{"id":1548,"date":"2025-09-10T18:07:48","date_gmt":"2025-09-10T16:07:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/?page_id=1548"},"modified":"2025-09-10T18:07:48","modified_gmt":"2025-09-10T16:07:48","slug":"arbeitgeber-sind-das-groesste-hindernis-fuer-flexible-arbeit-mehr-als-die-haelfte-der-beschaeftigten-will-weniger-arbeiten","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/arbeitgeber-sind-das-groesste-hindernis-fuer-flexible-arbeit-mehr-als-die-haelfte-der-beschaeftigten-will-weniger-arbeiten\/","title":{"rendered":"Arbeitgeber sind das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr flexible Arbeit \u2013 mehr als die H\u00e4lfte der Besch\u00e4ftigten will weniger arbeiten"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Eine Umfrage unter mehr als 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigt: Je l\u00e4nger die tats\u00e4chliche Arbeitszeit, desto ausgepr\u00e4gter der Wunsch nach Verk\u00fcrzung. Wenn Besch\u00e4ftigte hingegen mehr arbeiten wollen, scheitert das nicht an den Grenzen des bestehenden Arbeitszeitgesetzes, sondern an anderen Faktoren: 51 Prozent nennen starre betriebliche Abl\u00e4ufe als Hindernis, 40 Prozent die Ablehnung durch Vorgesetzte.<\/em><\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"684\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2025\/09\/250910-NU-DGB-1024x684.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-1549\" title=\"Foto: Nata Uchava, Magdeburg\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>(Berlin, 7. September 2025)<\/strong> Eine aktuelle repr\u00e4sentative Umfrage des DGB-Index Gute Arbeit zeigt eine deutliche Diskrepanz zwischen den Arbeitszeitw\u00fcnschen der Besch\u00e4ftigten und der Realit\u00e4t: Mehr als die H\u00e4lfte der Befragten (53 Prozent) w\u00fcrde die eigene Arbeitszeit gerne verk\u00fcrzen. Und W\u00fcnsche nach l\u00e4ngeren Arbeitszeiten scheitern h\u00e4ufig nicht am Arbeitszeitgesetz, sondern an betrieblichen Strukturen und der Ablehnung durch Arbeitgeber.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Umfrage unter mehr als 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigt: Je l\u00e4nger die tats\u00e4chliche Arbeitszeit, desto ausgepr\u00e4gter der Wunsch nach Verk\u00fcrzung. Besonders deutlich wird dies bei Besch\u00e4ftigten mit \u00fcberlangen Arbeitszeiten:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>80 Prozent derjenigen, die mehr als 40 Wochenstunden arbeiten, wollen ihre Arbeitszeit reduzieren.<\/li>\n\n\n\n<li>Bei Arbeitszeiten von mehr als 48 Stunden w\u00fcnschen sich die Besch\u00e4ftigten sogar eine Verk\u00fcrzung um durchschnittlich 14,8 Stunden pro Woche.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Wenn Besch\u00e4ftigte hingegen mehr arbeiten wollen, scheitert das nicht an den Grenzen des bestehenden Arbeitszeitgesetzes, sondern an anderen Faktoren:<\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>51 Prozent nennen starre betriebliche Abl\u00e4ufe als Hindernis,<\/li>\n\n\n\n<li>40 Prozent die Ablehnung durch Vorgesetzte.<\/li>\n\n\n\n<li>Fehlende Stellen (31 Prozent) und<\/li>\n\n\n\n<li>mangelnde Kinderbetreuung (29 Prozent) folgen erst danach.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>\u201eDas Problem bei der Gestaltung von Arbeitszeiten ist nicht das Arbeitszeitgesetz, sondern sehr oft sind es die Arbeitgeber selbst\u201c, erkl\u00e4rt Yasmin Fahimi, DGB-Vorsitzende. \u201eWir wissen, dass rund 2,5 Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Teilzeit gerne mehr arbeiten w\u00fcrden, aber Vorgesetzte das oft ablehnen und starre Arbeitsabl\u00e4ufe hinderlich sind. Die unflexible Arbeitsorganisation durch Arbeitgeber ist dabei sogar ein noch gr\u00f6\u00dferes Problem als die fehlende Kinderbetreuung.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Fahimi kritisiert die Forderungen der Arbeitgeberverb\u00e4nde scharf: \u201eEs geht auch deshalb v\u00f6llig an der Realit\u00e4t vorbei, dass die Arbeitgeberverb\u00e4nde das Arbeitszeitgesetz \u00e4ndern wollen, um den Acht-Stunden-Tag abzuschaffen. Damit wird kein Problem gel\u00f6st, sondern nur ein neuer Konflikt provoziert. Das ist das Letzte, was die Betriebe gebrauchen k\u00f6nnten.\u201c Sie fordert mehr Effizienz statt l\u00e4ngerer Arbeitszeiten: \u201eDie Arbeitgeber sind selbst in der Verantwortung, mehr flexible M\u00f6glichkeiten anzubieten. Damit k\u00f6nnten auch Teilzeitkr\u00e4fte, die das gerne m\u00f6chten, mehr arbeiten. Der Schl\u00fcssel zu mehr Produktivit\u00e4t ist mehr Effizienz bei der Arbeitsorganisation und keinesfalls eine Verl\u00e4ngerung der Arbeitszeiten. Es ist hinl\u00e4nglich belegt, dass die Besch\u00e4ftigten in Deutschland seit langem im roten Bereich arbeiten. Deshalb \u00e4u\u00dfern ja auch so viele den Bedarf, Arbeitszeiten reduzieren zu wollen, vor allem diejenigen, die mehr als 40 Stunden pro Woche arbeiten.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p>Die Auswertung basiert auf den Daten des DGB-Index Gute Arbeit 2025. Im Befragungszeitraum von Januar bis Mai 2025 wurden 4.018 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer telefonisch befragt. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit in Deutschland betr\u00e4gt 36,3 Stunden, wobei M\u00e4nner mit 39,9 Stunden deutlich l\u00e4nger arbeiten als Frauen mit 32,3 Stunden.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/der-dgb\/geschaeftsfuehrender-bundesvorstand\/yasmin-fahimi\/\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"600\" height=\"320\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2024\/10\/Yasmin-Fahimi-Foto-DGB-Benno-Kraehahn.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1457\" title=\"Foto: DGB, Benno Kraehahn\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Yasmin Fahimi ist Vorsitzende des <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB)<\/a>.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"284\" height=\"177\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2018\/07\/DGBLOGO.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-110\" style=\"width:189px;height:auto\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-9d6595d7 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/fileadmin\/download_center\/Studien\/DGB-Index-Kompakt_2025-05_Wochenarbeitszeit_fin.pdf\" target=\"_blank\" rel=\" noreferrer noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"599\" height=\"846\" src=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-content\/uploads\/sites\/13\/2025\/09\/DGB-Index-Kompakt_2025-05_Wochenarbeitszeit-T.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1550\"\/><\/a><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Der DGB-Report &#8222;W\u00f6chentliche Arbeitszeiten: Zwischen Wunsch und Wirklichkeit&#8220; steht <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/fileadmin\/download_center\/Studien\/DGB-Index-Kompakt_2025-05_Wochenarbeitszeit_fin.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00fcber diesen Link zum Download als PDF-Datei<\/a> bereit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Umfrage unter mehr als 4.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zeigt: Je l\u00e4nger die tats\u00e4chliche Arbeitszeit, desto ausgepr\u00e4gter der Wunsch nach Verk\u00fcrzung. Wenn Besch\u00e4ftigte hingegen mehr arbeiten wollen, scheitert das nicht an den Grenzen des bestehenden Arbeitszeitgesetzes, sondern an anderen Faktoren: 51 Prozent nennen starre betriebliche Abl\u00e4ufe als Hindernis, 40 Prozent die Ablehnung durch Vorgesetzte. (Berlin, &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/arbeitgeber-sind-das-groesste-hindernis-fuer-flexible-arbeit-mehr-als-die-haelfte-der-beschaeftigten-will-weniger-arbeiten\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eArbeitgeber sind das gr\u00f6\u00dfte Hindernis f\u00fcr flexible Arbeit \u2013 mehr als die H\u00e4lfte der Besch\u00e4ftigten will weniger arbeiten\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1548","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1548","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1548"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1548\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1577,"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1548\/revisions\/1577"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.sinn-schaffen.de\/finanz\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1548"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}