ICAN protestiert gegen Atomwaffengeschäfte von BNP Paribas

 

(Berlin, 26. September 2018) Mit einer Protestaktion haben Friedensaktivisten am Mittwochmorgen gegen die Atomwaffengeschäfte der Bank BNP Paribas protestiert. In Berlin entrollten Unterstützer der Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN ein 20 Meter breites Transparent – auf dem Dach des Hochhauses am Kurfürstendamm mit Büros von BNP Paribas. Unter dem Schriftzug der Bank war in roten Großbuchstaben zu lesen: „Stop investing in nuclear weapons!“ (auf deutsch: „Hören Sie auf, in Atomwaffen zu investieren!“)

Die französische Bank BNP Paribas ist in 73 Ländern tätig und gehört mit rund 200.000 Angestellten zu den größten Banken weltweit. Das Institut unterstützt Atomwaffenhersteller mit Milliardenbeträgen. Alleine im vergangenen Jahr flossen rund 1,4 Milliarden US-Dollar durch neue Kredite und andere Finanzdienstleistungen an Unternehmen, die Atombomben, Atomsprengköpfe sowie Atomraketen produzieren oder mit der Wartung der Systeme beauftragt sind. Die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) hat daher für Mittwoch zu einem Aktionstag gegen die tödlichen Investments von BNP Paribas aufgerufen.

Martin Hinrichs aus dem Vorstand von ICAN Deutschland kommentiert: „Die Investitionen in Atomwaffen sind unverantwortlich. BNP Paribas befeuert damit das globale Wettrüsten und nutzt das Geld der Kunden, um ihren potentiellen Tod zu finanzieren. Das muss aufhören.“ Dass es auch anders geht, zeigt die Deutsche Bank. Im Sommer hat sie eine neue Richtlinie beschlossen, die Investitionen in Atomwaffen ausschließen soll. In Deutschland organisiert ICAN derzeit eine Mailaktion an die Volks-, Raiffeisen- und Spardabanken, die über ihr Zentralinstitut ebenfalls an der Finanzierung der Massenvernichtungswaffen beteiligt sind.