{"id":181,"date":"2023-12-02T17:01:02","date_gmt":"2023-12-02T16:01:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/?page_id=181"},"modified":"2023-12-02T17:02:18","modified_gmt":"2023-12-02T16:02:18","slug":"szenarien-zu-sterben-tod-und-trauer-im-jahr-2045","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/szenarien-zu-sterben-tod-und-trauer-im-jahr-2045\/","title":{"rendered":"Szenarien zu Sterben, Tod und Trauer im Jahr 2045"},"content":{"rendered":"\n<p>Es geht um Tod und Sterben in der Zukunft. Wie kann diese Endlebensphase aussehen? Was sich f\u00fcr mich heute schon andeutet, ist, dass einmal die Versorgung der Sterbenden in der Endphase des Lebens immer teuer wird. Und dass es eine immer gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Menschen in Deutschland \u2011 zum Beispiel die Babyboomergeneration \u2011 geben wird, die sterben, und die Medizin hat die M\u00f6glichkeit, das Leben durch Medikamente und medizinische Eins\u00e4tze zu verl\u00e4ngern, was kostenintensiv ist. Gleichzeitig wird aus meiner Sicht der Tod zunehmend verdr\u00e4ngt, und die Forschung l\u00e4sst uns wissen, dass ein Lebensalter von 120 Jahren problemlos erreicht werden kann. Meine \u00dcberlegungen zum Thema lassen mich gespannt sein, was die Autorinnen zum Thema beitragen k\u00f6nnen:<\/p>\n\n\n\n<p><em>Wolfgang George, Karsten Weber (Hg.), \u201eWie werden wir in Zukunft sterben? Szenarien zu Sterben, Tod und Trauer im Jahr 2045\u201c, Psychosozial-Verlag, Gie\u00dfen, 2023, 331 Seiten, Broschur, 44,90 Euro.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Das Buch setzt sich mit dem Sterben im Jahr 2045 auseinander. Eine fiktive Jahreszahl \u2013 es geht um das Sterben in der Zukunft. Expert*innen aus unterschiedlichen Handlungsfeldern und wissenschaftlichen Disziplinen entwickeln Szenarien, wie Sterben, Tod und Trauer in Zukunft aussehen werden. Mit Vorworten von Reimer Gronemeyer und Hermann Gr\u00f6he versehen, gliedert sich die Auseinandersetzung in drei Kapitel:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Gesellschaftliche Ausgangslage<\/li>\n\n\n\n<li>Patientenversorgung<\/li>\n\n\n\n<li>Digitalisierung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>\u201eNeben der Institutionalisierung des Lebensendes sind zwei weitere Faktoren hinzugekommen, die das Lebensende mehr und mehr zu einer Angelegenheit von Experten gemacht haben: Die Medikalisierung und die \u00d6konomisierung des Sterbens\u201c (S. 10), schreibt Gronemeyer. Torsten Benkel spricht von Sterbevermeidungsgesellschaft (S. 39). \u201eIn einer <em>Lebensgesellschaft <\/em>ist Sterben ist ein \u201eSystemproblem\u201c, das versachlicht werden und dabei sogar \u201evermenschlicht\u201c sein kann.\u201c (S.45)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Bereich der digitalisierten Intensivbehandlung werden weitere Fortschritte erwartet, die die pers\u00f6nliche, haptische Zuwendung nicht vollst\u00e4ndig ersetzen kann. \u201eFeinere, weniger invasive Messungen von Schmerzen, Angst und Schwindel und die entsprechende Behandlung k\u00f6nnen das Wohlbefinden der sterbenden Person f\u00f6rdern. Durch automatisch bereitgestellte Informationen zu pers\u00f6nlichen und religi\u00f6sen W\u00fcnschen k\u00f6nnte das Behandlungsteam seine Begleitung sehr individuell anpassen. (S. 138)<\/p>\n\n\n\n<p>Im Jahr 2045 wird die Hospizbewegung ihr 100-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um feiern. Was wird dann sein? Sie wird sich um das Ziel bem\u00fchen, dass das Ende des Lebens ein Teil des Lebens ist (S.162). Selbstbestimmtes Leben wird in Zukunft immer st\u00e4rker auch selbstbestimmtes Sterben fordern. Wie kann dies aussehen? (213ff)<\/p>\n\n\n\n<p>Sterben und Tod geh\u00f6ren zum Leben, und sie bestimmen unser Leben. Wie kann eine menschliche Gesellschaft dieses Thema ventilieren, damit es bei vielen Menschen ins Bewusstsein dr\u00e4ngt? Ein Buch, das anregt, sich mit den wichtigen Dingen des Lebens zu besch\u00e4ftigen und hilft \u00fcber das Jetzt hinauszudenken.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Dr. Heiderose G\u00e4rtner-Schultz<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.gaertner-schultz.de\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"www.gaertner-schultz.de\" rel=\"noreferrer noopener\">www.gaertner-schultz.de<\/a><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><a href=\"https:\/\/www.psychosozial-verlag.de\/3232\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"709\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-content\/uploads\/sites\/21\/2023\/12\/Wolfgang-George-Karsten-Weber-Wie-werden-wir-in-Zukunft-sterben-709x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-180\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><em><a href=\"https:\/\/www.psychosozial-verlag.de\/3232\" target=\"_blank\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/www.psychosozial-verlag.de\/3232\" rel=\"noreferrer noopener\">Wolfgang George, Karsten Weber (Hg.), \u201eWie werden wir in Zukunft sterben? Szenarien zu Sterben, Tod und Trauer im Jahr 2045\u201c, Psychosozial-Verlag, Gie\u00dfen, 2023, 331 Seiten, Broschur, 44,90 Euro.<\/a><\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es geht um Tod und Sterben in der Zukunft. Wie kann diese Endlebensphase aussehen? Was sich f\u00fcr mich heute schon andeutet, ist, dass einmal die Versorgung der Sterbenden in der Endphase des Lebens immer teuer wird. Und dass es eine immer gr\u00f6\u00dfere Anzahl von Menschen in Deutschland \u2011 zum Beispiel die Babyboomergeneration \u2011 geben wird, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/szenarien-zu-sterben-tod-und-trauer-im-jahr-2045\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSzenarien zu Sterben, Tod und Trauer im Jahr 2045\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":6,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-181","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=181"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":184,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/181\/revisions\/184"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/medien\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}