Dakota-Pipeline: BayernLB reagiert auf Proteste
Die Bayerische Landesbank reagiert auf anhaltende Proteste und will eine weitere Finanzierung der umstrittenen US-Ölpipeline Dakota Access ausschließen. Laufende Verträge will sie noch erfüllen. Anfang Februar hatten mehrere zivilgesellschaftliche Organisationen in München demonstriert und mehr als 700.000 Unterschriften überreicht.

 


 

Der Atomwaffensperrvertrag ist ein stumpfes Schwert
Donald Trump will das US-Atomwaffenarsenal ausbauen. Am 27. März 2017 beginnen UN-Verhandlungen für einen Vertrag zum Verbot von Atomwaffen. Der NATO-Bündnispartner Deutschland will den Verhandlungen fernbleiben.

Bundesregierung bleibt Atomwaffenverhandlungen fern: Kritik aus der Friedensbewegung
Laut einer Forsa-Umfrage von 2016 sind 93 Prozent der Bundesbürger für ein Atomwaffenverbot. An den Verhandlungen zu einem Vertrag zur Ächtung und Abschaffung dieser Massenvernichtungswaffen im März 2017 wird sich die Bundesregierung nicht beteiligen. Aus der Friedensbewegung kommt harsche Kritik.

 

„Aufgabe staatlichen Handelns ist es, eine aktive Friedenspolitik zu betreiben!“
Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend fordert eine aktive Friedenspolitik. Junge Menschen erwarteten von der Politik, nichtmilitärischen Mechanismen den Vorrang zu geben. Waffenexporte in Krisenregionen dienten als Brandbeschleuniger für Konflikte.

 

20. Februar 2017 – Welttag der Sozialen Gerechtigkeit

20. Februar 2017 – Welttag der Sozialen Gerechtigkeit: „Geld ist genug da, es muss nur gerechter verteilt werden!“
Das gesellschaftliche Bündnis „Reichtum umverteilen – ein gerechtes Land für alle!“ will soziale Gerechtigkeit zum Wahlkampfthema machen. Es sei Zeit für soziale Gerechtigkeit, stellt etwa ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske fest. Anlässlich des Welttags der Sozialen Gerechtigkeit am heutigen Montag fordert das Bündnis eine steuerpolitische Kehrtwende zur Finanzierung von mehr sozialer Sicherheit und notwendigen Investitionen in das Gemeinwesen.

Existenzsichernde Löhne sind ein Menschenrecht
„Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, […]“, so die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Unsere Weltwirtschaft wird erst dann nachhaltig sein, wenn grundlegende Menschenrechte in allen Wertschöpfungsketten eingehalten werden. Das wird gestützt von den Ergebnissen einer Studie des SÜDWIND-Instituts für Ökonomie und Ökumene.

Geldwäscherichtlinie: Geschenk an Unternehmenslobby
Journalisten und Nichtregierungsorganisationen waren in den vergangenen Jahren die wichtigsten Streiter gegen Geldwäsche, Steuerhinterziehung und Korruption. In das von EU und OECD geforderte Transparenzregister, das die wahren Eigentümer („wirtschaftlich Berechtigten“) von Unternehmen auflistet, sollen sie nur bei nachgewiesenem „berechtigtem Interesse“ gegen Gebühr Einblick erhalten. So der Kabinettsentwurf zur Umsetzung der 4. EU-Anti-Geldwäscherichtlinie.

 


 

Kritik an Kooperation deutscher Entwicklungspolitik mit privaten Stiftungen
Brot für die Welt, MISEREOR und das Global Policy Forum betrachten den wachsenden Einfluss philanthropischer Stiftungen auf die deutsche Entwicklungszusammenarbeit kritisch. Der Philanthro-Boom sei auch eine Folge neoliberaler Wirtschafts- und Fiskalpolitik. Sie habe die Anhäufung von Privatvermögen erst ermöglicht und damit massive Einbußen öffentlicher Einnahmen in Kauf genommen.

 

Waldschutz ausreichend effektiv gegen Erdüberhitzung?
Das SÜDWIND-Institut für Ökonomie und Ökumene hat in einer aktuellen Studie die in den internationalen Klimaverhandlungen vorgesehenen Maßnahmen zum Waldschutz auf den Prüfstand gestellt. Hauptverursacher für Entwaldung ist intensive industrielle Landwirtschaft, die sich kaum in den Waldschutz einbinden lässt. Trotz vereinbarter Schutzklauseln werden die in den Waldgebieten lebenden, oft indigenen Gemeinden häufig in ihren Rechten zur Nutzung der Wälder eingeschränkt.

 
 

Thema Nahrungsmittelspekulationen

Rückschlag im Kampf gegen Nahrungsmittelspekulation
Das EU-Parlament konnte keine strengeren Regeln gegen exzessive Nahrungsmittelspekulation beschließen. Millionen Menschen in Entwicklungsländern geben bis zu 75 Prozent ihres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Stabile Preise sind für sie wie auch für Bauern und Bäuerinnen essentiell.

Mehr Nahrungsmittelspekulationen ermöglichen? Neue Fluchtgründe schaffen? Abstimmung des EU Parlaments zur Finanzmarktrichtlinie
Brot für die Welt befürchtet signifikante, negative Auswirkungen, sollte der vorliegende EU Kommissionsvorschlag am Mittwoch im EU-Parlament angenommen werden. Die Finanz- und Ernährungskrise im Jahre 2008 und danach hat eine exzessive Spekulation mit Nahrungsmitteln bewirkt. Dadurch wurde der Kauf von Nahrungsmitteln für Millionen armer Menschen unerschwinglich, laut Weltbank im Jahr 2008 in 33 Ländern.

Geplante EU-Regeln verhindern kaum Nahrungsmittelspekulation
Das Europäische Parlament verabschiedete 2014 die Finanzmarkt-Richtlinie. Kernpunkt sind sogenannte Positionslimits, Obergrenzen für den rein spekulativen Börsenhandel mit Agrarprodukten wie Weizen und Mais. Doch die von der EU-Kommission vorgelegten technischen Standards versagen bei der Eindämmung der exzessiven Spekulation, weil sie zu hohe und damit unwirksame Grenzwerte erlauben.

 

CETA-Abstimmung im EU-Parlament, 15. Februar 2017

EU-Parlament winkt CETA durch
Attac Deutschland und der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisieren die Zustimmung des EU-Parlaments zum EU-Kanada-Freihandelsabkommen CETA. Die Antwort auf die Globalisierung könne nur ein fairer und gerechter Welthandel sein, mit dem Arbeitnehmerrechte nachhaltig geschützt und gefördert werden. CETA regele die Globalisierung im alleinigen Interesse internationaler Konzerne.

Attac: EU-Parlament muss CETA ablehnen, wenn es eigene Maßstäbe ernst nimmt
Das globalisierungskritische Netzwerk Attac fordert die EU-Abgeordneten auf, am Mittwoch das geplante Freihandelsabkommen zwischen Kanada und der EU abzulehnen. Mit CETA können ausländische Investoren nationale Gerichte umgehen und erhalten damit Rechtsprivilegien, die inländischen Investoren nicht gewährt werden. Genau das hat das EU-Parlament bei TTIP aber abgelehnt.

Studie vorgestellt: Menschenrechte in EU-Handelsabkommen bleiben leeres Versprechen
Beim CETA-Vertrag hat die EU es versäumt, Reformen vorzunehmen, die eine menschenrechtsbasierte und sozial-ökologisch nachhaltige Handelspolitik gewährleisten, so eine Studie im Auftrag von Brot für die Welt, Forum Umwelt und Entwicklung, UnternehmensGrün und ver.di. Unverbindliche Umwelt- und Sozialkapitel, aber harte neue Klagerechte für Investoren – nichts zeigt deutlicher, wo die Prioritäten der EU-Handelspolitik liegen und warum so viele Menschen sie ablehnen.

 

CETA – Lesen und Verstehen: Analyse der Verträge aus der Zivilgesellschaft vorgelegt
Das Europäische Parlament wird voraussichtlich im Februar über CETA abstimmen. Im Falle einer Zustimmung müssten danach alle EU-Staaten das Abkommen ratifizieren. Mit „CETA – Lesen und Verstehen“ liegt eine Analyse des Vertragstextes von Seiten der Zivilgesellschaft vor. Sie bietet die Möglichkeit, sich differenziert und detailliert mit den Inhalten des Abkommens auseinanderzusetzen.

 


 

Studie: Grünes Wissen ist zu wenig in den (berufsbildenden) Lehrplänen vertreten
Eine aktuelle UnternehmensGrün-Studie zeigt, welche neuen Anforderungen die Ausrichtung von Wirtschaftsunternehmen auf Nachhaltigkeit für Mitarbeitende mit sich bringt. Die notwendigen Kenntnisse müssten viel stärker in Berufsbildung und -orientierung verankert werden, fordern befragte Firmen. Der Übergang zur Green Economy macht die Transformation der konventionellen Wirtschaft hin zu effizienten, CO2-armen Produkten, Technologien und Dienstleistungen mit Hilfe technischer und sozialer Innovationen und Investitionen notwendig.

 


 

Das Nuklear-Abkommen mit Iran: Perspektiven für den Nahen Osten heute und unter dem Druck der Klimaherausforderung
Mit dem Durchsetzen der Klimapolitik und dem Abschied des Transportsektors von Erdöl-Derivaten als Treibstoff verlieren die USA das Interesse an einer Stabilisierung der Region am Golf. Kann das umstrittene Nuklear-Abkommen der USA und anderer Staaten mit dem Iran einen US-Präsidenten überleben, der sich im Wahlkampf offen ablehnend dazu geäußert hat? Kann dieses Abkommen auch das Ergebnis der Wahlen im Iran im Juni 2017 überleben?

 


 

Globale Protestwoche gegen Mega-Ölpipeline Dakota Access
US-Präsident Donald Trump will den Bau der weltweit heftig kritisierten US-Ölpipeline Dakota Access beschleunigen. Auch in München wurde protestiert: Die BayernLB ist mit einem Projektkredit beteiligt. Die Sioux hatten Treffen mit den Banken gefordert, acht Banken waren dazu bereit, die BayernLB jedoch nicht.

 
 

Kohleausstieg der Deutschen Bank: Leider noch nicht!
Nach Medienberichten plant die Deutsche Bank einen teilweisen Ausstieg aus Kohle. Die jetzt veröffentlichte Richtlinie bezieht sich vor allem auf die direkte Finanzierung von Kohleprojekten. Die meisten Projekte werden jedoch indirekt über Firmenkredite und -anleihen finanziert, an dieser Form der Kohlefinanzierung wird sich nichts ändern.

 

Reporter ohne Grenzen: Merkel muss in der Türkei öffentlich Stellung beziehen
Reporter ohne Grenzen fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel auf, bei ihrer Reise in die Türkei am Donnerstag öffentlich Stellung zu beziehen und verfolgte Journalisten konkret beim Namen zu nennen. Allgemeine Äußerungen über den dramatischen Verfall der Pressefreiheit in der Türkei reichen nicht aus. Die öffentliche Zurückhaltung der Bundesregierung sendet ein falsches Signal an die mutigen Journalisten, die unter ständiger Angst im Land arbeiten.

 

Zivilgesellschaftliche Organisationen kritisieren Aufnahme der Gates-Stiftung in Weltgesundheitsversammlung
Dreißig internationale Organisationen aus den Bereichen Gesundheitspolitik, Verbraucherschutz und Menschenrechte äußern in einem offenen Brief an die WHO erhebliche Bedenken, die Bill and Melinda Gates Foundation in deren Verwaltungsgremium aufzunehmen. Die Gates-Stiftung hat große Teile ihres Vermögens in den Pharmasektor sowie in die Nahrungs- und Getränkeindustrie investiert. Dadurch entsteht ein erheblicher Interessenkonflikt.

 


 

Das Pfaffgelände in Kaiserslautern Ende 2016 II
Ein Rundgang über das Gelände des stillgelegten Pfaffwerkes in Kaiserslautern. Für Freunde der Industriefotografie und Liebhaber von Lost Places. Eine Fotoreihe von Jürgen Zubiller.

 


 

Neue Studie: Helfer der Steuerhinterziehung und Geldwäsche
Steuerflucht und Geldwäsche werden möglich gemacht durch Banken, Anwaltsfirmen und Wirtschaftsprüfer, die in der Europäischen Union arbeiten und oft hier ihren Hauptsitz haben. Vor allem Schweizer und Luxemburger, aber auch französische und britische Institute haben sich an der Vermittlung solcher Geschäfte eine goldene Nase verdient. Die Regierungen der Mitgliedsländer müssen eine Untersuchung dieser Komplizen von Steuerflucht und Geldwäsche einleiten.

 


 

Reporter ohne Grenzen: Trump muss Feindseligkeiten gegen Journalisten beenden
Die für das Weiße Haus zuständigen Korrespondenten der wichtigsten US-Medien haben in einem offenen Brief angekündigt, Lügen und Verzerrungen seitens Trumps und seiner Sprecher klar zu benennen. Im Wahlkampf wie auch in der Übergangszeit seit seinem Wahlsieg hat Trump in Wort und Tat deutlich gemacht, dass er nicht bereit ist, die Rolle der Medien als unabhängige Kontrollinstanz seines politischen Handelns anzuerkennen.

 


 

Ärzteorganisation IPPNW: Keinen AKW-Abrissmüll zu Heizkörpern, Zahnspangen oder Bratpfannen recyclen!
Die Ärzteorganisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V (IPPNW) stellt fest: Der gering radioaktive Abrissmüll aus dem Rückbau der deutschen Atomkraftwerke stellt eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar. Bei der Option „Vollständiger Rückbau mit Bunker“ würde der Bevölkerung Strahlenbelastung erspart.

 

Reserveantibiotika in der Tierhaltung: Germanwatch warnt vor Gesundheitsgefahr für Menschen, Resistenzen gegen Notfall-Antibiotika
Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant offenbar zwei Antibiotikaklassen von der Liste der sogenannten Reserveantibiotika zu streichen. Diese Arzneimittel könnten dann in deutlich größerem Umfang in der Tierhaltung eingesetzt werden. Damit würde sich auch das Risiko für Menschen vergrößern, dass sich gegen diese Antibiotika resistente Keime bilden.

Brot für die Welt: Mega-Konzerne verhindern, bäuerliche Landwirtschaft stärken
Wir brauchen die vielfältige bäuerliche und züchterische Arbeit mit alten und neuen Sorten als Antwort auf den Klimawandel und als Ergänzung zu den züchterischen Anstrengungen der mittelständischen Saatgutfirmen, so Brot für die Welt. Afrika erlebte in den letzten Jahren eine Übernahmewelle einheimischer Saatgutfirmen durch die großen Konzerne, es sind keine größeren unabhängigen Saatgutzüchter übrig geblieben.

 

Attac Deutschland zu Davos: „Selbsternannte Weltelite warnt vor Risiken eigener Politik“
Ein Politikwechsel hin zu mehr Finanzmarktregulierung, einem Ausbau der sozialen Sicherungssysteme und einer Umverteilung von oben nach unten würde dem erstarkenden Rechtspopulismus den Boden entziehen. Von den in Davos Versammelten ist allerdings keine Lösung zu erwarten; sie ist Teil des Problems. Es gilt, die Wirtschaftsbeziehungen im Rahmen eines internationalen Handelsmandates zum Vorteil aller Menschen zu gestalten.

Oxfam-Bericht: Soziale Ungleichheit weit dramatischer als bisher bekannt
Neue Vermögensdaten zeigen, dass die Ärmeren weltweit deutlich weniger Vermögen besitzen als bislang angenommen: Neun Milliardäre wiegen das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung auf. Diese Entwicklung hängt eng zusammen mit aggressiven Steuervermeidungstechniken, Verschieben von Gewinnen in Steueroasen und einem ruinösen Wettlauf von Staaten um Niedrigsteuersätze. Die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam fordert zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos einen radikalen Kurswechsel hin zu einem Wirtschaftssystem, von dem die breite Mehrheit der Menschen profitiert.

 

Die große Transformation in Zeiten des Unbehagens
Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und der Pariser Klimavertrag sind nur mit einem klaren Richtungswechsel zu schaffen. Dennoch druckst man herum anstatt sich ehrlich zu machen, dennoch wird aufgeschoben anstatt angepackt. Was läuft da schief? Warum fällt es der Politik so schwer, das Wissen in Handeln zu übersetzen? Zum 25-jährigen Bestehen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat sich Bundespräsident a.D. Horst Köhler am 8. Dezember 2016 in Berlin damit auseinandergesetzt.

Bleibt Deutschland weiter „Nachhaltigkeits-Entwicklungsland“?
Zivilgesellschaftliche Organisationen betrachten die am 11. Januar 2017 von der Bundesregierung beschlossene „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ ambivalent. So fehlten Hinweise, auf welche Weise die Kontroversen und Zielkonflikte, die einen ambitionierteren Plan bisher verhindert haben, künftig ausgetragen und gelöst werden sollen. Andererseits sieht die Strategie in Zeiten, wo vielerorts autoritäre Regierungen den Raum der Zivilgesellschaft beschneiden, wichtige neue Beteiligungs- und Weiterentwicklungsprozesse vor.

 

Fotos: Nata Uchava, Freiburg.

 

Aktuelle Rezensionen zur Theologie

Thomas Kaufmann: Erlöste und Verdammte
Die Reformation hat die Entwicklung der westlichen Moderne beeinflusst, gefördert und beschleunigt. Doch allein oder maßgeblich hervorgebracht hat sie diese nicht. Die westliche moderne Welt ist das Ergebnis eines sehr komplexen Transformationsprozesses, der ohne die Reformation aber ganz anders verlaufen wäre.

 
 

Heinz Schilling: Martin Luther, Rebell in einer Zeit des Umbruchs
Luther hat kraft seines immensen Willens zwar die Welt verändert – in vielem aber ganz anders, als er es beabsichtigte. Er war mit seinem ursprünglichen Konzept einer universalen Reformation von Kirche und Welt gescheitert.

Heinz Scheible: Melanchthon, Vermittler der Reformation
Ob sich die Reformation ohne den Vermittler Melanchthon durchgesetzt hätte, ist ungewiss. Immer wieder versuchte er, Brücken zu schlagen. Heinz Scheibles Standardwerk zeigt eindrücklich und überzeugend, was Luthers Reformation dem treuen Mitstreiter Melanchthon alles zu verdanken hat.

Walter Kasper: Martin Luther, eine ökumenische Perspektive
Der Ökumeniker Kasper bekennt zuversichtlich: Die Einheit ist heute näher als vor 500 Jahren. Sie hat bereits begonnen. Wir sind 2017 nicht mehr wie noch 1517 auf dem Weg der Trennung, sondern auf dem Weg zur Einheit.

 


 

Konzernatlas 2017 zeigt beispiellose Fusionswelle in Agrar- und Ernährungsindustrie
Die Ernährungsindustrie hält das traditionelle Bild der Landwirtschaft aufrecht, weil es den Kundinnen und Kunden ein gutes Gefühl gibt. Tatsächlich sind weite Teile des Ernährungssektors zwischen wenigen Konzernen aufgeteilt. Der „Konzernatlas 2017“ (PDF) stellt Analysen, Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie zusammen.

 

Aktuelle Rezensionen zum Thema Islam

Mathias Rohe: Der Islam in Deutschland
Angesichts einer weithin ungeklärten Gemengelage von vermeintlichen Scheinfakten und unberechenbaren Realitäten hat sich zunehmend ein diffuses „Angstthema“ entwickelt, das unterbewusst die gegenwärtige Debatte (mit)prägt. Rohe beschreibt eindringlich und ausführlich die Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland. Er schildert die Bedeutung unterschiedlicher Glaubensrichtungen sowie Kulturen.

Lutz Berger: Die Entstehung des Islam
Welche spätantiken Voraussetzungen ermöglichten den schnellen Siegeszug der neuen Religion? Wie hat sich der Islam im Zuge der arabischen Eroberungen zu einer neuen Religion formiert? In den Gesellschaften Westeuropas setzte ein Rückschritt in der Entwicklung ein; der Süden und Osten der Mittelmeerwelt blieb wohlhabend und öffnete sich bis nach Zentralasien, was den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch ungemein beflügelte.

Mathias Rohe et al: Handbuch Christentum und Islam in Deutschland
Die Auswahl der Texte für die vorliegende Taschenbuchausgabe erfolgte im Hinblick darauf, dass allen am Thema Interessierten ein kompakter und kompetenter Überblick über empirisch-statistische Grunddaten, die rechtsstaatlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie theologischen Grundlagen des Zusammenlebens geboten werden soll.

 


 

EU-Abgeordnete dürfen in Zukunft nur noch registrierte Lobbyisten treffen
Am 14.12.2016 hat das Europaparlament über Änderungen an der Geschäftsordnung abgestimmt. EU-Abgeordnete dürfen in Zukunft nur noch registrierte Lobbyisten treffen. Ein besserer Verhaltenskodex wurde blockiert: Abgeordnete, die den Verhaltenskodex verletzen, können weiterhin hoffen, sanktionsfrei zu bleiben.

 


 

Finanztransaktionssteuer: Das Lavieren der EU-Finanzminister kostet die Steuerzahler 60 Millionen Euro pro Tag
Jeder Tag, den sich die Einführung der Finanztransaktionssteuer verzögert, kostet die Staatskassen der beteiligten Länder 60 Millionen Euro, jede Stunde 2,5 Millionen. Das Geld fehlt derweil bei der Armutsbekämpfung und beim Klimaschutz.

Attac-Aktivisten stören Verleihung von Bonner Demokratiepreis an EU-Kommissarin Federica Mogherini
„Einen Demokratiepreis an eine EU-Kommissarin zu verleihen, die an der Kriegsfähigkeit der Europäischen Union arbeitet und den Tod von tausenden Flüchtlingen an den Grenzen der Festung Europa mit zu verantworten hat, ist ein ganz schlechter Karnevalsscherz.“ Aus Protest störten Aktivisten die Preisverleihung in Bonn.

Richter bestätigen Gemeinnützigkeit von Attac
Das Hessische Finanzgericht in Kassel hat am 10. November 2016 entschieden: Das politische Engagement des Netzwerkes attac gegen die neoliberale Globalisierung steht seiner Gemeinnützigkeit nicht entgegen. Laut attac hat das Gericht damit anerkannt, dass Zivilgesellschaft und Politik nicht unterschiedliche Sphären sind, sondern untrennbar zusammengehören.

 

Kommentar zur Präsidentschaftswahl in den USA
Die USA haben zwei Kriege in Afghanistan und Irak verloren, die Löhne sind real niedriger als in den 1970er Jahren. Seit 2012 kamen auf jede weltweit durch Terror getötete Person mit US-Staatsbürgerschaft rund 1.000 getötete Personen mit US-Staatsbürgerschaft durch Schusswaffen in den USA, im Schnitt mehr als 31.000 Menschen jedes Jahr seit 1968. Falls Donald Trump seine Ankündigungen wahr macht, ist mit Folgenden zu rechnen …

 

Stefan Köhler-Holle: Street Art Bremen III
Die neue Reihe mit Street Art in Bremen.

 
 

 

t04So wird ein Schuh daraus
Ein genauer Blick auf die Beispiele, die Freud für seine These vom „Gegensinn der Urworte“ gibt, zeigt, dass diese These für die meisten Fälle nicht zutrifft. Sie wird aber plausibel, wenn man vom Gegensinn des Schrecklichen und des Faszinierenden im Wort für „Heilig“ in manchen Sprachen ausgeht.

 


 

US-Streitkräfte bestätigen Einsatz von Uranmunition in Syrien
Das Zentralkommando der US-Streitkräfte CENTCOM hat zugegeben, dass US-Kampfflieger Uranmunition in Syrien eingesetzt haben. Ein Sprecher von CENTCOM erklärte, vorherige Verlautbarungen seien durch einen Fehler in der Berichterstattung zustande gekommen. Die Internationale Koalition zur Ächtung von Atomwaffen hat die von CENTCOM eingeräumten Einsatzdaten analysiert und festgestellt, dass bei beiden Angriffen keine gepanzerten Ziele zugegen waren.

t04Wachsender EU-Kritik mit Demokratieausbau statt mit Abschottung begegnen
Mit einer Million Unterschriften aus sieben EU-Mitgliedsstaaten kann die Bevölkerung ein Thema auf die Agenda der EU-Kommission setzen. So die Gesetzeslage. Faktisch entsteht der Eindruck, dass die Kommission die Bürgerinnen und Bürger aus der Politik heraushalten will und sie mit einem Pro-Forma-Beteiligungsinstrument abspeist.

 

Was ist los in Äthiopien?
Aus Äthiopien kommen immer neue Nachrichten von Unruhen und Schießereien. Junge Leute fliehen in den Sudan. Tigre und Amharen fliehen vor dem Zorn der Oromo in ihre Heimatprovinzen. Volkszorn und Vandalismus breiten sich aus. Was ist los?

 


 

Medizin, Macht und Moral
Der 5. Internationale IPPNW-Kongress in Nürnberg beschäftigte sich mit der Rolle von ÄrztInnen und insbesondere Psychiatern im Nationalsozialismus, ethischen Fragen im Medizinalltag und der Rolle von Menschen im Gesundheitswesen als Friedensstifter. Investitionsschutzabkommen wie TTIP oder CETA haben weitgehende Auswirkungen auch auf das Gesundheitswesen und sind ein Katalysator, um renditeträchtige Investitionen im Gesundheitswesen und damit die Privatisierung voranzutreiben.

 


 

t04Petition für mehr Transparenz von Lobbyismus und einen Stopp schneller Seitenwechsel
In einer Zeit, in der Populisten Stimmung gegen Europa machen, braucht die Europäische Demokratie mehr Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Nur wenn Politiker sich selbst scharfen Regeln unterwerfen, können sie dieses Vertrauen stärken. Der Maßstab solcher Regeln muss sein, dass Politiker allein dem Gemeinwohl dienen.

Die Weltbank treibt den Klimawandel mit indirekter Kreditvergabe voran
Während sie früher Kredite fast ausschließlich direkt vergeben hat, lagert die zuständige Weltbank-Tochter heute den Großteil der Entwicklungsarbeit an profitorientierte Finanzinstitutionen aus. So finanziert sie indirekt die massive Expansion von Kohlekraftwerken und die Zerstörung von Wäldern, damit Kohle gefördert werden kann, obwohl sie bereits 2013 einen weitgehenden Kohleausstieg beschlossen hat.

Weltbank schwächt über Jahrzehnte erkämpfte Schutzstandards
Mit ihren neuen Umwelt- und Sozialstandards fördert die Weltbank Fluchtursachen. Sie erleichtert Umweltzerstörungen und Verelendung von Menschen durch Zwangsumsiedlungen oder missachtete Landrechte.

 


 

t04Ewige Suche
Freundlich, nett, kontaktfreudig, lieb, sogar sehr lustig, offen und unkompliziert. Wundere dich nicht, wenn du dich in deiner Bewerbung für ein WG-Zimmer selbst nur am eigenen Foto erkennst, vor allem wenn du in Freiburg auf der Suche bist.

 

 


 

t04Wildpferdefang in Dülmen 2016
Im westfälischen Dülmen leben in einem etwa 350 Hektar großen Naturschutzgebiet an die 300 Wildpferde. Um die Rasse der kleinen Pferde möglichst unverändert und stabil zu erhalten, werden am letzten Samstag im Mai jedes Jahres die jungen Hengste von Hand gefangen und versteigert. EINE FOTOREIHE VON JÖRG WINTER