{"id":989,"date":"2024-11-13T18:20:04","date_gmt":"2024-11-13T17:20:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/?page_id=989"},"modified":"2024-11-13T18:22:20","modified_gmt":"2024-11-13T17:22:20","slug":"2023-erreichte-die-oel-und-gasproduktion-weltweit-einen-historischen-hoechststand","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/2023-erreichte-die-oel-und-gasproduktion-weltweit-einen-historischen-hoechststand\/","title":{"rendered":"2023 erreichte die \u00d6l- und Gasproduktion weltweit einen historischen H\u00f6chststand"},"content":{"rendered":"\n<p><em>2023 verk\u00fcndete der UN-Exekutivsekret\u00e4r f\u00fcr Klimafragen auf der COP28 den &#8222;Anfang vom Ende&#8220; des fossilen Zeitalters. Die Daten erz\u00e4hlen eine andere Geschichte: \u00d6l- und Gasfirmen arbeiten mit Milliardeninvestitionen gegen dieses Ziel an. \u00d6l- und Gasfirmen erschlie\u00dfen derzeit neue Felder, deren Ausbeutung sogar zu einem Temperaturanstieg von mehr als 2 Grad f\u00fchren k\u00f6nnte; einige dieser Felder k\u00f6nnten noch \u00fcber das Jahr 2100 hinaus \u00d6l produzieren.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"413\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2024\/11\/241113-NU-urgewald.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-987\" title=\"Foto: Nata Uchava, Magdeburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>(Berlin\/Baku, 12. November 2024) <\/strong>Heute hat urgewald gemeinsam mit 34 Partnerorganisationen die diesj\u00e4hrige <a href=\"https:\/\/gogel.org\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/gogel.org\/\" rel=\"noreferrer noopener\">Global Oil &amp; Gas Exit List (GOGEL)<\/a> ver\u00f6ffentlicht. GOGEL ist die umfangreichste \u00f6ffentliche Datenbank, die die Aktivit\u00e4ten der globalen \u00d6l- und Gasindustrie offenbart. Sie umfasst 1.769 Unternehmen, die \u00d6l und Gas f\u00f6rdern oder neue fossile Infrastruktur entwickeln: Terminals f\u00fcr Fl\u00fcssigerdgas (LNG), Pipelines oder \u00d6l- und Gaskraftwerke. Die in GOGEL aufgef\u00fchrten F\u00f6rderunternehmen sind verantwortlich f\u00fcr 95 Prozent der weltweiten \u00d6l- und Gasproduktion.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Daten zeigen: 2023 erreichte die \u00d6l- und Gasproduktion einen historischen H\u00f6chststand. Im hei\u00dfesten Jahr seit Messbeginn f\u00f6rderten Unternehmen auf GOGEL 55,5 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent (bboe). Die globale \u00d6l- und Gasproduktion \u00fcberschritt damit erstmals H\u00f6chstwerte, die zuletzt vor der COVID-Pandemie beobachtet wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDieser Negativrekord ist alarmierend. Wenn wir die fossile Expansion nicht aufhalten und keinen kontrollierten Produktionsr\u00fcckgang einleiten, wird das 1,5-Grad-Limit unerreichbar. Hier m\u00fcssen wir bei den Klimaverhandlungen in Baku vorankommen\u201c, sagt Nils Bartsch, Leiter der \u00d6l- und Gasrecherche bei urgewald.<\/p>\n\n\n\n<p>Vor einem Jahr verk\u00fcndete der UN-Exekutivsekret\u00e4r f\u00fcr Klimafragen auf der COP28 den \u201eAnfang vom Ende\u201c des fossilen Zeitalters. Die GOGEL-Daten erz\u00e4hlen eine andere Geschichte: \u00d6l- und Gasfirmen arbeiten mit Milliardeninvestitionen gegen dieses Ziel an.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mehr Geld f\u00fcr \u00d6l- und Gasexploration hei\u00dft mehr \u201eLoss and Damage\u201c<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auf der diesj\u00e4hrigen COP29 richten sich alle Augen auf die Verhandlungen \u00fcber den \u201eLoss and Damage Fonds\u201c. \u201eDie Menschen in afrikanischen L\u00e4ndern zahlen einen schrecklichen Preis f\u00fcr die Folgen des Klimawandels, obwohl der Kontinent kaum f\u00fcr Treibhausgasemissionen verantwortlich ist\u201c, sagt Bobby Peek, Leiter der s\u00fcdafrikanischen NGO groundWork. \u201eNach den Flutkatastrophen in Niger, Mali und Nigeria&nbsp; blicken wir auf verw\u00fcstete Landstriche, und durch die extreme D\u00fcrre am Horn von Afrika sind Millionen Menschen von Hunger bedroht. F\u00fcr solche klimabedingten Verluste und Sch\u00e4den aufzukommen hat nichts mit Wohlt\u00e4tigkeit zu tun, es ist eine Frage von Gerechtigkeit.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Bei den Klimaverhandlungen im vergangenen Jahr haben die Mitgliedsstaaten 702 Millionen US-Dollar f\u00fcr den Loss and Damage Fonds versprochen \u2013 weit weniger als&nbsp; erwartet. GOGEL 2024 zeigt: Abseits des Rampenlichts investieren Unternehmen \u2013 jedes Jahr \u2013 fast das Neunzigfache dieses Betrags in die Suche nach neuen \u00d6l- und Gasvorkommen. Gemeinsam geben die Unternehmen auf GOGEL j\u00e4hrlich im Durchschnitt 61,1 Milliarden US-Dollar f\u00fcr Exploration aus.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEs ist pervers, dass Unternehmen jedes Jahr Milliarden von Dollar f\u00fcr die Suche nach neuen \u00d6l- und Gasreserven ausgeben, die in der Zukunft noch mehr Klimasch\u00e4den verursachen werden. Die l\u00e4ppische Summe, die die Staaten dieser Welt dem \u201aLoss and Damage Fonds\u2018 zugesagt haben, sind ein Bruchteil dessen, was Big Oil aufwendet, um alles zu verschlimmern. Regierungen m\u00fcssen daf\u00fcr sorgen, dass die fossilen Firmen f\u00fcr die Sch\u00e4den aufkommen und diese Gelder f\u00fcr eine gerechte Transformation nutzen\u201c, sagt Tinaye Mabara von der Agape Earth Coalition.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kurzfristige Expansionspl\u00e4ne k\u00f6nnten die 2-Grad-Grenze sprengen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Exploration von heute ist die \u00d6l- und Gasproduktion von morgen. Schon jetzt erschlie\u00dfen \u00d6l- und Gasfirmen neue Felder, deren Ausbeutung sogar zu einem Temperaturanstieg von mehr als 2 Grad f\u00fchren k\u00f6nnte. GOGEL listet 578 F\u00f6rderunternehmen auf, die aktuell daran arbeiten insgesamt 239,3 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent aus bisher unerschlossenen \u00d6l- und Gasfeldern in Produktion zu bringen. Einige der Felder, die derzeit erschlossen werden, k\u00f6nnten noch \u00fcber das Jahr 2100 hinaus \u00d6l produzieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Die sieben Unternehmen mit den gr\u00f6\u00dften kurzfristigen Expansionspl\u00e4nen auf GOGEL sind<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Saudi Aramco (19,6 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent),<\/li>\n\n\n\n<li>QatarEnergy (17,8 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent),<\/li>\n\n\n\n<li>ADNOC (9,5 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent),<\/li>\n\n\n\n<li>ExxonMobil und Gazprom (beide 9,4 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent),<\/li>\n\n\n\n<li>TotalEnergies und Petrobras (beide 8,0 Milliarden Barrel \u00d6l\u00e4quivalent).<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wie wenig den Konzernverantwortlichen das \u00dcberschreiten dieser Klimagrenze ausmacht, offenbarte Saudi Aramcos CEO Amin Nasser erst k\u00fcrzlich, als er auf einer Energiekonferenz in Houston sagte: \u201eWir sollten die Fantasie eines Ausstiegs aus \u00d6l und Gas aufgeben.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wertlose Netto-Null-Zusagen<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die \u00d6l- und Gasindustrie transformiert sich nicht. Ganz im Gegenteil: 95 Prozent der F\u00f6rderunternehmen auf GOGEL sind auf der Suche nach neuen \u00d6l- und Gasfeldern oder erschlie\u00dfen diese bereits. So auch die \u00d6l- und Gasproduzenten TotalEnergies, Shell, BP, Eni, Equinor, OXY, OMV und Ecopetrol. Sie alle behaupten bis 2050 Netto-NullEmissionen anzustreben. GOGEL-Daten zeigen jedoch: Die kurzfristigen Expansionspl\u00e4ne jeder dieser acht Firmen \u00fcberschreiten das Netto-Null-Szenario der IEA um mehr als 50 Prozent. Als w\u00e4re dies nicht genug, geben sie gemeinsam im Schnitt j\u00e4hrlich 8,4 Milliarden US-Dollar f\u00fcr die Suche nach neuem \u00d6l und Gas aus.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Klimaziele dieser Unternehmen basieren auf v\u00f6llig unrealistischen Prognosen f\u00fcr den Einsatz von CCS &lt;Carbon Capture and Storage \u2013 CO2-Speicherung&gt;, der Nutzung erneuerbarer Energien f\u00fcr den Betrieb ihrer \u00d6l- und Gasanlagen und auf einer Steigerung ihrer Gasproduktion. Keines davon plant, seine Produktion im ausreichenden Ma\u00df zu senken, geschweige denn seine Produktion fr\u00fch genug komplett zu beenden. Es k\u00f6nnen noch so viele Erneuerbare zugebaut werden, die Welt wird die Erderw\u00e4rmung nicht auf 1,5 Grad begrenzen k\u00f6nnen ohne einen schrittweisen Ausstieg aus \u00d6l und Gas\u201c, sagt Regine Richter, Energie- und Finanz-Campaignerin bei urgewald.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Europa: LNG-Ausbau ohne Nachfrage<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>GOGEL 2024 erfasst alle Unternehmen, die aktuell neue Fl\u00fcssigerdgas-Terminals (LNGTerminals) entwickeln, und liefert Daten zu deren Ausbau von LNG-Export- und Importkapazit\u00e4ten. Allein in Europa planen Unternehmen einen Ausbau von LNG-Importterminals, der die bestehenden Kapazit\u00e4ten um 68 Prozent steigern w\u00fcrde \u2013 aktuell liegen diese in Europa bei 209 Millionen Tonnen pro Jahr.<\/p>\n\n\n\n<p>Die LNG-Expansionspl\u00e4ne der Unternehmen stehen im starken Widerspruch zu einem Nachfrager\u00fcckgang f\u00fcr LNG, der sp\u00e4testens f\u00fcr das Jahr 2025 prognostiziert wird. Schon jetzt ist die durchschnittliche Nutzungsrate bestehender LNG-Importterminals in Europa niedrig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ausbau von Gaskraftwerken in Europa gef\u00e4hrdet Netto-Null bis 2035<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um das 1,5-Grad-Limit zu halten, m\u00fcssen laut IEA in L\u00e4ndern mit vergleichsweise hohem Pro-Kopf-Einkommen die Emissionen in der Stromerzeugung schon in den n\u00e4chsten zehn Jahren auf Netto-Null sinken. Demgegen\u00fcber steht ein geplanter Ausbau von Gaskraftwerken in ganz Europa: GOGEL-Daten belegen Ausbaupl\u00e4ne in europ\u00e4ischen L\u00e4ndern in H\u00f6he von 58,2 Gigawatt (GW). Diese w\u00fcrden die bestehenden Kapazit\u00e4ten um etwa ein Viertel erh\u00f6hen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unternehmen wie Enel und RWE widersprechen mit dem Bau neuer Gaskraftwerke selbst formulierten Emissionsreduktionszielen, die eine Einhaltung des 1,5-Grad-Limits zum Ziel haben. Nach einer jahrelangen Planungs- und Bauphase liegt die Laufzeit solcher Kraftwerke in der Regel bei 25 bis 40 Jahren. Bis dahin muss die Welt l\u00e4ngst Netto-Null-Verh\u00e4ltnisse bei der Stromerzeugung erreicht haben. Viele der Kraftwerke m\u00fcssten also absehbar fr\u00fcher vom Netz, und dann drohen massive Widerst\u00e4nde fossiler Energieerzeuger und Milliardenkompensationen des Staates.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Gasausbau in Europa l\u00e4sst sich noch aufhalten. Die Daten zeigen, dass sich nur 33 Prozent der geplanten LNG-Importkapazit\u00e4t und 26 Prozent der Gaskraftwerkskapazit\u00e4t bereits im Bau befinden. Viele der \u00fcbrigen Projekte warten noch auf finanzielle Zusagen. Jede weitere Entscheidung f\u00fcr den Ausbau von \u00d6l- und Gasprojekten ist eine Entscheidung gegen das Klima. Finanzinstitutionen spielen hierbei eine zentrale Rolle: Sie haben die Wahl, die Welt mit ihren Geldern weiter in fossile Abh\u00e4ngigkeiten zu dr\u00e4ngen oder sie in Richtung einer nachhaltigen Zukunft zu bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Finanzindustrie beginnt mit dem Ausschluss der \u00d6l- und Gasindustrie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit Verabschiedung des Pariser Klimaabkommens haben die 60 gr\u00f6\u00dften Banken der Welt Unternehmen mit fossilen Expansionspl\u00e4nen (Kohle, \u00d6l und Gas) mit 3,3 Billionen US-Dollar finanziert. Mit Blick auf die gr\u00f6\u00dften Banken in der Schweiz, Deutschland und \u00d6sterreich zeigt sich, wie umfangreich die Hausaufgaben im Finanzsektor sind. Der Bericht \u201eBanking on Climate Chaos 2024\u201c, ver\u00f6ffentlicht im Mai, ergab, dass die UBS Unternehmen mit fossilen Expansionspl\u00e4nen (Kohle, \u00d6l, Gas) in den Jahren nach Unterzeichnung des Pariser Klimaabkommens mit gut 87 Milliarden US-Dollar unterst\u00fctzt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz dieser d\u00fcsteren Zahlen w\u00e4chst das Bewusstsein in der Finanzindustrie, dass eine expandierende \u00d6l- und Gasindustrie mit einer stabilen Klimazukunft unvereinbar ist. Bis zum heutigen Tag haben 39 Finanzinstitutionen wirksame Ausschlusskriterien im Bereich \u00d6l und Gas beschlossen, die Finanzgesch\u00e4fte mit gro\u00dfen Teilen der Industrie beenden. Zwei der weltweit gr\u00f6\u00dften Banken, BNP Paribas und Cr\u00e9dit Agricole, verk\u00fcndeten im Mai, dass sie nicht mehr an der Auflage konventioneller Anleihen von \u00d6l- und Gasfirmen teilnehmen werden. Im Juni 2024 gab Union Investment, einer der gr\u00f6\u00dften Verm\u00f6gensverwalter Deutschlands, Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr seine \u00d6l- und Gasinvestitionen bekannt \u2013 auf Basis der GOGEL.<\/p>\n\n\n\n<p>Regine Richter kommentiert: \u201eDie \u00d6l- und Gasindustrie wird sich nicht transformieren, solange die Finanzindustrie weiter frisches Geld und Versicherungen bereitstellt. Die j\u00fcngsten Ank\u00fcndigungen sind ein gutes Zeichen \u2013 und gleichzeitig nur Trippelschritte in die richtige Richtung. Wir brauchen viel mehr Finanzinstitutionen, die bereit sind, scharfe Ausschlussregeln einzuf\u00fchren. Ansonsten ist das 1,5-Grad-Limit nicht zu halten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u00dcber GOGEL<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/gogel.org\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/gogel.org\/\" rel=\"noreferrer noopener\">GOGEL<\/a> ist die umfangreichste \u00f6ffentliche Datenbank zur \u00d6l- und Gasindustrie. urgewald hat sie aufgebaut, um die Einf\u00fchrung effektiver Beschr\u00e4nkungen f\u00fcr \u00d6l- und Gasunternehmen im Finanzsektor zu erleichtern. GOGEL 2024 enth\u00e4lt detaillierte Informationen zu 1.769 Unternehmen. Die Datenbank erlaubt es ihren Nutzer*innen, Unternehmen auf Basis ihrer Expansionspl\u00e4ne im Bereich \u00d6l- und Gasf\u00f6rderung, Zubau von fossiler Infrastruktur und der Entwicklung neuer \u00d6l- und Gaskraftwerke zu bewerten.<\/p>\n\n\n\n<p>GOGEL zeigt au\u00dferdem, welche Unternehmen Expansionspl\u00e4ne haben, die die Grenzen des Netto-Null-Emissions-Szenarios der Internationalen Energieagentur \u00fcberschreiten. Dar\u00fcber hinaus zeigt GOGEL die Beteiligung von Unternehmen an ausgew\u00e4hlten Projekten mit hohem Reputationsrisiko, die gewaltsame Konflikte versch\u00e4rfen, immense soziale und \u00f6kologische Sch\u00e4den verursachen oder durch Klagen und den Widerstand lokaler Gemeinschaften angefochten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>270 Finanzinstitutionen weltweit nutzen derzeit GOGEL, um ihre Portfolios zu \u00fcberpr\u00fcfen oder neue Ausschlusskriterien zu entwickeln. Viele Akademiker*innen, Journalist*innen und Organisationen der Zivilgesellschaft nutzen GOGEL ebenfalls, um die \u00d6l- und Gasindustrie zu bewerten und besser zu verstehen. Die Hauptinformationsquellen f\u00fcr die Erstellung der GOGEL sind Unternehmensdaten wie Jahresberichte und Investorenpr\u00e4sentationen, der Energie-Analysedienst Rystad Energy sowie die Datenbanken unserer Partnerorganisation Global Energy Monitor. GOGEL wird jedes Jahr im Herbst aktualisiert und soll im Laufe der Zeit um weitere Teilbereiche der \u00d6l- und Gasindustrie erweitert werden.<\/p>\n\n\n\n<p>GOGEL 2024 wird von urgewald gemeinsam mit folgenden NGO-Partnern herausgegeben: ActionAid D\u00e4nemark, Attac \u00d6sterreich, Arayara, BankTrack, Both ENDS, Center for Energy, Ecology, and Development (CEED), Centre for Environmental Rights (CER), Coastal Livelihood and Environment Action Network (CLEAN), Climate Action Network (CAN), Friends of the Earth (FoE) Frankreich\/Les Amis de la Terre, Friends of the Earth (FoE) USA, Global Energy Monitor (GEM), Green Innovation and Development Centre (GreenID), Collapse Total, Klima Allianz, Laudato Si Movement, Oil Change International (OCI), Rainforest Action Network, Reclaim Finance, ReCommon, Shift Action, Solutions for Our Climate, Stand.earth, Ek\u014d, The PRAKARSA, Maan yst\u00e4v\u00e4t (Friends of the Earth Finnland), Groen Pensioen, The Sunrise Project, Ecodefense, Amazon Watch, Green America, Just Share, 350 Japan.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.urgewald.org\/team\/regine-richter\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"433\" height=\"289\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2019\/03\/Regine-Richter.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-127\" title=\"Foto: urgewald\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Regine Richter ist Energie- und Finanz-Campaignerin bei <a href=\"https:\/\/www.urgewald.org\/\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.urgewald.org\/\" rel=\"noreferrer noopener\">urgewald<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.urgewald.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"280\" height=\"144\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-content\/uploads\/sites\/17\/2018\/11\/urgewaldLogo.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-101\" style=\"width:206px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2023 verk\u00fcndete der UN-Exekutivsekret\u00e4r f\u00fcr Klimafragen auf der COP28 den &#8222;Anfang vom Ende&#8220; des fossilen Zeitalters. Die Daten erz\u00e4hlen eine andere Geschichte: \u00d6l- und Gasfirmen arbeiten mit Milliardeninvestitionen gegen dieses Ziel an. \u00d6l- und Gasfirmen erschlie\u00dfen derzeit neue Felder, deren Ausbeutung sogar zu einem Temperaturanstieg von mehr als 2 Grad f\u00fchren k\u00f6nnte; einige dieser Felder k\u00f6nnten noch \u00fcber das Jahr 2100 hinaus \u00d6l produzieren.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":6,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-989","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/989","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=989"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/989\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":992,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/989\/revisions\/992"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/klima\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=989"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}