Reporter ohne Grenzen: Trump muss Feindseligkeiten gegen Journalisten beenden
Die für das Weiße Haus zuständigen Korrespondenten der wichtigsten US-Medien haben in einem offenen Brief angekündigt, Lügen und Verzerrungen seitens Trumps und seiner Sprecher klar zu benennen. Im Wahlkampf wie auch in der Übergangszeit seit seinem Wahlsieg hat Trump in Wort und Tat deutlich gemacht, dass er nicht bereit ist, die Rolle der Medien als unabhängige Kontrollinstanz seines politischen Handelns anzuerkennen.

 


 

Ärzteorganisation IPPNW: Keinen AKW-Abrissmüll zu Heizkörpern, Zahnspangen oder Bratpfannen recyclen!
Die Ärzteorganisation Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V (IPPNW) stellt fest: Der gering radioaktive Abrissmüll aus dem Rückbau der deutschen Atomkraftwerke stellt eine nicht zu vernachlässigende Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar. Bei der Option „Vollständiger Rückbau mit Bunker“ würde der Bevölkerung Strahlenbelastung erspart.

 

Reserveantibiotika in der Tierhaltung: Germanwatch warnt vor Gesundheitsgefahr für Menschen, Resistenzen gegen Notfall-Antibiotika
Das Bundeslandwirtschaftsministerium plant offenbar zwei Antibiotikaklassen von der Liste der sogenannten Reserveantibiotika zu streichen. Diese Arzneimittel könnten dann in deutlich größerem Umfang in der Tierhaltung eingesetzt werden. Damit würde sich auch das Risiko für Menschen vergrößern, dass sich gegen diese Antibiotika resistente Keime bilden.

Brot für die Welt: Mega-Konzerne verhindern, bäuerliche Landwirtschaft stärken
Wir brauchen die vielfältige bäuerliche und züchterische Arbeit mit alten und neuen Sorten als Antwort auf den Klimawandel und als Ergänzung zu den züchterischen Anstrengungen der mittelständischen Saatgutfirmen, so Brot für die Welt. Afrika erlebte in den letzten Jahren eine Übernahmewelle einheimischer Saatgutfirmen durch die großen Konzerne, es sind keine größeren unabhängigen Saatgutzüchter übrig geblieben.

 

Attac Deutschland zu Davos: „Selbsternannte Weltelite warnt vor Risiken eigener Politik“
Ein Politikwechsel hin zu mehr Finanzmarktregulierung, einem Ausbau der sozialen Sicherungssysteme und einer Umverteilung von oben nach unten würde dem erstarkenden Rechtspopulismus den Boden entziehen. Von den in Davos Versammelten ist allerdings keine Lösung zu erwarten; sie ist Teil des Problems. Es gilt, die Wirtschaftsbeziehungen im Rahmen eines internationalen Handelsmandates zum Vorteil aller Menschen zu gestalten.

Oxfam-Bericht: Soziale Ungleichheit weit dramatischer als bisher bekannt
Neue Vermögensdaten zeigen, dass die Ärmeren weltweit deutlich weniger Vermögen besitzen als bislang angenommen: Neun Milliardäre wiegen das Vermögen der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung auf. Diese Entwicklung hängt eng zusammen mit aggressiven Steuervermeidungstechniken, Verschieben von Gewinnen in Steueroasen und einem ruinösen Wettlauf von Staaten um Niedrigsteuersätze. Die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam fordert zum Auftakt des Weltwirtschaftsforums in Davos einen radikalen Kurswechsel hin zu einem Wirtschaftssystem, von dem die breite Mehrheit der Menschen profitiert.

 

Die große Transformation in Zeiten des Unbehagens
Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen und der Pariser Klimavertrag sind nur mit einem klaren Richtungswechsel zu schaffen. Dennoch druckst man herum anstatt sich ehrlich zu machen, dennoch wird aufgeschoben anstatt angepackt. Was läuft da schief? Warum fällt es der Politik so schwer, das Wissen in Handeln zu übersetzen? Zum 25-jährigen Bestehen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt hat sich Bundespräsident a.D. Horst Köhler am 8. Dezember 2016 in Berlin damit auseinandergesetzt.

Bleibt Deutschland weiter „Nachhaltigkeits-Entwicklungsland“?
Zivilgesellschaftliche Organisationen betrachten die am 11. Januar 2017 von der Bundesregierung beschlossene „Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie“ ambivalent. So fehlten Hinweise, auf welche Weise die Kontroversen und Zielkonflikte, die einen ambitionierteren Plan bisher verhindert haben, künftig ausgetragen und gelöst werden sollen. Andererseits sieht die Strategie in Zeiten, wo vielerorts autoritäre Regierungen den Raum der Zivilgesellschaft beschneiden, wichtige neue Beteiligungs- und Weiterentwicklungsprozesse vor.

 

Fotos: Nata Uchava, Freiburg.

 

Aktuelle Rezensionen zur Theologie

Thomas Kaufmann: Erlöste und Verdammte
Die Reformation hat die Entwicklung der westlichen Moderne beeinflusst, gefördert und beschleunigt. Doch allein oder maßgeblich hervorgebracht hat sie diese nicht. Die westliche moderne Welt ist das Ergebnis eines sehr komplexen Transformationsprozesses, der ohne die Reformation aber ganz anders verlaufen wäre.

 
 

Heinz Schilling: Martin Luther, Rebell in einer Zeit des Umbruchs
Luther hat kraft seines immensen Willens zwar die Welt verändert – in vielem aber ganz anders, als er es beabsichtigte. Er war mit seinem ursprünglichen Konzept einer universalen Reformation von Kirche und Welt gescheitert.

Heinz Scheible: Melanchthon, Vermittler der Reformation
Ob sich die Reformation ohne den Vermittler Melanchthon durchgesetzt hätte, ist ungewiss. Immer wieder versuchte er, Brücken zu schlagen. Heinz Scheibles Standardwerk zeigt eindrücklich und überzeugend, was Luthers Reformation dem treuen Mitstreiter Melanchthon alles zu verdanken hat.

Walter Kasper: Martin Luther, eine ökumenische Perspektive
Der Ökumeniker Kasper bekennt zuversichtlich: Die Einheit ist heute näher als vor 500 Jahren. Sie hat bereits begonnen. Wir sind 2017 nicht mehr wie noch 1517 auf dem Weg der Trennung, sondern auf dem Weg zur Einheit.

Martin Heckel: Luthers Reformation und das Recht
Reformationsgeschichte ist wesentlich Rechtsgeschichte. Die Auseinandersetzungen vollzogen sich in Rechtsvorgängen und verkörperten sich in Rechtsformen. Heckels rechtshistorische Analysen vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart zeigen dies überzeugend und beispielhaft, reichlich und eindringlich.

Hans-Martin Barth: Das Vaterunser
Ein mutiges Unterfangen von Barth, „Das Vaterunser“ mit areligiösen und säkularen Wirklichkeitsverständnissen ins Spiel zu bringen. Ein auch für Laien verständliches Buch, das dabei anspruchsvoll ist!

 


 

Konzernatlas 2017 zeigt beispiellose Fusionswelle in Agrar- und Ernährungsindustrie
Die Ernährungsindustrie hält das traditionelle Bild der Landwirtschaft aufrecht, weil es den Kundinnen und Kunden ein gutes Gefühl gibt. Tatsächlich sind weite Teile des Ernährungssektors zwischen wenigen Konzernen aufgeteilt. Der „Konzernatlas 2017“ (PDF) stellt Analysen, Fakten und Grafiken zur Agrarindustrie zusammen.

 

Das Staatsversagen im Abgasskandal
Das Europäische Parlament hat im Dezember 2015 einen Untersuchungsausschuss für Emissionsmessungen der Automobilindustrie (EMIS) eingesetzt. Mittlerweile hat der Ausschuss den Entwurf seines Abschlussberichts vorgelegt: Europaweit war in führenden politischen Kreisen bekannt, dass die in der Typzulassung sowie im nachfolgenden Betrieb auf der Straße zu überprüfenden Grenzwerte nicht eingehalten wurden und damit kollektive Emissionsbudgetbeschränkungen überschritten würden. DIE KOLUMNE VON HANS-JOCHEN LUHMANN

 

Aktuelle Rezensionen zum Thema Islam

Mathias Rohe: Der Islam in Deutschland
Angesichts einer weithin ungeklärten Gemengelage von vermeintlichen Scheinfakten und unberechenbaren Realitäten hat sich zunehmend ein diffuses „Angstthema“ entwickelt, das unterbewusst die gegenwärtige Debatte (mit)prägt. Rohe beschreibt eindringlich und ausführlich die Vielfalt muslimischen Lebens in Deutschland. Er schildert die Bedeutung unterschiedlicher Glaubensrichtungen sowie Kulturen.

Lutz Berger: Die Entstehung des Islam
Welche spätantiken Voraussetzungen ermöglichten den schnellen Siegeszug der neuen Religion? Wie hat sich der Islam im Zuge der arabischen Eroberungen zu einer neuen Religion formiert? In den Gesellschaften Westeuropas setzte ein Rückschritt in der Entwicklung ein; der Süden und Osten der Mittelmeerwelt blieb wohlhabend und öffnete sich bis nach Zentralasien, was den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch ungemein beflügelte.

Mathias Rohe et al: Handbuch Christentum und Islam in Deutschland
Die Auswahl der Texte für die vorliegende Taschenbuchausgabe erfolgte im Hinblick darauf, dass allen am Thema Interessierten ein kompakter und kompetenter Überblick über empirisch-statistische Grunddaten, die rechtsstaatlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie theologischen Grundlagen des Zusammenlebens geboten werden soll.

 


 

Bundesregierung verabschiedet schwachen Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte
Ignorieren Unternehmen die Menschenrechte bei ihren Auslandsgeschäften, müssen sie weder Bußgelder noch Zivilklagen oder andere Konsequenzen fürchten. Damit bleibt die Bundesregierung hinter Maßnahmen anderer Länder wie Frankreich, Großbritannien und den USA zurück. Entgegen vorheriger Zusicherung wurden Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen nicht in die Redaktion des Aktionsplans eingebunden.

 


 

Koordinationsrat der Muslime in Deutschland ruft zu Mahnwache in Berlin auf unter dem Motto „Gemeinsam gegen Hass“
Der Koordinationsrat der Muslime verurteilt den Anschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin das Schärfste. Er ruft für heute (20. Dezember 2016) um 17:00 Uhr zu einer Mahnwache an der Gedächtniskirche (Berlin-Charlottenburg) unter dem Motto „Gemeinsam gegen Hass“ auf.

 


 

Jahresbilanz der Pressefreiheit 2016: Weltweit 74 Medienschaffende wegen ihrer Arbeit getötet
2016 sind mindestens 74 Journalisten, Bürgerjournalisten und Medienmitarbeiter wegen ihrer Arbeit getötet worden, weniger als 2015. Der deutliche Rückgang erklärt sich vor allem dadurch, dass aus einigen Ländern viele Journalisten geflohen sind: Syrien, Irak, Libyen, Jemen, Afghanistan und Burundi. Damit fehlen gerade aus Ländern mit akuten politischen Konflikten unabhängige Informationen, die es auch der Weltöffentlichkeit ermöglichen würden, sich ein verlässliches Bild von der Lage dort zu machen.

EU-Abgeordnete dürfen in Zukunft nur noch registrierte Lobbyisten treffen
Am 14.12.2016 hat das Europaparlament über Änderungen an der Geschäftsordnung abgestimmt. EU-Abgeordnete dürfen in Zukunft nur noch registrierte Lobbyisten treffen. Ein besserer Verhaltenskodex wurde blockiert: Abgeordnete, die den Verhaltenskodex verletzen, können weiterhin hoffen, sanktionsfrei zu bleiben.

 


 

Islamisten-Unterstützer Katar war 2015 Empfängerland Nummer Eins für deutsche Rüstungsexporte
Die Gemeinsame Konferenz Kirche und Entwicklung (GKKE) stellt in ihrem aktuellen Rüstungsexportbericht fest, dass der Golfstaat Katar 2015 deutsche Rüstungsgüter im Wert von 1,66 Milliarden Euro erhalten hat. Empfängerländer offizieller Entwicklungshilfe erhielten Rüstungsgüter im Wert von 1,164 Milliarden Euro. Das entspricht rund 15 Prozent des Wertes aller 2015 erteilten Einzelgenehmigungen.

 

Der deutsche Beitrag zum atomaren Wettrüsten
Zehn deutsche Finanzdienstleister stellen Unternehmen Milliardenbeträge zur Verfügung, die Atombomben, Atomsprengköpfe sowie Atomraketen produzieren und mit der Wartung dieser Systeme beauftragt sind. Das Thema “Atomwaffen-Finanzierung“ wurde im Februar 2016 von der Initiative Nachrichtenaufklärung zum wichtigsten vernachlässigten Nachrichtenthema des Jahres gewählt.

 

Schutz der zivilen Luftfahrt gegen leicht transportables Luftabwehrgerät in „conflict zones“
Kleinwaffen sind wie Geld – transportable, dank Schwarz-Waffenmärkten auch fungible Wertgegenstände. Ihre Handelsströme sind Quasi-Geld-Ströme. Materiell landen Kleinwaffen, mit Unterstützung welcher Drittstaaten auch immer, in „conflict zones“. Das beunruhigt nach MH 17 besonders.

 


 

Finanztransaktionssteuer: Das Lavieren der EU-Finanzminister kostet die Steuerzahler 60 Millionen Euro pro Tag
Jeder Tag, den sich die Einführung der Finanztransaktionssteuer verzögert, kostet die Staatskassen der beteiligten Länder 60 Millionen Euro, jede Stunde 2,5 Millionen. Das Geld fehlt derweil bei der Armutsbekämpfung und beim Klimaschutz.

 

Arabische Bevölkerungen sehen EU mehrheitlich kritisch
Bevölkerungen in arabischen Ländern unterscheiden zwischen selbstbestimmter zwischenstaatlicher Kooperation und innenpolitischer Belehrung durch andere Länder und Organisationen. Ein Forschungsprojekt hat erstmals die Gründe für die ablehnende EU-Haltung in der gesamten Bevölkerung von zwölf arabischen Ländern analysiert; bislang hatte die Forschung hierzu nur Eliten-Meinungen ausgewertet.

 


 

Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) begrüßt angekündigten Fragebogen zur Jugendsynode
2018 soll eine Weltbischofssynode zum Thema Jugend und Berufung tagen, zu der im Vorfeld ein Fragebogen entwickelt wird. Der BDKJ wünscht sich, dass die Bischöfe die Fragebögen nicht allein ausfüllen, sondern die Antworten möglichst vieler junger Menschen dazu einholen. Bereits 2013 hat der BDKJ den Fragenbogen zur Familiensynode online gestellt, damals beteiligten sich rund 10.000 Menschen an der Online-Umfrage.

 

Kein Bundeswehreinsatz im Innern!
Der Einsatz der Bundeswehr zur Terrorbekämpfung ist keine Option. Wer einen sicheren Staat im Inneren will, muss dafür Sorge tragen, dass die Polizei handlungsfähig ist. Wer die Sicherheit in Deutschland erhöhen will, muss dafür sorgen, dass alle hier lebenden Bürgerinnen und Bürger einen Platz in der Gesellschaft finden.

 

Bundesregierung bilanziert: Klimaziel für 2020 wird deutlich verfehlt
Mit den bisher im Aktionsprogramm Klimaschutz beschlossenen Maßnahmen wird Deutschland das Ziel für 2020 von 40 Prozent Emissionssenkung für Treibhausgase um mehrere Prozentpunkte verfehlen. Wer das Klimaziel noch erreichen will, der muss vor 2020 weitere Kohlekraftwerke abschalten.

 


 

Das Pfaffgelände in Kaiserslautern Ende 2016
Eine Fotoreihe von Jürgen Zubiller aus der Reihe Lost Places. Das Pfaffgelände in Kaiserslautern liegt seit 2009 brach.

 

 

Aktuelle Rezensionen

Christoph Markschies: Gottes Körper
Erst im Mittelalter hat sich die heute geläufige Vorstellung von Gott als einem körperlosen Wesen allgemein durchgesetzt. Zuvor war ganz selbstverständlich, dass der jüdische und christliche Gott einen Leib und Körper hat: Was keinen Körper hat, existiert nicht; also muss Gott einen Körper haben.

Uwe Swarat, Thomas Söding: Heillos gespalten?
Da die Reformation ein gesamtkirchliches Ereignis war und sich ihre Wirkung tief in die Kultur und Mentalität vieler Menschen erstreckte, kann die öffentliche Diskussion nicht nur von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der römisch-katholischen Kirche geführt werden. Ökumene in Deutschland ist heute multilateral. Es gehören zu ihr auch die evangelischen Freikirchen, die altkatholische Kirche sowie die orthodoxe und altorientalischen Kirchen.

Hans-Martin Barth: Das Vaterunser
Hans-Martin Barth fragt nach den Kontexten, in die das Vaterunser im 21. Jahrhundert gestellt ist. Er zeigt überraschende Möglichkeiten, das Gebet Jesu mit großen Texten anderer Religionen und sogar mit dem Denken und Zweifeln von Religionskritikern, Nichtchristen und „Areligiösen“ ins Gespräch zu bringen.

 


 

Nuclear-Free Future Award 2016 unter anderem für Aktivisten gegen Erdogans Atompläne
Der türkische Anwalt Arif Ali Cangi hört nicht auf, sich gegen die Atompläne seiner Regierung zu stellen. Am 17. November 2016 erhält er in Johannesburg/Südafrika den Nuclear-Free Future Award. Aktuell führt Arif Ali Cangi eine Auseinandersetzung gegen den Bau des Atomkraftwerks Akkuyu an der Mittelmeerküste zwischen Aydincik und Silifke.

 

Globale Bankenriesen bleiben wichtige Geldgeber der Klimazerstörung
Die globalen Bankenriesen bleiben wichtige Geldgeber des Klimawandels. Ihre Kohle-Geschäfte verhindern, dass das Klimaziel von Paris erreicht werden kann, die Erderwärmung deutlich unter zwei Grad Celsius zu halten. Sie müssen sämtliche Finanzgeschäfte beenden, die zu einer weiteren Expansion der Kohle-Industrie führen.

 
 

Attac-Aktivisten stören Verleihung von Bonner Demokratiepreis an EU-Kommissarin Federica Mogherini
„Einen Demokratiepreis an eine EU-Kommissarin zu verleihen, die an der Kriegsfähigkeit der Europäischen Union arbeitet und den Tod von tausenden Flüchtlingen an den Grenzen der Festung Europa mit zu verantworten hat, ist ein ganz schlechter Karnevalsscherz.“ Aus Protest störten Aktivisten die Preisverleihung in Bonn.

Richter bestätigen Gemeinnützigkeit von Attac
Das Hessische Finanzgericht in Kassel hat am 10. November 2016 entschieden: Das politische Engagement des Netzwerkes attac gegen die neoliberale Globalisierung steht seiner Gemeinnützigkeit nicht entgegen. Laut attac hat das Gericht damit anerkannt, dass Zivilgesellschaft und Politik nicht unterschiedliche Sphären sind, sondern untrennbar zusammengehören.

 

Thema: Interreligiöser Dialog

Als Juden und Christen die Zehn Gebote veränderten
J. Cornelis de Vos legt die erste vollständige Untersuchung aller antiken Texte zum Dekalog vor. Jüdische und christliche Gruppen verschärften oder erweiterten die Verbote und Gebote, um ihre Gruppenidentität zu stärken. Sexualethische Normen wurden angefügt, aber keines der Zehn Gebote wurde über Jahrhunderte je abgelehnt.

„Gleich, ob Muslim, Christ oder Atheist: Jeder trägt die Verantwortung dafür, eine lebenswerte Gesellschaft zu schaffen.“
Interreligiöser Austausch ist essentiell für das friedliche Zusammenleben in einer Gesellschaft, in der Menschen unterschiedlichster Glaubensrichtungen leben. Indonesiens Ex-Präsident Prof. Dr. Bacharuddin Jusuf Habibie hat sich bei einem Besuch an der Universität Münster für den friedlichen Dialog der Religionen ausgesprochen.

 


 

Kommentar zur Präsidentschaftswahl in den USA
Die USA haben zwei Kriege in Afghanistan und Irak verloren, die Löhne sind real niedriger als in den 1970er Jahren. Seit 2012 kamen auf jede weltweit durch Terror getötete Person mit US-Staatsbürgerschaft rund 1.000 getötete Personen mit US-Staatsbürgerschaft durch Schusswaffen in den USA, im Schnitt mehr als 31.000 Menschen jedes Jahr seit 1968. Falls Donald Trump seine Ankündigungen wahr macht, ist mit Folgenden zu rechnen …

 

Ministerpräsident Kretschmann muss endlich handeln: Unterschriftenkampagne gegen Blutkohle bei EnBW
2015 hat EnBW 1,4 Millionen Tonnen Steinkohle aus der kolumbianischen Region Cesar bezogen. Dort haben paramilitärische Einheiten Tausende Bauern von ihrem Land vertrieben, Menschen ermordet und verschleppt. Zahlreiche ehemalige Täter haben unter Eid ausgesagt, dass EnBW-Geschäftspartner diese Einheiten logistisch und finanziell unterstützt haben.

 

Thema: Wahhabismus

Luther Abd al Wahhab
Der Wahhabismus wurde im 19. Jahrhundert als „Protestantismus des Islam“ bezeichnet. Ähnliche Tendenzen bei Abd al Wahhab und bei Martin Luther sind in der Tat unverkennbar. Allerdings: Die Wahhabiten haben ihren Wurzelzustand festbetoniert, bei der Reformation sind daraus ganze Wälder von Neuem erwachsen.

Die fundamentalistischen Exportgüter Saudi-Arabiens: Wahhabismus und al-Qaida
Der Wahhabismus ist die einzige Richtung im Islam, die den permanenten Dschihad zum Programm erhebt. Politische Konstellationen und nicht etwa die Armut der Landbevölkerung erklären die Popularität solcher Organisationen wie al-Qaida oder IS. Die weitere Entwicklung ist völlig offen.

 


 

Stefan Köhler-Holle: Street Art Bremen III
Die neue Reihe mit Street Art in Bremen.

 
 


 

t04So wird ein Schuh daraus
Ein genauer Blick auf die Beispiele, die Freud für seine These vom „Gegensinn der Urworte“ gibt, zeigt, dass diese These für die meisten Fälle nicht zutrifft. Sie wird aber plausibel, wenn man vom Gegensinn des Schrecklichen und des Faszinierenden im Wort für „Heilig“ in manchen Sprachen ausgeht.

 

UN-Klimakonferenz COP 22 vom 7. bis 18. November 2016 in Marrakesch

Der Klimawandel wartet nicht: Mit Höchstgeschwindigkeit in eine klimagerechte Zukunft!
Wer wirklich Fluchtursachen bekämpfen will, der muss entschieden gegen den Klimawandel angehen, der einer der größten Armutstreiber weltweit ist und eine langanhaltende Migrationsbewegung aus unbewohnbar werdenden Teilen der Welt auslösen wird. Der Weltklimagipfel in Marokko ist entscheidend, weil hier die Modalitäten geregelt und Prozesse geklärt werden, um das Pariser Klima-Abkommen schnellstmöglich umzusetzen.

t04Reiche Länder bauschen Klimahilfen künstlich auf
Das Volumen tatsächlich geleisteter Klimahilfen für die ärmsten Länder fällt deutlich geringer aus, als es die Zahlen der Geldgeber erscheinen lassen. Die meisten rechnen Mittel für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit auf ihr Klimakonto an, bei denen der Klimaschutz nur eines von mehreren Zielen ist. Die armen Länder brauchen dringend mehr Unterstützung, um sich an den Klimawandel anpassen zu können, zu dem sie selbst am wenigsten beigetragen haben.

Bundesregierung riskiert Scheitern des nationalen Klimaschutzziels
Die Bundesregierung erfüllt ihre Zusagen im Klimaschutzabkommen von Paris nicht. Umweltministerin Hendricks fährt aufgrund regierungsinterner Streitigkeiten ohne Plan zum Weltklimagipfel nach Marrakesch. Die Deutsche Umwelthilfe fordert ein verbindliches nationales Klimaschutzgesetz.

t04Neue SÜDWIND-Studie erschienen: „Klimafinanzierung gestalten. Damit Armutsbekämpfung nicht zurückbleibt“
Die Industrienationen müssen Entwicklungsländer beim Klimaschutz und den notwendigen Anpassungsmaßnahmen unterstützen. Entwicklung und Klimaschutz müssen stärker verzahnt werden. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Südwind-Instituts für Ökonomie und Ökumene in Bonn.

 

4. November 2016: Ab heute ist Klimaschutz völkerrechtliche Verpflichtung!
Der weltweite Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas ist nun Völkerrecht. Jetzt geht es darum, dass dieser Prozess das Tempo erreicht, das wir für eine Welt mit deutlich unter zwei Grad Erwärmung benötigen. Das weltweite Rennen um die effizientesten und kostengünstigsten Klimaschutztechnologien hat längst begonnen. Gerade hat China – der größte Automarkt der Welt – bereits die Weichen für das Ende der Verbrennungsmotoren gestellt.

41 Unternehmen und Branchenverbände drängen auf ehrgeizigen und konkreten Klimaschutzplan
Ein ambitionierter Klimaschutzplan mit konkreten Zielen für Energie, Gebäude, Verkehr, Industrie und Landwirtschaft schafft Klarheit für Wirtschaft und Gesellschaft, dass die Klimaziele eingehalten werden. Klimaschutz schafft Arbeitsplätze und sichert die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Europas fehlende Umsetzung der Kfz-Abgas-Gesetzgebung im Spiegel der US-Verhältnisse
Das EU-Parlament hat am 17. Dezember 2015 einen eigenen Untersuchungsausschuss zum Abgas-Skandal eingesetzt. Er hat inzwischen in seiner Arbeit an Fahrt aufgenommen. Man kann mittlerweile abschätzen, welche Erwartungen berechtigt sind. DIE KOLUMNE VON HANS-JOCHEN LUHMANN

 


 

US-Streitkräfte bestätigen Einsatz von Uranmunition in Syrien
Das Zentralkommando der US-Streitkräfte CENTCOM hat zugegeben, dass US-Kampfflieger Uranmunition in Syrien eingesetzt haben. Ein Sprecher von CENTCOM erklärte, vorherige Verlautbarungen seien durch einen Fehler in der Berichterstattung zustande gekommen. Die Internationale Koalition zur Ächtung von Atomwaffen hat die von CENTCOM eingeräumten Einsatzdaten analysiert und festgestellt, dass bei beiden Angriffen keine gepanzerten Ziele zugegen waren.

Menschenrechte ins Gesetz– der Countdown läuft!
10 Tage bleiben noch, um durch öffentlichen Druck die Bundesregierung aufzufordern, endlich per Gesetz dafür zu sorgen, dass deutsche Unternehmen die Menschenrechte auch im Ausland achten.

 


 

t04Wachsender EU-Kritik mit Demokratieausbau statt mit Abschottung begegnen
Mit einer Million Unterschriften aus sieben EU-Mitgliedsstaaten kann die Bevölkerung ein Thema auf die Agenda der EU-Kommission setzen. So die Gesetzeslage. Faktisch entsteht der Eindruck, dass die Kommission die Bürgerinnen und Bürger aus der Politik heraushalten will und sie mit einem Pro-Forma-Beteiligungsinstrument abspeist.

 


 

Fremdenfeindlichkeit: Neutral bleiben ist keine Option für Christen!
Alle Menschen besitzen nach christlicher Überzeugung die gleiche Würde. Wo gegen Andere gehetzt wird, wo Menschen bedroht und die Grundlagen rechtsstaatlicher Demokratie angegriffen werden, ist neutral bleiben keine Option für Christen.

 

Was ist los in Äthiopien?
Aus Äthiopien kommen immer neue Nachrichten von Unruhen und Schießereien. Junge Leute fliehen in den Sudan. Tigre und Amharen fliehen vor dem Zorn der Oromo in ihre Heimatprovinzen. Volkszorn und Vandalismus breiten sich aus. Was ist los?

 


 

Medizin, Macht und Moral
Der 5. Internationale IPPNW-Kongress in Nürnberg beschäftigte sich mit der Rolle von ÄrztInnen und insbesondere Psychiatern im Nationalsozialismus, ethischen Fragen im Medizinalltag und der Rolle von Menschen im Gesundheitswesen als Friedensstifter. Investitionsschutzabkommen wie TTIP oder CETA haben weitgehende Auswirkungen auch auf das Gesundheitswesen und sind ein Katalysator, um renditeträchtige Investitionen im Gesundheitswesen und damit die Privatisierung voranzutreiben.

Bis zu ein halbes Grad Erwärmung verhindert
Durch den weitgehenden Ausstieg aus den HFC fällt die Erwärmung bis zum Jahr 2100 um bis zu ein halbes Grad geringer aus als bei einem „Weiter so“. Nun sollten Kooperationen angestrebt werden, um in einigen Regionen eine schnellere Reduktion als vereinbart zu ermöglichen. Für die Umsetzung kommt es darauf an, möglichst rasch mit dem Umstieg auf energieeffiziente und umweltfreundlichere Ersatzstoffe und -technologien zu beginnen.

 


 

t04Petition für mehr Transparenz von Lobbyismus und einen Stopp schneller Seitenwechsel
In einer Zeit, in der Populisten Stimmung gegen Europa machen, braucht die Europäische Demokratie mehr Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger. Nur wenn Politiker sich selbst scharfen Regeln unterwerfen, können sie dieses Vertrauen stärken. Der Maßstab solcher Regeln muss sein, dass Politiker allein dem Gemeinwohl dienen.

 


 

t04Religionen tun sich schwer, Entscheidungen zu treffen
In kulturell vielfältigen Gesellschaften ist es politisch bedeutsam, welche religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen verhandelbar sind und welche nicht. Die Universität Münster untersucht, inwiefern religiöses Entscheiden auf die Autorität einzelner Personen zugeschnitten ist oder von einer institutionellen und organisatorischen Logik bestimmt wird. Der Blick auf die Narrative religiösen Entscheidens und ihrer Veränderung können unser Verständnis von religiösem Wandel insgesamt stärken.

 
 

Christlich-islamischer Dialog am Vorabend des 500-jährigen Reformationsjubiläums
Die Reformation hat den Menschen aufgefordert, seine ganz eigene Beziehung zu Gott zu suchen, statt auf die Vermittlung durch einen Klerus zu vertrauen. Der islamische Theologe Mouhanad Khorchide spricht von einer „dialogischen Beziehung zwischen Gott und Mensch“. Durch das Aufkommen fundamentalistischer Strömungen im 20. Jahrhundert sind reformerische Bemühungen im Islam zum Stillstand gekommen.

 

t04Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann: „Wir können gemeinsam dankbar auf die Reformation schauen, weil wir von der Reformation gelernt und profitiert haben.“
Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland ruft dazu auf, die Impulse der Reformation aufnehmen und wechselseitig voneinander zu lernen. Auf einem ACK-Studientag wurde dargestellt, dass kirchliche und staatliche Toleranz auch anderen Religionen sowie Ungläubigen gelten sollte.

 


 

t04Weltkulturerbe Nationalpark Hainich, Thüringen, 2016
Der Nationalpark Hainich in Thüringen umfasst 75 Quadratkilometer. Hier soll wieder ein mitteleuropäischer Urwald entstehen, in dem man der Natur freien Lauf lässt und die Flächen nicht bewirtschaftet. EINE FOTOREIHE VON CLEMENS SCHLÜTER

 

Herbsttagung des Internationalen Währungsfonds, 6. Oktober

Die Weltbank treibt den Klimawandel mit indirekter Kreditvergabe voran
Während sie früher Kredite fast ausschließlich direkt vergeben hat, lagert die zuständige Weltbank-Tochter heute den Großteil der Entwicklungsarbeit an profitorientierte Finanzinstitutionen aus. So finanziert sie indirekt die massive Expansion von Kohlekraftwerken und die Zerstörung von Wäldern, damit Kohle gefördert werden kann, obwohl sie bereits 2013 einen weitgehenden Kohleausstieg beschlossen hat.

Weltbank schwächt über Jahrzehnte erkämpfte Schutzstandards
Mit ihren neuen Umwelt- und Sozialstandards fördert die Weltbank Fluchtursachen. Sie erleichtert Umweltzerstörungen und Verelendung von Menschen durch Zwangsumsiedlungen oder missachtete Landrechte.

 


 

t04Ewige Suche
Freundlich, nett, kontaktfreudig, lieb, sogar sehr lustig, offen und unkompliziert. Wundere dich nicht, wenn du dich in deiner Bewerbung für ein WG-Zimmer selbst nur am eigenen Foto erkennst, vor allem wenn du in Freiburg auf der Suche bist.

 

 

Kohleausstieg/Klimaschutz

Kohle-Ausstieg global denken: Vortragstour von Attac Deutschland und Rosa-Luxemburg-Stiftung mit Aktivistinnen aus Kolumbien und Südafrika
In der deutschen Debatte um die Energiewende werden soziale und ökologische Argumente häufig gegeneinander ausgespielt. Das ist ein Scheinwiderspruch. Global betrachtet, ist nur ein sofortiger Kohleausstieg ein sozial gerechter Kohleausstieg.

Blutkohle aus Kolumbien
Die Energiekonzerne RWE, Uniper (E.ON), Vattenfall und EnBW beziehen einen Großteil ihrer Steinkohle von den Kohlelieferanten Drummond beziehungsweise Prodeco/Glencore. Ehemalige Paramilitärs haben unter Eid ausgesagt, dass beide Konzerne sie finanziert haben. Wenn ihr Interesse an einer sauberen Lieferkette ernst gemeint ist, sollten die deutschen Energiekonzerne endlich Konsequenzen ziehen.

Entwicklungsorganisation Oxfam warnt vor drohender Klimaschutz-Sabotage der Bundesregierung
Der Entwurf des Klimaschutzplans 2050, in dem die Bundesregierung ihre Klimapolitik skizziert, ist bei wichtigen Stellschrauben eher eine Klimaschutz-Sabotage. Der Plan liefert insgesamt viel zu wenig Klimaschutz und drückt sich vor nötigen Weichenstellungen. Vom Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle ist keine Rede mehr.

Umweltorganisation Germanwatch: Deutschland nur glaubwürdig mit deutlich verbessertem Klimaschutzplan 2050
Zu den Minimalanforderungen an einen Klimaschutzplan gehören die Anhebung des Ambitionsniveaus, die Definition ambitionierter CO2-Reduktionsziele für die einzelnen Sektoren sowie ein klares Bekenntnis zu einem zügigen und zu den Klimazielen passenden Kohleausstieg.

 


 

t04Menschenrechtsabkommen zu transnationalen Unternehmen: „Bundesregierung sollte Verhandlungen nicht länger boykottieren“
Mit TTIP und CETA wollen Deutschland und die EU Konzernen weitgehende Investorenrechte einräumen. Gleichzeitig weigern sie sich, international verbindliche Spielregeln für den globalen Handel zu entwickeln. Wir brauchen ein völkerrechtliches Abkommen, das den Vorrang von Menschenrechten vor Investoreninteressen unmissverständlich festschreibt.

 

Aus den Kirchen

Kirchentagspräsidium zum Umgang mit Rechtspopulismus: Wer sich rassistisch äußert, wird nicht eingeladen
Angesichts der gegenwärtigen Diskussion über den Umgang mit Rechtspopulismus bekräftigt der Deutsche Evangelische Kirchentag seine Haltung: Das Präsidium stellt fest, dass Rassismus und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit auch in Zukunft keinen Platz bei ihren Veranstaltungen haben werden.

Versöhnt miteinander: Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland veröffentlicht Wort zu 500 Jahre Reformation
Unter dem Titel „Versöhnt miteinander“ wird die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland auf ihrer Mitgliederversammlung im September 2016 ein Wort zu 500 Jahre Reformation veröffentlichen. Dieses Wort soll ökumenische Perspektiven für die Feierlichkeiten und das ökumenische Miteinander benennen.

 


 

Stillgelegte Kernkraftwerke: Am besten ist „Stehenlassen nach Entkernung“
Die Atomindustrie möchte die deutschen Atomkraftwerke nach ihrer Stilllegung zurückbauen und den überwiegenden Teil der gering radioaktiven Abrissmaterialien in den konventionellen Stoffkreislauf übergeben. Demgegenüber regt die Ärzteorganisation „Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges – Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.“ (IPPNW) an, diesen Müll nach der Stilllegung eines Kraftwerks dort zu belassen. Diese Option bietet Vorteile beim Strahlenschutz und der Verringerung des Störfallrisikos.

 


 

t04Wildpferdefang in Dülmen 2016
Im westfälischen Dülmen leben in einem etwa 350 Hektar großen Naturschutzgebiet an die 300 Wildpferde. Um die Rasse der kleinen Pferde möglichst unverändert und stabil zu erhalten, werden am letzten Samstag im Mai jedes Jahres die jungen Hengste von Hand gefangen und versteigert. EINE FOTOREIHE VON JÖRG WINTER