in Deutschland bis 2030 und Steuern, Abgaben und F\u00f6rdermittel an Nachhaltigkeitskriterien zu kn\u00fcpfen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klare Standards f\u00fcr \u201eSustainable Finance\u201c (im \u00f6ffentlichen und privaten Sektor)<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft pl\u00e4diert daf\u00fcr, Investitionen und private und \u00f6ffentliche Finanzstr\u00f6me in zukunftsf\u00e4hige Unternehmen und Branchen umzulenken, um die gro\u00dfe Hebelfunktion eines nachhaltigen Finanzmarktes f\u00fcr die Transformation der deutschen Wirtschaft zu nutzen. Reuter: \u201eWir w\u00fcnschen uns im Koalitionsvertrag das Festschreiben von klaren Standards und eine ambitionierte Umsetzung der Sustainable Finance Strategie, um so Deutschland zu einem f\u00fchrenden Sustainable Finance Standort zu machen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierung st\u00e4rken<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir freuen uns, dass sich die Parteien zur F\u00f6rderung wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Innovationsprozesse bekennen\u201c, erg\u00e4nzt BNW-Vorst\u00e4ndin Alyssa Jade McDonald-B\u00e4rtl. Gemeinsam mit weiteren Wirtschaftsinitiativen hatte sich der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft dar\u00fcber hinaus daf\u00fcr eingesetzt, dass Sozialunternehmer:innen und eine neue Rechtsform f\u00fcr Unternehmen mit gebundenem Verm\u00f6gen explizit Erw\u00e4hnung finden. Nun komme es auf die Verankerung im Koalitionsvertrag an. \u201eAuch ein wichtiger Erfolg f\u00fcr uns ist, dass die Parteien vereinbart haben, verst\u00e4rkt privates Kapital f\u00fcr Transformationsprojekte zu aktivieren\u201c freut sich McDonald-B\u00e4rtl.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>L\u00fccken auf dem Weg zum Koalitionsvertrag schlie\u00dfen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft hatte eine Reihe von Wahlpr\u00fcfsteinen und Anforderungen an die n\u00e4chste Bundesregierung aufgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eGerade bei der Frage der CO2-Bepreisung weist das Sondierungspapier noch L\u00fccken auf, wie hier wirklich lenkungswirksam Klimaschutz in der Wirtschaft angereizt werden soll. Diese L\u00fccken auf dem Weg zum Koalitionsvertrag zu f\u00fcllen, ist nun die Aufgabe der weiteren Verhandlungen\u201c, ist sich BNW-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Reuter sicher.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der BNW Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft e.V. (vormals UnternehmensGr\u00fcn, Bundesverband der gr\u00fcnen Wirtschaft e.V.) ist seit 1992 die politische Stimme f\u00fcr eine nachhaltige Wirtschaft. Der unabh\u00e4ngige Unternehmensverband setzt sich f\u00fcr Umwelt- und Klimaschutz ein, ist als gemeinn\u00fctzig anerkannt und f\u00fchrt eine Reihe von Bildungsprojekten durch. Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft und seine mehr als 450 Mitgliedsunternehmen zeigen: Wirtschaft, Soziales und \u00d6kologie geh\u00f6ren zusammen. Immer wieder initiiert und koordiniert der BNW Bewegungen wie die Wirtschaftsinitiative \u201eEntrepreneurs For Future\u201c. \u00dcber seinen europ\u00e4ischen Dachverband Ecopreneur.eu bezieht der Verein auch in Br\u00fcssel Stellung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a rel=\"noopener noreferrer\" href=\"https:\/\/www.bnw-bundesverband.de\/ueber-uns\/geschaeftsstelle\/\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\"Foto: UnternehmensGr\u00fcn e.V.\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/07\/KatharinaReuterK.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Dr. Katharina Reuter ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des <a href=\"https:\/\/www.unternehmensgruen.org\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft e.V.<\/a><\/td><\/tr><tr><td><\/td><td><a href=\"https:\/\/www.bnw-bundesverband.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2021\/03\/BNW_Logo_Logo-BNW.png\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-table\"><table class=\"has-subtle-light-gray-background-color has-background\"><tbody><tr><td width=\"25%\"><a href=\"https:\/\/www.zukunftswirtschaft.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Zukunftswirtschaft_Forderungen_BTWahl.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-313\" title=\" \" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2021\/10\/Zukunftswirtschaft_Forderungen_BTWahl-3-T.jpg\" alt=\"\" width=\"180\"><\/a><\/td><td width=\"75%\">Die Forderungen zentraler Akteure, Netzwerke und Verb\u00e4nde der Deutschen Zukunftswirtschaft zur Bundestagswahl 2021 stehen <a href=\"https:\/\/www.zukunftswirtschaft.org\/wp-content\/uploads\/2021\/09\/Zukunftswirtschaft_Forderungen_BTWahl.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF<\/a> bereit.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft pl\u00e4diert daf\u00fcr, Investitionen und private und \u00f6ffentliche Finanzstr\u00f6me in zukunftsf\u00e4hige Unternehmen und Branchen umzulenken, um die gro\u00dfe Hebelfunktion eines nachhaltigen Finanzmarktes f\u00fcr die Transformation der deutschen Wirtschaft zu nutzen. Als das wichtigste Problem in Deutschland haben die W\u00e4hler:innen die Klimakrise benannt; der Bundesverband Nachhaltige Wirtschaft warnt davor, dass k\u00fcnftig mangelnder Klimaschutz &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/unterstuetzung-aus-der-wirtschaft-fuer-sozial-oekologische-transformationsplaene\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eUnterst\u00fctzung aus der Wirtschaft f\u00fcr sozial-\u00f6kologische Transformationspl\u00e4ne\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":73,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-531","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/531","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=531"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/531\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":532,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/531\/revisions\/532"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=531"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}