Der deutsche Beitrag zum atomaren Wettrüsten
Zehn deutsche Finanzdienstleister stellen Unternehmen Milliardenbeträge zur Verfügung, die Atombomben, Atomsprengköpfe sowie Atomraketen produzieren und mit der Wartung dieser Systeme beauftragt sind. Das Thema “Atomwaffen-Finanzierung“ wurde im Februar 2016 von der Initiative Nachrichtenaufklärung zum wichtigsten vernachlässigten Nachrichtenthema des Jahres gewählt.

 

Schutz der zivilen Luftfahrt gegen leicht transportables Luftabwehrgerät in „conflict zones“
Kleinwaffen sind wie Geld – transportable, dank Schwarz-Waffenmärkten auch fungible Wertgegenstände. Ihre Handelsströme sind Quasi-Geld-Ströme. Materiell landen Kleinwaffen, mit Unterstützung welcher Drittstaaten auch immer, in „conflict zones“. Das beunruhigt nach MH 17 besonders.

 


 

Finanztransaktionssteuer: Das Lavieren der EU-Finanzminister kostet die Steuerzahler 60 Millionen Euro pro Tag
Jeder Tag, den sich die Einführung der Finanztransaktionssteuer verzögert, kostet die Staatskassen der beteiligten Länder 60 Millionen Euro, jede Stunde 2,5 Millionen. Das Geld fehlt derweil bei der Armutsbekämpfung und beim Klimaschutz.

 

Bericht „Survival of the Richest“ belegt: Starker Anstieg von geheimen Steuerdeals zwischen Regierungen und multinationalen Unternehmen in EU
Die Anzahl der geheimen Steuerdeals zwischen multinationalen Konzernen und europäischen Regierungen ist von 547 im Jahr 2013 auf 1.444 Ende 2015 drastisch gestiegen. Solche Deals sind mit eine Grundlage für die ausufernde Unternehmenssteuervermeidung sowohl in den Industrie- als auch in den Entwicklungsländern. Eine große Zahl europäischer Staaten lehnt die Forderung ab, Transparenz darüber herzustellen, wo multinationale Konzerne wirtschaftlich aktiv sind und wo sie tatsächlich Steuern zahlen.

 


 

Schutz von Märkten ohne Rücksicht auf Menschen spaltet die Gesellschaft
Freihandel ist eine besondere Form des Protektionismus. Jedoch soll nicht vorrangig eine Wirtschaftsregion geschützt werden, sondern eine bestimmte Gruppe: „Freihandel ist […] der Protektionismus der Reichen und Mächtigen“, stellte Vandana Shiva, indische Aktivistin und Trägerin des alternativen Nobelpreises, bereits vor Jahren fest.

Widerstand gegen Freihandelsabkommen ist nicht Protektionismus, wie ihn Donald Trump und andere Nationalisten anstreben
Seit 2012 wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit über ein internationales Abkommen zum Handel mit Dienstleistungen (Trade in Services Agreement, TiSA) verhandelt. Beteiligt sind die EU, USA und 21 weitere Staaten. Das Ziel ist, Dienstleistungen von „Handelshemmnissen“ zu befreien. Mit TiSA könnten demokratisch beschlossene Umwelt- und Verbraucherschutz- sowie Sozialstandards abgeschafft werden, die den Gewinninteressen privater Dienstleistungsunternehmen im Wege stehen.

Intensive Landwirtschaft führt zu gravierendem Verlust an biologischer Vielfalt
Die hohen Nährstoffbelastungen aus der Landwirtschaft in Deutschland sind die Hauptursache für den schlechten Zustand vieler Flüsse, Seen, Küstengewässer und unseres Grundwassers. Massenhaltung von Schweinen, Rindern und Hühnern produziert Millionen Tonnen an reaktiven Stickstoffverbindungen mit Gülle und bringt diese auf Äcker und Wiesen aus. Die Deutsche Umwelthilfe fordert die Abschaffung aller schädlichen Subventionen.

 

Fotos aus Strasbourg: Nata Uchava, Freiburg.

 

Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßt angekündigten Fragebogen zur Jugendsynode
2018 soll eine Weltbischofssynode zum Thema Jugend und Berufung tagen, zu der im Vorfeld ein Fragebogen entwickelt wird. Der BDKJ wünscht sich, dass die Bischöfe die Fragebögen nicht allein ausfüllen, sondern die Antworten möglichst vieler junger Menschen dazu einholen. Bereits 2013 hat der BDKJ den Fragenbogen zur Familiensynode online gestellt, damals beteiligten sich rund 10.000 Menschen an der Online-Umfrage.

 

Kein Bundeswehreinsatz im Innern!
Der Einsatz der Bundeswehr zur Terrorbekämpfung ist keine Option. Wer einen sicheren Staat im Inneren will, muss dafür Sorge tragen, dass die Polizei handlungsfähig ist. Wer die Sicherheit in Deutschland erhöhen will, muss dafür sorgen, dass alle hier lebenden Bürgerinnen und Bürger einen Platz in der Gesellschaft finden.

 

Bundesregierung bilanziert: Klimaziel für 2020 wird deutlich verfehlt
Mit den bisher im Aktionsprogramm Klimaschutz beschlossenen Maßnahmen wird Deutschland das Ziel für 2020 von 40 Prozent Emissionssenkung für Treibhausgase um mehrere Prozentpunkte verfehlen. Wer das Klimaziel noch erreichen will, der muss vor 2020 weitere Kohlekraftwerke abschalten.

 

G20-Agenda der Bundesregierung verschärft Instabilität der Weltwirtschaft
Das Festhalten der Bundesregierung an einer internationalen Blasenökonomie, die von den Zentralbanken mit billigem Geld befeuert wird, erhöht nicht die ökonomische Widerstandskraft und führt zu ungerechter Verteilung. Notwendig sind stattdessen ein Ausbau sozialer Sicherungssysteme weltweit und Investitionsprogramme für einen sozial-ökologische Umbau.

 


 

Das Pfaffgelände in Kaiserslautern Ende 2016
Eine Fotoreihe von Jürgen Zubiller aus der Reihe Lost Places. Das Pfaffgelände in Kaiserslautern liegt seit 2009 brach.

 

 

Aktuelle Rezensionen

Christoph Markschies: Gottes Körper
Erst im Mittelalter hat sich die heute geläufige Vorstellung von Gott als einem körperlosen Wesen allgemein durchgesetzt. Zuvor war ganz selbstverständlich, dass der jüdische und christliche Gott einen Leib und Körper hat: Was keinen Körper hat, existiert nicht; also muss Gott einen Körper haben.

Mathias Rohe et al: Handbuch Christentum und Islam in Deutschland
Die Auswahl der Texte für die vorliegende Taschenbuchausgabe erfolgte im Hinblick darauf, dass allen am Thema Interessierten ein kompakter und kompetenter Überblick über empirisch-statistische Grunddaten, die rechtsstaatlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie theologischen Grundlagen des Zusammenlebens geboten werden soll.

Uwe Swarat, Thomas Söding: Heillos gespalten?
Da die Reformation ein gesamtkirchliches Ereignis war und sich ihre Wirkung tief in die Kultur und Mentalität vieler Menschen erstreckte, kann die öffentliche Diskussion nicht nur von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der römisch-katholischen Kirche geführt werden. Ökumene in Deutschland ist heute multilateral. Es gehören zu ihr auch die evangelischen Freikirchen, die altkatholische Kirche sowie die orthodoxe und altorientalischen Kirchen.

Hans-Martin Barth: Das Vaterunser
Hans-Martin Barth fragt nach den Kontexten, in die das Vaterunser im 21. Jahrhundert gestellt ist. Er zeigt überraschende Möglichkeiten, das Gebet Jesu mit großen Texten anderer Religionen und sogar mit dem Denken und Zweifeln von Religionskritikern, Nichtchristen und „Areligiösen“ ins Gespräch zu bringen.

 


 

Tiere in der Fleisch- und Milchproduktion erhalten mehr Antibiotika als kranke Menschen
In Europa sterben pro Jahr mindestens 25.000 Menschen, weil Antibiotika nicht mehr wirken. Industrielle Tierfabriken mit hohem Antibiotikaeinsatz verschlimmern die Entstehung und Verbreitung von Resistenzen. Mit einer Abgabe auf Veterinärantibiotika könnte die Politik den Antibiotikamissbrauch bei Tieren ausbremsen.

Aktion: Freier Weizen statt Konzerngetreide!
Saatgutkonzerne entwickeln Hybridweizen. Die späteren Samen von solchen Pflanzen können nicht wieder ausgesät werden. Deshalb sind Bäuerinnen und Bauern gezwungen, jedes Jahr neues Saatgut einzukaufen.

 

Nuclear-Free Future Award 2016 unter anderem für Aktivisten gegen Erdogans Atompläne
Der türkische Anwalt Arif Ali Cangi hört nicht auf, sich gegen die Atompläne seiner Regierung zu stellen. Am 17. November 2016 erhält er in Johannesburg/Südafrika den Nuclear-Free Future Award. Aktuell führt Arif Ali Cangi eine Auseinandersetzung gegen den Bau des Atomkraftwerks Akkuyu an der Mittelmeerküste zwischen Aydincik und Silifke.

 

Afghanistan ist kein sicheres Herkunftsland!
Die Zahl der Flüchtlinge innerhalb Afghanistans hat sich in den letzten drei Jahren auf über 1,2 Millionen verdoppelt. Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen geht davon aus, dass Schutz in den vom aktiven Konflikt betroffenen Gebieten nicht gegeben ist. In Anbetracht dieser Situation ist es absurd, Menschen nach Afghanistan zurückschicken zu wollen, die in Deutschland Schutz gesucht haben.

 

Globale Bankenriesen bleiben wichtige Geldgeber der Klimazerstörung
Die globalen Bankenriesen bleiben wichtige Geldgeber des Klimawandels. Ihre Kohle-Geschäfte verhindern, dass das Klimaziel von Paris erreicht werden kann, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Sie müssen sämtliche Finanzgeschäfte beenden, die zu einer weiteren Expansion der Kohle-Industrie führen.

 
 

Attac-Aktivisten stören Verleihung von Bonner Demokratiepreis an EU-Kommissarin Federica Mogherini
„Einen Demokratiepreis an eine EU-Kommissarin zu verleihen, die an der Kriegsfähigkeit der Europäischen Union arbeitet und den Tod von tausenden Flüchtlingen an den Grenzen der Festung Europa mit zu verantworten hat, ist ein ganz schlechter Karnevalsscherz.“ Aus Protest störten Aktivisten die Preisverleihung in Bonn.

Richter bestätigen Gemeinnützigkeit von Attac
Das Hessische Finanzgericht in Kassel hat am 10. November 2016 entschieden: Das politische Engagement des Netzwerkes attac gegen die neoliberale Globalisierung steht seiner Gemeinnützigkeit nicht entgegen. Laut attac hat das Gericht damit anerkannt, dass Zivilgesellschaft und Politik nicht unterschiedliche Sphären sind, sondern untrennbar zusammengehören.

 

Thema: Interreligiöser Dialog

Als Juden und Christen die Zehn Gebote veränderten
J. Cornelis de Vos legt die erste vollständige Untersuchung aller antiken Texte zum Dekalog vor. Jüdische und christliche Gruppen verschärften oder erweiterten die Verbote und Gebote, um ihre Gruppenidentität zu stärken. Sexualethische Normen wurden angefügt, aber keines der Zehn Gebote wurde über Jahrhunderte je abgelehnt.

„Gleich, ob Muslim, Christ oder Atheist: Jeder trägt die Verantwortung dafür, eine lebenswerte Gesellschaft zu schaffen.“
Interreligiöser Austausch ist essentiell für das friedliche Zusammenleben in einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen leben. Indonesiens Ex-Präsident Prof. Dr. Bacharuddin Jusuf Habibie hat sich bei einem Besuch an der Universität Münster für den friedlichen Dialog der Religionen ausgesprochen.

 


 

Dialog statt militärischer Scheinlösungen – JA zu nachhaltigen Lösungen für Syrien
Am diplomatischen Weg für einen nachhaltigen Friedensprozess in Syrien führt nichts vorbei. Syrien braucht nicht noch mehr Bomben, nicht noch mehr auch aus Deutschland gelieferte Waffen, keine weitere Zerstörung ziviler Infrastruktur. Krieg kann heute kein Mittel der Politik mehr sein, weil Kriege nicht mehr gewonnen werden können.

 

Kommentar zur Präsidentschaftswahl in den USA
Die USA haben zwei Kriege in Afghanistan und Irak verloren, die Löhne sind real niedriger als in den 1970er Jahren. Seit 2012 kamen auf jede weltweit durch Terror getötete Person mit US-Staatsbürgerschaft rund 1.000 getötete Personen mit US-Staatsbürgerschaft durch Schusswaffen in den USA, im Schnitt mehr als 31.000 Menschen jedes Jahr seit 1968. Falls Donald Trump seine Ankündigungen wahr macht, ist mit Folgenden zu rechnen …

 

BASF operiert im gleichen Steuersumpf wie Apple oder IKEA: in Europa 923 Millionen Euro am Fiskus vorbeigeschleust
Belgien lockte bis vor kurzem mit steuerlichen Erleichterungen für „Übergewinne“. BASF zeigt, dass auch produzierende Unternehmen ausgeklügelte Systeme aufgebaut haben, um Steuern zu vermeiden. Steuerdumping ist kein amerikanisches, sondern ein globales Problem, das vor allem normale Steuerzahler ausbaden müssen.

 

Ministerpräsident Kretschmann muss endlich handeln: Unterschriftenkampagne gegen Blutkohle bei EnBW
2015 hat EnBW 1,4 Millionen Tonnen Steinkohle aus der kolumbianischen Region Cesar bezogen. Dort haben paramilitärische Einheiten Tausende Bauern von ihrem Land vertrieben, Menschen ermordet und verschleppt. Zahlreiche ehemalige Täter haben unter Eid ausgesagt, dass EnBW-Geschäftspartner diese Einheiten logistisch und finanziell unterstützt haben.

 

Thema: Wahhabismus

Luther Abd al Wahhab
Der Wahhabismus wurde im 19. Jahrhundert als „Protestantismus des Islam“ bezeichnet. Ähnliche Tendenzen bei Abd al Wahhab und bei Martin Luther sind in der Tat unverkennbar. Allerdings: Die Wahhabiten haben ihren Wurzelzustand festbetoniert, bei der Reformation sind daraus ganze Wälder von Neuem erwachsen.

Die fundamentalistischen Exportgüter Saudi-Arabiens: Wahhabismus und al-Qaida
Der Wahhabismus ist die einzige Richtung im Islam, die den permanenten Dschihad zum Programm erhebt. Politische Konstellationen und nicht etwa die Armut der Landbevölkerung erklären die Popularität solcher Organisationen wie al-Qaida oder IS. Die weitere Entwicklung ist völlig offen.

 


 

Stefan Köhler-Holle: Street Art Bremen III
Die neue Reihe mit Street Art in Bremen.

 
 


 

t04So wird ein Schuh daraus
Ein genauer Blick auf die Beispiele, die Freud für seine These vom „Gegensinn der Urworte“ gibt, zeigt, dass diese These für die meisten Fälle nicht zutrifft. Sie wird aber plausibel, wenn man vom Gegensinn des Schrecklichen und des Faszinierenden im Wort für „Heilig“ in manchen Sprachen ausgeht.

 

UN-Klimakonferenz COP 22 vom 7. bis 18. November 2016 in Marrakesch

Der Klimawandel wartet nicht: Mit Höchstgeschwindigkeit in eine klimagerechte Zukunft!
Wer wirklich Fluchtursachen bekämpfen will, der muss entschieden gegen den Klimawandel angehen, der einer der größten Armutstreiber weltweit ist und eine langanhaltende Migrationsbewegung aus unbewohnbar werdenden Teilen der Welt auslösen wird. Der Weltklimagipfel in Marokko ist entscheidend, weil hier die Modalitäten geregelt und Prozesse geklärt werden, um das Pariser Klima-Abkommen schnellstmöglich umzusetzen.

t04Reiche Länder bauschen Klimahilfen künstlich auf
Das Volumen tatsächlich geleisteter Klimahilfen für die ärmsten Länder fällt deutlich geringer aus, als es die Zahlen der Geldgeber erscheinen lassen. Die meisten rechnen Mittel für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit auf ihr Klimakonto an, bei denen der Klimaschutz nur eines von mehreren Zielen ist. Die armen Länder brauchen dringend mehr Unterstützung, um sich an den Klimawandel anpassen zu können, zu dem sie selbst am wenigsten beigetragen haben.

Bundesregierung riskiert Scheitern des nationalen Klimaschutzziels
Die Bundesregierung erfüllt ihre Zusagen im Klimaschutzabkommen von Paris nicht. Umweltministerin Hendricks fährt aufgrund regierungsinterner Streitigkeiten ohne Plan zum Weltklimagipfel nach Marrakesch. Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein verbindliches nationales Klimaschutzgesetz.

t04Neue SÜDWIND-Studie erschienen: „Klimafinanzierung gestalten. Damit Armutsbekämpfung nicht zurückbleibt“
Die Industrienationen müssen Entwicklungsländer beim Klimaschutz und den notwendigen Anpassungsmaßnahmen unterstützen. Entwicklung und Klimaschutz müssen stärker verzahnt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Südwind-Instituts für Ökonomie und Ökumene in Bonn.

 

CETA und TTIP untergraben Klimaschutzabkommen von Paris
Aus geleakten TTIP-Verhandlungspapieren geht hervor, dass Unternehmen nicht mehr aufgrund der Energiequelle, die sie anbieten, „diskriminiert“ werden dürfen. Das bedeutet, dass Regierungen keine Anreize für den Ausbau von Solar- und Windkraft mehr schaffen könnten. Der Erlass von Gesetzen wie das deutsche Erneuerbare-Energien-Gesetz könnte als so genanntes Handelshemmnis torpediert werden.

4. November 2016: Ab heute ist Klimaschutz völkerrechtliche Verpflichtung!
Der weltweite Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas ist nun Völkerrecht. Jetzt geht es darum, dass dieser Prozess das Tempo erreicht, das wir für eine Welt mit deutlich unter zwei Grad Erwärmung benötigen. Das weltweite Rennen um die effizientesten und kostengünstigsten Klimaschutztechnologien hat längst begonnen. Gerade hat China – der größte Automarkt der Welt – bereits die Weichen für das Ende der Verbrennungsmotoren gestellt.

41 Unternehmen und Branchenverbände drängen auf ehrgeizigen und konkreten Klimaschutzplan
Ein ambitionierter Klimaschutzplan mit konkreten Zielen für Energie, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft schafft Klarheit für Wirtschaft und Gesellschaft, dass die Klimaziele eingehalten werden. Klimaschutz schafft Arbeitsplätze und sichert die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Europas fehlende Umsetzung der Kfz-Abgas-Gesetzgebung im Spiegel der US-Verhältnisse
Das EU-Parlament hat am 17. Dezember 2015 einen eigenen Untersuchungsausschuss zum Abgas-Skandal eingesetzt. Er hat inzwischen in seiner Arbeit an Fahrt aufgenommen. Man kann mittlerweile abschätzen, welche Erwartungen berechtigt sind. DIE KOLUMNE VON HANS-JOCHEN LUHMANN

 


 

Deutscher Gewerkschaftsbund: „Wirtschaftsweise“ gefährden Wachstum und Stabilität
Der DGB kritisiert das Jahresgutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Geht es nach der Mehrheit des Sachverständigenrates, soll der Arbeitsmarkt weiter dereguliert und der Niedriglohnsektor ausgeweitet werden, Unternehmen sollen weiter steuerlich entlastet, Finanztransaktions- und Vermögenssteuer ganz aufgegeben werden. All diese Maßnahmen würden die soziale Ungleichheit in Deutschland weiter verschärfen.

US-Streitkräfte bestätigen Einsatz von Uranmunition in Syrien
Das Zentralkommando der US-Streitkräfte CENTCOM hat zugegeben, dass US-Kampfflieger Uranmunition in Syrien eingesetzt haben. Ein Sprecher von CENTCOM erklärte, vorherige Verlautbarungen seien durch einen Fehler in der Berichterstattung zustande gekommen. Die Internationale Koalition zur Ächtung von Atomwaffen hat die von CENTCOM eingeräumten Einsatzdaten analysiert und festgestellt, dass bei beiden Angriffen keine gepanzerten Ziele zugegen waren.

Menschenrechte ins Gesetz– der Countdown läuft!
10 Tage bleiben noch, um durch öffentlichen Druck die Bundesregierung aufzufordern, endlich per Gesetz dafür zu sorgen, dass deutsche Unternehmen die Menschenrechte auch im Ausland achten.

Bäuerliche Saatgutsysteme bedroht
Brot für die Welt und FIAN prangern den Machtzuwachs der Saatgutkonzerne an: Drei Konzerne werden 60 Prozent des kommerziellen Saatgutmarktes kontrollieren. Die Menschenrechtler befürchten, dass Megafusionen das Recht auf Nahrung bedrohen.

 

Attac Deutschland: Kampagne gegen Wallonien Vorgeschmack auf nationale Ratifizierungsprozesse
Bereits im Oktober 2015 hat Wallonien seine Bedenken gegen CETA bei der EU vorgetragen. Im April 2016 beschloss das wallonische Parlament, CETA abzulehnen. Wer Bedenken beteiligter Akteure nicht von vornherein berücksichtigt, muss sich nicht wundern, wenn er am Ende vor einem Scherbenhaufen steht. Dagegen hilft nicht weniger, sondern nur mehr Demokratie.

 

Geflüchtete kranke Menschen schützen
Ärztinnen und Ärzte sollten Geflüchtete nach bestem Wissen und Gewissen behandeln und schützen. In einer drohenden Abschiebesituation ist nicht nur der aktuelle Gesundheitszustand, sondern auch die Prognose der Erkrankung von Bedeutung. Röntgen- und Genitaluntersuchungen zur Alterseinschätzung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen können beim derzeitigen Stand der Wissenschaft die Frage der Volljährigkeit nicht klären und sind darüber hinaus ethisch nicht zu rechtfertigen.

 


 

CETA: Großartiger Erfolg der freihandelskritischen Bewegung
Das Nein Belgiens zu CETA steht für das Nein eines großen Teils der Menschen in Europa. Sie teilen die Kritik an Sondergerichten für Konzerne und einer Aushöhlung der öffentlichen Daseinsvorsorge durch CETA.

CETA und TTIP sind nicht alternativlos: 24.500 Menschen bekunden Solidarität mit den wallonischen Abgeordneten
Schreckensszenarien für den Fall eines Scheiterns von CETA sind überzogen. Weder kommt der Handel mit Kanada zum Erliegen, noch wird die EU keine Handelsabkommen mehr abschließen. Grundvoraussetzungen dafür werden Transparenz und die Einbindung der Parlamente von Anfang an sein müssen.

t04Wachsender EU-Kritik mit Demokratieausbau statt mit Abschottung begegnen
Mit einer Million Unterschriften aus sieben EU-Mitgliedsstaaten kann die Bevölkerung ein Thema auf die Agenda der EU-Kommission setzen. So die Gesetzeslage. Faktisch entsteht der Eindruck, dass die Kommission die Bürgerinnen und Bürger aus der Politik heraushalten will und sie mit einem Pro-Forma-Beteiligungsinstrument abspeist.

 


 

Fremdenfeindlichkeit: Neutral bleiben ist keine Option für Christen!
Alle Menschen besitzen nach christlicher Überzeugung die gleiche Würde. Wo gegen Andere gehetzt wird, wo Menschen bedroht und die Grundlagen rechtsstaatlicher Demokratie angegriffen werden, ist neutral bleiben keine Option für Christen.

Offene Märkte verschärfen Beweggründe zur Flucht
Auswirkungen von Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und afrikanischen Ländern sind bekannt: Durch die erzwungene Öffnung der jeweiligen Märkte für europäische Produkte verdrängen EU-Importe lokal produzierte Waren, da sie meist wettbewerbsfähiger und teils stark subventioniert sind. Dies führt zu einer existenziellen Bedrohung und Zerstörung der schwächeren kleinindustriellen und landwirtschaftlichen Produktion.

t04Das Politikfeld Humanitäre Hilfe muss gestärkt werden
Humanitäre Hilfe gewinnt stetig an Bedeutung, findet jedoch weder in der öffentlichen Diskussion um Rolle und Wirksamkeit einen angemessenen Widerhall, noch ist das Politikfeld mit den entsprechenden finanziellen Mitteln und Werkzeugen ausgestattet. Es mangelt an grundsätzlichen Kenntnissen zur Humanitären Hilfe auch bei vielen Entscheidungsträgern.

 
 

Was ist los in Äthiopien?
Aus Äthiopien kommen immer neue Nachrichten von Unruhen und Schießereien. Junge Leute fliehen in den Sudan. Tigre und Amharen fliehen vor dem Zorn der Oromo in ihre Heimatprovinzen. Volkszorn und Vandalismus breiten sich aus. Was ist los?

 


 

Medizin, Macht und Moral
Der 5. Internationale IPPNW-Kongress in Nürnberg beschäftigte sich mit der Rolle von ÄrztInnen und insbesondere Psychiatern im Nationalsozialismus, ethischen Fragen im Medizinalltag und der Rolle von Menschen im Gesundheitswesen als Friedensstifter. Investitionsschutzabkommen wie TTIP oder CETA haben weitgehende Auswirkungen auch auf das Gesundheitswesen und sind ein Katalysator, um renditeträchtige Investitionen im Gesundheitswesen und damit die Privatisierung voranzutreiben.

Bis zu ein halbes Grad Erwärmung verhindert
Durch den weitgehenden Ausstieg aus den HFC fällt die Erwärmung bis zum Jahr 2100 um bis zu ein halbes Grad geringer aus als bei einem „Weiter so“. Nun sollten Kooperationen angestrebt werden, um in einigen Regionen eine schnellere Reduktion als vereinbart zu ermöglichen. Für die Umsetzung kommt es darauf an, möglichst rasch mit dem Umstieg auf energieeffiziente und umweltfreundlichere Ersatzstoffe und -technologien zu beginnen.

Einigung auf das Grundgerüst einer Finanztransaktionssteuer
Die Kampagne „Steuer gegen Armut“ begrüßt die Einigung der zehn Finanzminister auf ein Grundgerüst der Finanztransaktionssteuer. Dass kurzfristige Interbankkredite jetzt komplett ausgenommen werden, sei ein Zugeständnis an die Finanzindustrie. Auch die stufenweise Einführung einiger Regelungen ohne konkrete Nennung von Terminen für die vollständige Einführung sei problematisch.

Campact, foodwatch und Mehr Demokratie zu CETA/Bundesverfassungsgericht
Das Bundesverfassungsgericht hat über die Eilanträge von Campact, foodwatch und Mehr Demokratie gegen die vorläufige Anwendung des geplanten Handelsabkommens CETA zwischen der EU und Kanada entschieden. Die drei Organisationen reagieren darauf mit ersten Bewertungen.

 


 

t04Petition für mehr Transparenz von Lobbyismus und einen Stopp schneller Seitenwechsel
In einer Zeit, in der Populisten Stimmung gegen Europa machen, braucht die Europäische Demokratie mehr Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Nur wenn Politiker sich selbst scharfen Regeln unterwerfen, können sie dieses Vertrauen stärken. Der Maßstab solcher Regeln muss sein, dass Politiker allein dem Gemeinwohl dienen.

 


 

t04Religionen tun sich schwer, Entscheidungen zu treffen
In kulturell vielfältigen Gesellschaften ist es politisch bedeutsam, welche religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen verhandelbar sind und welche nicht. Die Universität Münster untersucht, inwiefern religiöses Entscheiden auf die Autorität einzelner Personen zugeschnitten ist oder von einer institutionellen und organisatorischen Logik bestimmt wird. Der Blick auf die Narrative religiösen Entscheidens und ihrer Veränderung können unser Verständnis von religiösem Wandel insgesamt stärken.

 
 

Christlich-islamischer Dialog am Vorabend des 500-jährigen Reformationsjubiläums
Die Reformation hat den Menschen aufgefordert, seine ganz eigene Beziehung zu Gott zu suchen, statt auf die Vermittlung durch einen Klerus zu vertrauen. Der islamische Theologe Mouhanad Khorchide spricht von einer „dialogischen Beziehung zwischen Gott und Mensch“. Durch das Aufkommen fundamentalistischer Strömungen im 20. Jahrhundert sind reformerische Bemühungen im Islam zum Stillstand gekommen.

 

t04Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann: „Wir können gemeinsam dankbar auf die Reformation schauen, weil wir von der Reformation gelernt und profitiert haben.“
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland ruft dazu auf, die Impulse der Reformation aufnehmen und wechselseitig voneinander zu lernen. Auf einem ACK-Studientag wurde dargestellt, dass kirchliche und staatliche Toleranz auch anderen Religionen sowie Ungläubigen gelten sollte.

 


 

t04Weltkulturerbe Nationalpark Hainich, Thüringen, 2016
Der Nationalpark Hainich in Thüringen umfasst 75 Quadratkilometer. Hier soll wieder ein mitteleuropäischer Urwald entstehen, in dem man der Natur freien Lauf lässt und die Flächen nicht bewirtschaftet. EINE FOTOREIHE VON CLEMENS SCHLÜTER

 


 

t04Zum Bericht des britischen Foreign Affairs Committee, wie der Westen die Entscheidung zum Regimewechsel in Libyen traf und den Flüchtlingsstrom übers Mittelmeer auslöste
Das massenhafte Sterben in Libyen und das Öffnen der Büchse der Migranten-Pandora im westlichen Mittelmeer war mutwillig und willkürlich herbeigeführt, wie der Bericht des britischen Foreign Affairs Committee des House of Commons belegt. Es gab kein abwägendes Kalkül. In den westlichen Führungszirkeln gab es nicht einmal eine gemeinsame Strategie.

 

Welttag für menschenwürdige Arbeit, 7. Oktober

t04Welttag für menschenwürdige Arbeit: Löhne, von denen man nicht leben kann, unbezahlte Überstunden …
Arbeit schützt nicht automatisch vor Armut. Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer leben an oder sogar unter der Armutsgrenze. Deutsche Unternehmen beziehen Rohstoffe und Produkte aus dem Ausland, die unter menschenverachtenden Bedingungen gewonnen oder hergestellt wurden. Freiwillige Selbstverpflichtungen der Wirtschaft haben sich nicht bewährt.

Welttag für menschenwürdige Arbeit: Arbeitsbedingungen in der Schuh- und Lederproduktion für Europa
In der Schuhindustrie erzielen Markenunternehmen Profite auf Kosten indischer ArbeiterInnen. Arbeitszeiten von zwölf Stunden sind keine Seltenheit, Urlaubsansprüche sowie Krankschreibungen werden oft nicht berücksichtigt, die Funktion und die Bedeutung von Gewerkschaften ist nur wenigen bewusst.

 

Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds, 6. Oktober

Forderung zur IWF-Herbsttagung: Finanztransaktionssteuer jetzt!
Die Finanztransaktionssteuer drängt kurzfristige Finanzspekulationen zurück und generiert zusätzliche öffentliche Einnahmen zur Finanzierung nachhaltiger Entwicklung. Sie ist das Gebot der Stunde, um die benötigten öffentlichen Einnahmen für die Bekämpfung von Armut und die Eindämmung globaler Risiken zu mobilisieren. Alle Finanzprodukte müssen ohne Ausnahmen besteuert werden, die Steuer darf nicht auf einen minimalen Satz festgelegt werden.

Die Weltbank treibt den Klimawandel mit indirekter Kreditvergabe voran
Während sie früher Kredite fast ausschließlich direkt vergeben hat, lagert die zuständige Weltbank-Tochter heute den Großteil der Entwicklungsarbeit an profitorientierte Finanzinstitutionen aus. So finanziert sie indirekt die massive Expansion von Kohlekraftwerken und die Zerstörung von Wäldern, damit Kohle gefördert werden kann, obwohl sie bereits 2013 einen weitgehenden Kohleausstieg beschlossen hat.

Weltbank schwächt über Jahrzehnte erkämpfte Schutzstandards
Mit ihren neuen Umwelt- und Sozialstandards fördert die Weltbank Fluchtursachen. Sie erleichtert Umweltzerstörungen und Verelendung von Menschen durch Zwangsumsiedlungen oder missachtete Landrechte.

 


 

t04Ewige Suche
Freundlich, nett, kontaktfreudig, lieb, sogar sehr lustig, offen und unkompliziert. Wundere dich nicht, wenn du dich in deiner Bewerbung für ein WG-Zimmer selbst nur am eigenen Foto erkennst, vor allem wenn du in Freiburg auf der Suche bist.

 

 

Kohleausstieg/Klimaschutz

Kohle-Ausstieg global denken: Vortragstour von Attac Deutschland und Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Aktivistinnen aus Kolumbien und Südafrika
In der deutschen Debatte um die Energiewende werden soziale und ökologische Argumente häufig gegeneinander ausgespielt. Das ist ein Scheinwiderspruch. Global betrachtet, ist nur ein sofortiger Kohleausstieg ein sozial gerechter Kohleausstieg.

Blutkohle aus Kolumbien
Die Energiekonzerne RWE, Uniper (E.ON), Vattenfall und EnBW beziehen einen Großteil ihrer Steinkohle von den Kohlelieferanten Drummond beziehungsweise Prodeco/Glencore. Ehemalige Paramilitärs haben unter Eid ausgesagt, dass beide Konzerne sie finanziert haben. Wenn ihr Interesse an einer sauberen Lieferkette ernst gemeint ist, sollten die deutschen Energiekonzerne endlich Konsequenzen ziehen.

Entwicklungsorganisation Oxfam warnt vor drohender Klimaschutz-Sabotage der Bundesregierung
Der Entwurf des Klimaschutzplans 2050, in dem die Bundesregierung ihre Klimapolitik skizziert, ist bei wichtigen Stellschrauben eher eine Klimaschutz-Sabotage. Der Plan liefert insgesamt viel zu wenig Klimaschutz und drückt sich vor nötigen Weichenstellungen. Vom Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle ist keine Rede mehr.

Umweltorganisation Germanwatch: Deutschland nur glaubwürdig mit deutlich verbessertem Klimaschutzplan 2050
Zu den Minimalanforderungen an einen Klimaschutzplan gehören die Anhebung des Ambitionsniveaus, die Definition ambitionierter CO2-Reduktionsziele für die einzelnen Sektoren sowie ein klares Bekenntnis zu einem zügigen und zu den Klimazielen passenden Kohleausstieg.

 


 

t04Menschenrechtsabkommen zu transnationalen Unternehmen: „Bundesregierung sollte Verhandlungen nicht länger boykottieren“
Mit TTIP und CETA wollen Deutschland und die EU Konzernen weitgehende Investorenrechte einräumen. Gleichzeitig weigern sie sich, international verbindliche Spielregeln für den globalen Handel zu entwickeln. Wir brauchen ein völkerrechtliches Abkommen, das den Vorrang von Menschenrechten vor Investoreninteressen unmissverständlich festschreibt.

 

Aus den Kirchen

Kirchentagspräsidium zum Umgang mit Rechtspopulismus: Wer sich rassistisch äußert, wird nicht eingeladen
Angesichts der gegenwärtigen Diskussion über den Umgang mit Rechtspopulismus bekräftigt der Deutsche Evangelische Kirchentag seine Haltung: Das Präsidium stellt fest, dass Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch in Zukunft keinen Platz bei ihren Veranstaltungen haben werden.

Versöhnt miteinander: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland veröffentlicht Wort zu 500 Jahre Reformation
Unter dem Titel „Versöhnt miteinander“ wird die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland auf ihrer Mitgliederversammlung im September 2016 ein Wort zu 500 Jahre Reformation veröffentlichen. Dieses Wort soll ökumenische Perspektiven für die Feierlichkeiten und das ökumenische Miteinander benennen.

 


 

Stillgelegte Kernkraftwerke: Am besten ist „Stehenlassen nach Entkernung“
Die Atomindustrie möchte die deutschen Atomkraftwerke nach ihrer Stilllegung zurückbauen und den überwiegenden Teil der gering radioaktiven Abrissmaterialien in den konventionellen Stoffkreislauf übergeben. Demgegenüber regt die Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.“ (IPPNW) an, diesen Müll nach der Stilllegung eines Kraftwerks dort zu belassen. Diese Option bietet Vorteile beim Strahlenschutz und der Verringerung des Störfallrisikos.

 

Fluchtziel Konfliktgebiet: Millionen Menschen fliehen aus einem Konflikt in einen anderen
2015 endete für vier Millionen Menschen die Flucht vor Gewalt, Verfolgung und Krieg in einem Land, in dem ebenfalls ein gewaltsamer Konflikt herrscht. Es ist höchste Zeit, dass legale und sichere Zugangswege für Flüchtlinge und Migranten geschaffen werden.

 


 

t04Europäische Investitionsbank unterstützt Fonds in Steueroasen
Laut einer neuen Studie unterstützt die EIB Steuervermeidungsstrategien: 19 von 29 untersuchten Fonds sitzen in einem der intransparentesten Steuerstandorte der Welt. Dies widerspricht dem von der EIB formulierten Anspruch, Steuervermeidung aktiv zu bekämpfen. Welchen Unternehmen oder Projekten das Geld der Fonds letztendlich zu Gute kommt, bleibt ebenfalls im Verborgenen.

 

Fusion Bayer-Monsanto: Entwicklungspolitische Organisationen fordern Stopp der Giganten-Hochzeit
Von Deregulierung und Liberalisierung haben auf dem globalen Agrarmarkt in den letzten Jahrzehnten nur die großen Akteure profitiert. Die Kosten tragen die Bäuerinnen und Bauern sowie Konsumentinnen und Konsumenten weltweit. Mit der Bayer-Monsanto-Fusion kommt eine weitere Markt- und damit Machtkonzentrationswelle ins Rollen.

 

Thema: Menschen auf der Flucht

Am Wochenende über 2.000 Flüchtlinge vom offenen Mittelmeer gerettet
Nach Angaben der italienischen Küstenwache wurden allein während des vergangenen Wochenendes über 2.000 Flüchtlinge vom offenen Mittelmeer gerettet. Save the Children übernahm 300 Menschen von einem überlasteten Rettungsschiff, nachdem die italienische Küstenwache um Hilfe gerufen hatte.

Europa lässt minderjährige Flüchtlinge im Stich
Europa versagt dabei, mit minderjährigen Flüchtlingen angemessen umzugehen. Die Verantwortung kann nicht alleine Sache jener Länder sein, die an der Außengrenze der Europäischen Union liegen. Die EU-Mitgliedsstaaten müssen Italien unterstützen, sein Erstaufnahmesystem deutlich zu verbessern.

Gesellschaft für bedrohte Völker: Mit einem Kuschelkurs gegenüber Diktatoren bekämpft man nicht wirksam Fluchtursachen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert den Deutschland-Besuch einer eritreischen Regierungsdelegation, die um Investitionen deutscher Firmen wirbt: Wenn Deutschland Fluchtursachen wirksam bekämpfen will, sollten die deutschen Gesprächspartner darauf dringen, dass in Eritrea endlich Presse-, Meinungs- und Glaubensfreiheit respektiert werden.

 


 

t04Wildpferdefang in Dülmen 2016
Im westfälischen Dülmen leben in einem etwa 350 Hektar großen Naturschutzgebiet an die 300 Wildpferde. Um die Rasse der kleinen Pferde möglichst unverändert und stabil zu erhalten, werden am letzten Samstag im Mai jedes Jahres die jungen Hengste von Hand gefangen und versteigert. EINE FOTOREIHE VON JÖRG WINTER