Petersberger Klimadialog: Bundesregierung muss Klimaschutzpartnerschaften für umfassende Umsetzung des Pariser Abkommens schließen
Beim Klimadialog Anfang Juli 2016 in Berlin wird vor allem darüber beraten, wie das Pariser Klimaabkommen vollständig, wirksam und schnell umgesetzt werden kann. Dazu müssen Kooperationen mit Ländern wie Indien oder Marokko auf den Weg gebracht werden, damit die Umsetzung gelingen kann. Diese Länder stehen vor der Entscheidung, ob sie jetzt noch in fossile Energie investieren oder direkt auf Erneuerbare Energie und Energieeffizienz setzen.

Klimaschutzplan 2050: Bundesregierung kapituliert vor Interessen der fossilen Industrie
Knapp sieben Monate nach dem erfolgreichen Klimagipfel von Paris traut sich die Bundesregierung nicht, die CO2-Emissionsziele wie notwendig anzuheben. Die Konkretisierung bei den vorgeschlagenen Maßnahmen erreicht oft nicht einmal das Niveau von Prüfaufträgen. Dabei wird der Klimawandel für immer mehr Menschen weltweit zur existenziellen Herausforderung.

 

Bündnis „CETA & TTIP stoppen! Für einen gerechten Welthandel!“ ruft zu sieben Großdemonstrationen gegen CETA und TTIP auf
Im Oktober 2016 soll CETA, das bereits fertig verhandelte Abkommen mit Kanada, unterzeichnet werden. CETA stellt in wesentlichen Teilen eine Blaupause für TTIP dar. Nach dem Willen der EU-Kommission soll es als reines EU-Abkommen ohne Zustimmung der Parlamente der Mitgliedstaaten beschlossen werden. Mit bundesweit sieben Großdemonstrationen in Berlin, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart sollen am 17. September 2016 CETA und TTIP verhindert werden. Erwartet werden insgesamt weit mehr als 100.000 Menschen.

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Nachhaltigkeitsstrategien müssen europäischer werden
Der bisherigen Nachhaltigkeitsarchitektur müssen neue Formen gesellschaftlicher Partizipation an die Seite gestellt werden. Das wäre auch ein deutliches Zeichen an europäische Regierungen, die die Zivilgesellschaft in ihren Ländern immer mehr einengen. TTIP hingegen droht ein großes Hindernis für die Umsetzung von global gerechter Nachhaltigkeit zu werden.

Nach dem Brexit-Votum: Die Menschen sind es leid, ihr Leben vom Willen der Finanzmärkte, Konzerne und Eliten diktieren zu lassen
Germanwatch und Attac fordern erneuerte, an sozialen und ökologischen Werten orientierte EU und warnen vor rechter Hetze. Die britische Entscheidung für den EU-Austritt ist ein alarmierendes Zeichen für die tiefe Krise der Europäischen Union. Drin bleiben- oder Raus-Entscheidungen sind keine Lösung.

 


Volker Beck zu Ditib: Sehr viel türkische Politik
Religionspolitiker mahnen offenere Debatten über und mit Religionen an. Das Religionsverfassungsrecht sei offen für Vielfalt, nicht nur für die christlichen Kirchen. Der Grünen-Politiker Volker Beck kritisiert Islam-Verbände, Kerstin Griese von der SPD warnt vor Entfremdungstendenzen innerhalb der Gesellschaft, wenn keine Debatten über Religion geführt werden.


Deeskalation statt forcierte Aufrüstung!
Die gegenwärtige Politik der Russischen Föderation und der NATO läuft in Richtung wechselseitiger Verfeindung, die verhängnisvolle Wirkungen haben kann und erneut einer Spaltung des Kontinents das Wort redet. Die Vereinigung Deutscher Wissenschaftler fordert die Bundesregierung deshalb dazu auf, einer weitergehenden Verstärkung der NATO-Präsenz an den östlichen Grenzen der EU mit Entschiedenheit entgegenzutreten. Es geht nicht nur um militärische, sondern auch politische Maßnahmen, über letztere wird aber kaum debattiert.


 

Attac legt Vorschlag für gerechte Erbschaftssteuer vor
Attac hat einen eigenen Vorschlag für eine umfassende Reform der Erbschaftssteuer vorgelegt. Erbschaften großer und größter Vermögen sollen deutlich höher besteuert werden als im Konzept der Regierungskoalition. Die Erben von kleinen Erbschaften und Schenkungen, die derzeit am meisten abgeben müssen, sollen entlastet werden: Attac schlägt einen Freibetrag von zwei Millionen Euro pro Person vor – für alle Zuwendungen aus Erbschaften und Schenkungen insgesamt im Leben.

Schon über 120.000 fordern: Keine Steuergeschenke für Milliardäre!
Binnen weniger Tage haben bereits über 120 000 Menschen einen Online-Appell gegen die Privilegierung von Superreichen bei der Erbschaftssteuer unterzeichnet. „Die Erbschaftssteuer muss dazu beitragen, die massive soziale Ungleichheit in der Gesellschaft zu verringern, statt sie weiter zu verschärfen“, so Lisa Großmann, Koordinatorin des Netzwerk Steuergerechtigkeit.

Erbschaftsteuer: Offener Brief an Finanzminister der Länder

 

ÄRZTINNEN UND ÄRZTE VERURTEILEN STIMMUNGSMACHE GEGEN FLÜCHTLINGE UND IHRE BERUFSGRUPPE
Die Unabhängigkeit ärztlicher Entscheidungen von regierungspolitischen Interessen ist ein Grundpfeiler der ärztlichen Ethik und der Rechtsstaatlichkeit. Es ist für eine Reihe von Ärzteorganisationen nicht hinnehmbar, dass der Bundesinnenminister mit ungeprüften beziehungsweise erfundenen Zahlen Stimmung gegen Flüchtlinge und ihre Berufsgruppe macht.

 

Verhaftung von Bürgerrechtlern in der Türkei
Die ärztliche Friedensorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges, Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.“ (IPPNW) fordert von der Bundesregierung, auf Erdogan einzuwirken. Die EU-Vereinbarung mit der Türkei in der Flüchtlingsfrage dürfe nicht dazu führen, dass Europa die Augen vor den kriegsähnlichen Zuständen in der Südosttürkei und der zunehmenden Repression gegen Oppositionelle verschließe.

 

Emnid-Umfrage unter Türkeistämmigen in Deutschland: Allgemeines Wohlbefinden und mangelnde soziale Anerkennung
Politik und Zivilgesellschaft sollten dringend mehr Kontakte zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen fördern. Die deutsche Mehrheit sollte mehr Verständnis für die spannungsreiche Lage der Türkeistämmigen – zwischen Herkunftsprägung und Anpassung – aufbringen. Die Türkeistämmigen wiederum sollten auf Vorbehalte nicht nur empört reagieren, sondern sich auch kritisch mit den gleichwohl anzutreffenden fundamentalistischen Tendenzen in den eigenen Reihen auseinandersetzen.

 

Solidarität mit den „Nuit debout“-Protesten gegen die Arbeitsrechts-„Reform“ in Frankreich
Ein vom Wissenschaftlichen Beirat von Attac veröffentlichter offener Brief macht deutlich, dass die „Nuit debout“-Proteste gegen die nach deutschem Vorbild durchgezogenen Arbeitsrechts-„Reformen“ in Frankreich berechtigt und notwendig sind. Die „Reformen“ sind Teil eines zerstörerischen Standort-Wettbewerbs, der zu Ungleichheiten führt und den demokratischen wie sozialen Zusammenhalt in der Europäischen Union schwer schädigt. Die Forderung der Streikenden, abhängige Arbeit solle aufgewertet und deren finanzielle und moralische Herabwürdigung beendet werden, wird von den Unterzeichnenden unterstützt.

 


 

t04Wildpferdefang in Dülmen 2016
Im westfälischen Dülmen leben in einem etwa 350 Hektar großen Naturschutzgebiet an die 300 Wildpferde. Um die Rasse der kleinen Pferde möglichst unverändert und stabil zu erhalten, werden am letzten Samstag im Mai jedes Jahres die jungen Hengste von Hand gefangen und versteigert. EINE FOTOREIHE VON JÖRG WINTER

 

Warum Flohmärkte wichtig sind …
Auf einer Insel zu leben, bedeutet, dass es nicht immer selbstverständlich ist, bestimmte Dinge, wie Ersatzteile und ähnliches, zu erhalten. Unter anderem deshalb gibt es Flohmärkte. Irgendetwas braucht Irgendwer immer! DAS GRAN-CANARIA-TAGEBUCH VON HEIDEROSE GÄRTNER-SCHULTZ

 

Martin Luther und was noch aussteht
Wir verstehen die heutige Gestalt der evangelischen Kirche als Frucht der Reformation. In einem institutionellen und kulturellen Sinne ist dies zweifellos richtig. Doch die Kontinuitäts- und Traditionsmomente täuschen darüber hinweg, wie weit wir ansonsten von der Reformation entfernt sind. Die Aufgabe einer verantwortbaren Vermittlung von forschungsbasiertem wissenschaftlichem Reformationsbild im 500sten Jahr der Reformation 2017 und allgemeiner Öffentlichkeit ist gescheitert. VON THOMAS KAUFMANN

 

t04Stefan Köhler-Holle: Street Art Bremen II
Die neue Reihe mit Street Art in Bremen.

 
 

 


 

Mönchengladbacher Erklärung der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)
„Für das Grundrecht auf Asyl und für den individuellen Schutz von Geflüchteten.“ Die IPPNW-Mitgliederversammlung hat am 21. Mai 2016 in Mönchengladbach eine Erklärung zur Lage der Flüchtlinge abgegeben: „Wir Ärztinnen der IPPNW sehen mit wachsender Sorge, wie die deutsche und die europäische Politik die Menschen, die aus Not und Verzweiflung zu uns fliehen, in eine aussichtslose Zange nimmt …“

Zum Tag der Bundeswehr 2016: Fluchtursache „Militärische Intervention“
Die deutsche Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW) weist darauf hin, dass die ungerechte, Armut schaffende Weltwirtschaftsordnung, von der Deutschland stark profitiert, maßgeblich zum Anstieg der Flüchtlingszahlen beiträgt. Solange die Fluchtursachen Krieg, Militärintervention und Armut nicht konstruktiv und effektiv angegangen werden, müsse die Abschottungspolitik sofort beendet werden.

 


 

t04Hermann Lübbe: „Gegenüber Muslimen nicht als Religionsaufklärer auftreten“
Deutschland sollte gegenüber Religionen wie dem Islam, die durch Zuwanderung neu ins Land kommen, nicht als „Religionsaufklärer“ auftreten. Hermann Lübbe kritisiert den deutschen Umgang mit Religionen, die neu ins Land kommen. Die Religionspolitik der USA dagegen erlaube Koexistenz von unvereinbaren religiösen Optionen.

 


 

„Nicht Interventionskriege sind geeignet, die internationale Sicherheit voranzubringen, sondern ernsthafte Abrüstungsanstrengungen“ – IPPNW bezieht Stellung zur NATO-Übung in Polen
Kriege und Kriegsmanöver sind ungeeignet, die internationale Sicherheit voranzubringen. Dazu braucht es vielmehr ernsthafte Abrüstungsanstrengungen, Demilitarisierung der Konfliktgebiete, energische Unterstützung für die Menschen in verelendeten Weltregionen und die Stärkung eines gleichberechtigten Zusammenlebens, das auf solidarischer Kooperation statt auf eigennütziger Gewinnmaximierung beruht.

Menschliche Sicherheit statt Interventionskriegen
Der Beschlusstext von der IPPNW-Mitgliederversammlung am 21. Mai 2016 in Mönchengladbach: „Die IPPNW Deutschland wird sich gemeinsam mit ihren Partnern in der Friedensbewegung für eine Rückkehr Deutschlands zur Einhaltung des Völkerrechts und der Friedenspflicht des Grundgesetzes einsetzen, und für die Beendigung der deutschen Beteiligung an von NATO-Mächten geführten Kriegen und Kriegsvorbereitungen weltweit eintreten…““

 


 

Verband der Islamischen Kulturzentren wünscht allen Muslimen einen gesegneten Ramadan
„Der Ramadan ist für uns eine besondere Zeit der Hilfsbereitschaft, Gastfreundlichkeit und des respektvollen Miteinanders. Wohltaten und Unterstützung der Armen und Bedürftigen, Hilfestellung für Flüchtlinge insbesondere in diesem Monat findet große Anerkennung bei Allah“, erklärt Mehmet Duran, Präsident des VIKZ.

 

Bedingungsloses Grundeinkommen: attac sieht trotz Scheitern in der Schweiz ernsthafte Debatte in ganz Europa
Das bedingungslose Grundeinkommen wird im globalisierungskritischen Attac-Netzwerk breit diskutiert und unterstützt, wenn es auch kein Konsens ist. Neoliberale Finanzierungsmodelle, wie sie ein Teil der Schweizer Initiatoren befürworten, lehnt die Attac-Arbeitsgruppe dabei ab.

 

t04Endspurt auf der Arbeitsstelle
Karin Wildberger aus Kaiserslautern berichtet von ihrem Einsatz bei „Brot für die Welt“ in Kamerun: „Im April hat eine sehr gute Freundin von mir standesamtlich geheiratet. Hier wird der Mann doch tatsächlich während der Zeremonie gefragt, ob er eine polygame oder eine monogame Ehe möchte. Der Mann meiner Freundin hat polygam gesagt. Ich denke, ich muss meine Meinung dazu jetzt nicht weiter ausführen.“ (VON KARIN WILDBERGER)

 

Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Tod durch Chemikalien sind nicht verhandelbar
Hinter den Produkten, die wir im Alltag selbstverständlich benutzen, verbergen sich häufig Geschichten von Hunger, Armut und Menschenrechtsverletzungen. Von Politik und Wirtschaft Veränderungen einzufordern ist richtig. Ebenso sind die Konsumenten gefordert, ihr Verhalten zu ändern. DIE KOLUMNE VON RAINER LANG

„Menschenrechte vor Profit“, Text der Petition des Forum Menschenrechte und Begründung
Im Juni will die Bundesregierung einen Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte vorlegen. Schon jetzt gibt es allerdings deutliche Signale, dass dieser nur unverbindliche Empfehlungen und Beratungsangebote statt gesetzliche Verpflichtungen vorsehen wird. Fordern Sie deshalb Angela Merkel und Sigmar Gabriel auf, sich für einen ambitionierten Aktionsplan einzusetzen.

 

Völkermord an den Armeniern: Beschlussvorlage des Bundestages am 2. Juni 2016
Der Deutsche Bundestag hat am Donnerstag, 2. Juni 2016, mit breiter Mehrheit einen gemeinsamen Antrag von Union, SPD und Grünen beschlossen, in der die Massentötung von Hunderttausenden Armeniern im Osmanischen Reichals Völkermord eingestuft wird. Wir dokumentieren den Text des Antrages, wie er den Abgeordneten zur Abstimmung vorlag und mit nur einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschlossen wurde.

 

Attac und die Gemeinnützigkeit: Eine Demokratie braucht politisch streitbare Akteure
Mit der Behauptung, Attac sei zu politisch, hat das Finanzamt Frankfurt dem Netzwerk 2014 den Status der Gemeinnützigkeit entzogen. Allerdings verbietet das Gesetz gemeinnützigen Vereinen keine politischen Aktivitäten, sondern schließt lediglich die Förderung von Parteien aus. Attac stellt fest, dass seine Aktivitäten vom gemeinnützigen Zweck der Förderung des demokratischen Staatswesens gedeckt sind, weil das Netzwerk über die Gefahren einer zu stark deregulierten Wirtschaft aufklärt.

 

Religionen helfen gemeinsam Flüchtlingen und fördern die Integration
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Zentralrat der Muslime in Deutschland, die Türkisch-Islamische Union (DITIB), der Verband der Islamischen Kulturzentren und der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland ermutigen mit ihrem gemeinsamen Projekt „Weißt du, wer ich bin?“ muslimische, christliche und jüdische Gemeinden und Einrichtungen, im Bereich der Flüchtlingshilfe und des Dialogs mit Flüchtlingen zusammenzuarbeiten.

 

„Religionsfreiheit für alle – entgegen AfD-Polemiken“
Religionsfreiheit dient nicht dazu, eine bestimmte Religion unter „Artenschutz“ zu stellen oder andere auszuschließen. In einer religionsfreiheitlichen Gesellschaft haben alle die Pluralität von Religion und Weltanschauung zu ertragen und sich der Auseinandersetzung zu stellen. Das gelingt nur, wenn alle zur zivilisierten Konfliktaustragung bereit sind.

 

Heute Wir, morgen Du! Petition gegen die politische Instrumentalisierung des Islam
Die politische Landschaft ist gegenwärtig geprägt von einer Diskussion, in der die Geltung unseres Grundgesetzes für eine Bevölkerungsgruppe in Frage gestellt wird. Dies wird uns in Form eines „politischen Programms“ präsentiert. Einem solchen Ansinnen muss nicht nur in der Sache, sondern im Prinzip widersprochen werden.

 
 

Aktuelle Fotoreihen unserer Fotografen




Stefan Köhler-Holle:
Street Art Bremen



Clemens Schlüter:
Porträts der Kleinen Völker Äthiopiens

 
 

Aktion Agrar, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft und attac zeichnen Aldi aus
Der vermeintliche Preisvorteil billiger Milch hat katastrophale Folgen: Höfesterben, die weitere Industrialisierung der Kuhställe und noch mehr Druck auf Wasser, Artenvielfalt und Klima. Die Zahl der Kühe auf den Weiden wird dramatisch zurück gehen, während immer mehr Tiere in der billigstmöglichen Produktion in Megaställen landen.

 

Solidarität mit Jürgen Grässlin
„Netzwerk des Todes“, im September 2015 veröffentlicht, beschreibt, dass Waffengeschäfte illegal abgewickelt werden, wenn die Richtlinien den Export nicht erlauben, nötigenfalls auch mit Unterstützung aus Berliner Ministerien. Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Autoren Jürgen Grässlin, Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandberg, weil die veröffentlichten Dokumente der Geheimhaltung unterlagen.

 

amnesty international: EU-Staaten ignorieren Lieferstopps für Waffen nach Ägypten
Die Europäische Union hatte einen grundsätzlichen Lieferstopp für Waffen und Munition nach Ägypten beschlossen, nachdem ägyptische Sicherheitskräfte im August 2013 Hunderte Demonstranten getötet hatten. Zwölf EU-Staaten ignorieren diesen Lieferstopp allerdings weiterhin.

 

Wenn es nur eine Abgas-Affäre wäre …
Was „VW-Skandal“ genannt wird, steht für ein multiples systemisches Versagen in Wirtschaft und Politik. Die Benennung blended Verantwortlichkeiten und Kumpaneien aus. In dieser Kolumne ist aufgelistet, was der sogenannte „VW-Skandal“, einigermaßen vollständig ins Licht gerückt, alles an Versagen umfasst. DIE KOLUMNE VON HANS-JOCHEN LUHMANN

 

Thema: Protestanten ohne Protest

Protestantismus ohne Protest
„Alle Beteiligten müssen tot und alle Quellen zugänglich sein, und dann brauchen wir immer noch viel Zeit, um alles zu durchdenken.“ Erst jetzt, mehr als 70 Jahre nach Kriegsende stellt sich die Evangelische Kirche der Pfalz ihrer Verstrickung in das NS-Regime.

Eine Landeskirche auf regimetreuem Kurs
Für die pfälzische Landeskirche waren in der NS-Zeit institutionelle Eigeninteressen leitend. Wenn kirchliche Interessen gefährdet waren, gab es seitens des Landeskirchenrates gelegentlich Einsprüche. Weniger wagte es die Kirchenleitung, für politisch und rassisch Verfolgte einzutreten. Die vertrauensvolle Kooperation mit dem Staat wollte man nicht gefährden.

„Der Kachelofen brannte tagelang“
Die Quellenlage zur NS-Kirchengeschichte der Pfalz ist gut. Bei der Beurteilung sind allerdings typische Asymmetrien zu beachten: Für die Zeit vor 1945 ist damit zu rechnen, dass regimekritische Äußerungen, Haltungen und Vorgänge höchstens mit größter Vorsicht verschriftlicht wurden. Nach 1945 hingen politisches Überleben und persönliche Identitätskonstruktionen davon ab, ob man seine Distanz zum Nationalsozialismus plausibel machen konnte.

 


 

Finanztransaktionssteuer jetzt: 10.000 Organisationen fordern Einführung im Juni 2016
Die Panama-Papiere haben gezeigt, dass eine grundlegende Strukturreform des gesamten Finanzsektors dringend notwendig ist. Die Finanztransaktionssteuer würde zudem Einnahmen in Milliardenhöhe einbringen, die für die globale Armutsbekämpfung und den Klimaschutz eingesetzt werden sollten.

 

„Parteien haben die Religionspolitik vernachlässigt – AfD nutzt das aus“
Die Politik reagiert auf die wachsende Religionsvielfalt nur langsam und zögerlich. In der Kopftuchgesetzgebung hat sie Probleme verschärft statt sie zu lösen. Von einer systematischen und flächendeckenden Religionspolitik zur Sicherung der gleichen Religionsfreiheit etwa von Muslimen kann bisher nicht die Rede sein.

 

Fotos: Nata Uchava, Freiburg.

 

Finanzierung von Menschenrechtsverletzungen durch Handel mit Mineralien
Die Europäische Union importiert 16 Prozent der weltweit gehandelten sogenannten Konfliktmineralien Zinn, Wolfram, Tantal und Gold, unter anderem zur Herstellung von Technologieprodukten. Bisher sind weiterverarbeitende Unternehmen wie Elektronikhersteller und die Autoindustrie noch vollkommen aus der Verantwortung ausgenommen.

 

Unterhalb der Staatstheologie: Zitate zur inneren Vielfalt der schiitischen Theologie im Iran
Nach Chomeinis Konzept hat die Geistlichkeit die Macht in Iran direkt übernommen. Der Gedanke war, dass man nun unmittelbar Gottes Willen umsetzen kann. Faktisch entstand eine geistliche Diktaturmit allen hässlichen Seiten, die Diktaturen an sich haben.

 

Unsere Kolumnisten




Hans-Jochen
Luhmann

Die politische Kolumne



Heiderose
Gärtner-Schultz

Im Vorübergehn



Karin
Wildberger

Tagebuch aus Kamerun

 
 

Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen im Südosten der Türkei
Kurdische Menschenrechtsorganisationen berichten von zahllosen Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen des türkischen Militärs und der Spezialkräfte. Scharfschützen zielten in den Straßen auf ZivilistInnen, Krankenhäuser wurden geschlossen und zu Militärstützpunkten oder Polizeistationen gemacht, der Zugang zu Gesundheitsdiensten wurde verweigert, Helfer bedroht und getötet.

 

Mehr als 40 Organisationen legen gemeinsamen „Klimaschutzplan 2050“ vor
Ein breites Spektrum von mehr als 40 Organisationen appelliert an die Bundesregierung, die nationalen Klimaschutzziele zu verschärfen und dies gesetzlich festzuschreiben. In ihrem „Klimaschutzplan 2050 der Zivilgesellschaft“ beschreiben sie detailliert die notwendigen Transformationspfade und politischen Maßnahmen in unterschiedlichen Sektoren sowie übergreifende Strategien.

 

Argentinien: Teure Kreditaufnahme zur Auszahlung der Geier
In diesen Tagen gibt Argentinien Staatsanleihen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar aus. Der Großteil des erlösten Geldes fließt direkt an die Gläubiger die vor US-amerikanischen Gerichten auf volle Bezahlung ihrer Forderungen geklagt haben, die sie nach der argentinischen Wirtschaftskrise 2001 zu einem Bruchteil des ursprünglichen Wertes aufgekauft hatten. Verglichen mit dem Einkaufswert erzielen sie einen Gewinn von bis zu 1.000 Prozent.

 

„Religionspolitik nicht länger vernachlässigen“
Die Politik ist gut beraten, Diskussionsprozesse über allgemeine und konkrete religionspolitische Fragen in Gang zu bringen. Nur wenn die Bevölkerung ein Verständnis für die Realität der religiösen Vielfalt entwickelt, können Abwägungsprozesse um die Rechte religiöser und nicht-religiöser Mehrheiten und Minderheiten gelingen. Bisher hat die deutsche Politik die Bevölkerung nicht rechtzeitig auf die Religionsvielfalt vorbereitet und religionspolitische Debatten und Entscheidungen vermieden.

 

Weltweites Bündnis von Friedensorganisationen fordert Umwidmung der Militärausgaben: „Dem Frieden eine Chance geben“
Anlässlich des globalen Aktionstages gegen Militärausgaben am 18. April 2016 fordert das Forum Ziviler Friedensdienst gemeinsam mit 27 Friedensorganisationen mehr Geld für Friedensförderung und die Beseitigung der wahren Ursachen von Konflikten. Nur mit einer Umverteilung der horrenden Militärausgaben zugunsten von Friedensförderung, Armutsbekämpfung, Klimawandel und der Umsetzung der globalen Agenda für nachhaltige Entwicklung wird eine andere Welt möglich, die Frieden und Sicherheit für alle Menschen bietet.

 

t04Rassismus in der Friedensbewegung: Gibt’s doch gar nicht! Oder?
Strukturelle Gewalt prägt unsere Gesellschaft: in Form von sozialer Ungerechtigkeit, Armut oder Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, sexueller Orientierung oder anderen willkürlich gesetzten Zuordnungen. Friedensorganisationen müssen sich auch mit diesen Themen auseinandersetzen.

 

Thema: Martin Luther

500 Jahre Reformation in Deutschland: Wie erinnern wir uns daran?
Die gesellschaftspolitische Lage, in der die meisten Christen in Deutschland, Europa und weiten Teilen der übrigen Welt heute leben, hat sich gegenüber dem Reformationszeitalter gewandelt: Katholiken und Protestanten leben heute in Deutschland meist friedlich zusammen, sie leben zudem inmitten einer religiös pluralistischen Bevölkerung, in der mehr als ein Drittel überhaupt keiner Religionsgemeinschaft angehören. Die beiden großen Traditionsstränge des westlichen Christentums, Katholizismus und Protestantismus, bilden nur zwei Seiten derselben Medaille. Sie so zu betrachten, scheint heute unserer Situation angemessener zu sein als eine ewige Wiederholung der alten und meist veralteten Kontroversen. VON LUCIAN HÖLSCHER

Volker Leppin, „Die fremde Reformation“ (Rezension)
Allzu einheitliche Vorstellungen und strikte Modelle der bisherigen Geschichtsschreibung profilieren die Reformation auf Kosten einer Negativzeichnung des Mittelalters und reduzieren dessen Komplexität. Leppin betrachtet Luther konsequent in seinem spätmittelalterlichen Umfeld und gelangt damit zu überraschenden theologischen Erkenntnissen und historischen Ergebnissen. Der junge Luther war demnach einer von vielen mystischen Schriftstellern, seine Botschaft kein unvermittelter Bruch mit einem versteinerten Mittelalter.

Protestantische Frömmigkeitskultur in Deutschland: Das Konzept der Konfession
Das Konzept der „Konfession“ war im Deutschland des 19. Jahrhunderts das entscheidende begriffliche Instrument zur Gleichstellung der christlichen Religionsparteien unterhalb der Oberhoheit des Staates. Die religiöse Lage innerhalb der heutigen deutschen Zivilgesellschaft spiegelt sich im Konzept der „Konfession“ nur noch teilweise wieder. Ethische und politische, selbst religiöse Überzeugungen zwischen Kirchenmitgliedern und Nichtmitgliedern unterscheiden sich kaum noch, Glaubensunterschiede zwischen Katholiken und Protestanten sind gering geworden. VON LUCIAN HÖLSCHER

Volker Reinhardt, „Luther der Ketzer“ (Rezension)
Volker Reinhardt zeigt, warum die Päpste das „Geschrei“ im fernen Deutschland oft nicht ernst nahmen und zeichnet ein erstaunlich neues Bild von dem Kampf und dem Konflikt der Mentalitäten und Interessen, der die Welt bis heute verändert hat. Luther erscheint dabei immer wieder als ein „Genie der Netzverknüpfung und der Mediennutzung“. Das Feindbild des Papsttums vergewisserte ihn zunehmend über seinen eigenen Standort, lieferte Selbstbestätigung und die nötigen Energien für den unausweichlichen Endkampf gegen den Antichrist.

Martin Luther: Nach 500 Jahren immer noch aktuell
Aufgrund seiner Theologie gilt Martin Luther völlig zu Recht als der Initiator der Reformation und als ihr wichtigster Theologe. Denn diese Theologie war geeignet, über den puren Protest hinaus eine tragfähige Form von Christlichkeit zu begründen, die als Alternative zur überkommenen Kirche des Mittelalters angesehen werden konnte. VON MARTIN SCHUCK

Martin Luther: Der erste öffentliche Theologe
Die meisten reformatorischen Schriften wurden von einer örtlichen Druckerei produziert und in der näheren Region verbreitet. Die wenigsten nur wurden überregional bekannt – die Schriften Luthers einmal ausgenommen. Der Verlauf der Reformation war eine Folge ihrer publizistischen Voraussetzungen und Bedingungen. Reformation in Kursachsen verlief deshalb anders als in Nürnberg oder Straßburg, und wieder anders als in Württemberg oder Norddeutschland. VON MARTIN SCHUCK

 


 

Petition an die Europäische Kommission: Briefkastenfirmen schließen, Geldwäsche stoppen, beteiligte Banken bestrafen!
Das Verschleierungssystem, das die #PanamaPapers offenbart haben, dient auch zur Finanzierung organisierter Kriminalität – von Menschenhandel über illegale Waffengeschäfte bis hin zur Terrorfinanzierung. Der Sumpf aus Steueroasen, Briefkastenfirmen und Geldwäsche muss endlich trockengelegt werden! VON SVEN GIEGOLD

 

Bankrichtlinien schließen Rüstungsfinanzierung oft nicht umfassend aus
Umfragen zeigen, dass Bundesbürger mehrheitlich Rüstungsgeschäfte ihrer Banken ablehnen. Die Menschenrechtsorganisationen Facing Finance und urgewald legen mit ihrer Studie „Die Waffen meiner Bank“ Recherchen zu den deutschen Geldgebern relevanter Rüstungshersteller vor. Die Studie untersucht deutsche Banken und ihre Finanzbeziehungen der letzten drei Jahre zu wichtigen globalen und nationalen Rüstungsfirmen.