Das Buch, das die Welt noch gebraucht hat?

“Jesus war der brillanteste, einfühlsamste und herausforderte Lehrer aller Zeiten.” Das ist das Buch, das die Welt noch gebraucht hat, so habe ich zu Anfang vermutet. Nach Lektüre denke ich, das ist das Buch, das kein Mensch und auch die Welt nicht braucht, nur mein Papiercontainer. Nachvollziehbares aber unnötiges Schwarzmalen unserer Welt und jesujanische Botschaften aufpushend, das ist Comers Credo.

An den Grenzen denken: Ansätze einer Brückentheologie zwischen Buddhismus und Christentum

Letztlich kann sich keine Religion auf eine ihr speziell zukommende und allein gültige Offenbarung berufen. Die Religionen sind ein menschheitliches Gesamtgeflecht mit Erscheinungen unterschiedlicher Art und Qualität, mit unterschiedlicher Nähe zu Vernunft und Humanität. Das alles ist der Gesprächsarbeit zwischen den Religionen wert; und es schließt nicht aus, dass jede Religion zunächst in ihrem eigenen Hause lebt und dieses als die ihr speziell zukommende Offenbarung betrachtet und schätzt.

Elke Büdenbender, Eckhard Nagel: Der Tod ist mir nicht unvertraut

Müssen wir über den Tod reden, können wir das überhaupt? Wenn man bereit ist, sich als Leser:in auf die dialogische und sehr persönliche Art des Buches einzulassen, wird man es mit Gewinn lesen. Denn: “Ich bin überzeugt, dass die Beschäftigung mit dem eigenen Ende immer eine Beschäftigung mit dem Leben ist.”

Werner Thiede: Sein wie Gott?

Die Zugehörigkeit zur christlichen Gemeinschaft ist keineswegs notwendig mit dem Glauben an eine bewusste Ewigkeit anstatt eines ewigen Schlafes verbunden. Der Mensch hat sich mit einem Horizont umgeben, in dem ihm Gott in Wort und manchmal auch im Bild erscheint. Welche Wirklichkeit dahinter steht, kann offen bleiben.

Christine und Frido Mann: Im Lichte der Quanten

Die Quantenphysik und die Konsequenzen für ein neues Weltbild soll dem geneigten Leser, der geneigten Leserin nahegebracht werden. Am Beginn der Entwicklung steht die bedeutungsfreie Quanteninformation als eine Art Urstoff von Materie, Leben und Bewusstsein; sie stellt die Möglichkeiten verschiedener Seinsformen dar. Der Mensch ist frei und kann gestalten und muss sein Handeln verantworten.

Klaus Wengst: Wie das Christentum entstand

Die Konflikte der Christen mit den jüdischen Gemeinden waren zunächst innerjüdische Konflikte. Nach der Wanderung des Christentums in die nichtjüdische römische Welt folgte der Bruch mit dem Judentum. Wengsts Pointe ist, dass die Kirche nicht das Judentum als Volk Gottes ersetzt hat, sondern dass Judentum und Kirche nebeneinander bleibend Volk Gottes sind.

Was können wir heute noch von “Christlich-Sozial 1929-1933” lernen?

“Christlich-Soziale Vision” in den Jahren 1929 bis 1933 in Deutschland ist der Versuch, sich religiös und politisch gegen drohende “braune Überflutung” und “für den Menschen” zu engagieren. Aus dem Nachlass des Mediziners Horst Börngen, zuletzt als Vorsitzender der kleinen Reichstagspartei Christlich-Sozialer Volksdienst im Landesverband Halle-Merseburg, stehen erstmals rund 70 Originaldokumente zur Verfügung. Sie können sowohl historisch als auch tagesaktuell interessieren.